Mission to Mars
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    Die Jahrtausendwende kam und alle überlegten mit welchen filmischen Mitteln man den Zuschauer noch überraschen könnte. Hey haben wir da nicht so einen roten runden Ball am Himmel namens MARS? Genau! Mehrere Filmideen und Millionen von Dollar später ergab es dann die „Mission to Mars“. Gut besetzt mit Tim Robbins, Gary Sinise, Don Cheadle und Connie Nielsen um einige zu nennen. Als ein Weltallteam zum Mars katapultiert wird, sind andere ganz doll traurig weil sie nicht mitfliegen dürfen. Hey macht euch keine Sorgen, denn 10 Filmminuten später dürfen die auch Richtung Mars poltern. Aus welchem Grund? Na dreimal darf man raten. Genau, der anderen Truppe ist Irgendetwas passiert. Irgendetwas mit einem Marswüstensturm. Der bläst uns doch glatt die Sicht frei auf ein Gesicht mitten auf dem Mars. Ach du schreck!!! Also geht die zweite Marsmission los, aber ebenso holprig. Aber was soll das riesige Gesicht auf dem Mars? Ich bin verwirrt… Naja.. und das nach gerade mal 20 Minuten. Ab jetzt stellt mich der Film auf eine Geduldsprobe, bitte lass das nicht wahr werden was ich denke… weiter geht’s. Während nun wieder etwas im Raumschiff schief geht und bei einer heiklen Außenmission sich Tim Robbins erst einmal von der Crew verabschiedet, minimiert sich die Anzahl der Marsmissionare erst mal auf drei. Sind die 3 sicher gelandet macht man genau das richtige was jeder tun würde: Aufstellen der amerikanischen Flagge! Muss ja sein… Man stirbt zwar fast aber Hauptsache die olle Flagge ist in den Boden gerammt. So dumm war an der Stelle nicht mal Armageddon. Als man dann die Forschungsstation der ersten Crew findet, samt des überlebenden Don Cheadle, ist die Freude natürlich groß. Man findet aber auch Wasser, Pflanzen also Leben. Absoluter Wahnsinn! Nun aber zurück zum Gesicht auf dem Mars. Man entdeckt, dass dieses eine Frequenz abgibt. Hmm und diese Frequenz ist sehr regelmäßig… Und als man mit Hilfe des Computers so alle Möglichkeiten einer regelmäßigen Frequenz ausprobiert, kommt man zum Entschluss das bei Betrachtung der Klanganordung nur ein DNA Strang herauskommen kann. Der ist aber gar nicht menschlich sondern anders…Spätestens jetzt möchte ich schon schreiend aus dem Zimmer rennen… warum muss alles so hochtrabend intellektuell sein. Wieso muss man sich solche Ideen einfallen lassen. Aber es kam noch schlimmer: Es sind ja noch 30 Minuten Laufzeit. Nun wird darüber gemunkelt warum so ein DNA-Strang per Klang an die Weltraumbesatzung gesendet wurde. Und zwar aus dem Grund das man sie testen will. Bei richtiger Antwort gibt’s Leben und bei falscher Antwort den Tod. Your choice. Man sendet die richtige Antwort zurück und nun, unglaublich das Gesicht öffnet sich und 3 von ihnen gehen rein. Einer ist wieder der dumme und bleibt an Bord. Und was nun folgt ist der absolute Hammer… Die 3 treffen nämlich auf ein Alien was ihnen per Coputergrafik erklärt das einmal der Mars bewohnt war und als dann ein Komet einschlug, die Bewohner den Planeten verließen weil der Unbewohnbar war und Sie somit woanders wohnen wollten. Und somit der Ursprung allen Lebens im Universum ist. Und von den vielen Schiffen die den Mars verließen wurde eins zur Erde geschickt mit dabei ein DNA-Strang der Leben auf dem blauen Planeten ermöglichen sollte… UAAAAAAAAA spätestens an dieser Stelle möchte ich den DVD Player samt Inhalt aus dem Fenster schmeißen, meinen Fernseher hinterher und danach zur Augenoperation gehen. Natürlich sind Sci-fi Märchen lustig daran kann man nichts meckern, wenn aber jemand versucht eine Geschichte zu erstellen die so arrogant daher kommt und den Verlauf der Weltgeschichte auf den Kopf stellen möchte, da will ich einfach nicht mehr. Ich möchte die Fähigkeiten von Brian de Palma sicher nicht in Frage stellen denn er ist ein guter Regisseur. Denn handwerklich ist Mission to Mars auch nicht zu bemängeln aber dieser Schlussspurt des Films geht voll in die Hose. Nee das war nix. Ein billiger abklatsch von „2001“ der sowas von peinlich das das Zuschauen wirklich weh tut. Das man einen zu Beginn wirklich guten Film so schlecht und vor allem dumm werden lassen kann ist eigentlich unbegreiflich. Die 3 Schreiberlinge dieses Werkes haben sich wahrscheinlich bei Abgabe des Skripts vor Freude in die Hosen gekackt. Dem Zuschauer hingegen bleiben nur ein trauriges Kopfschütteln und die Frage nach dem Warum?

    Hinzugefügt am 14.12.2010 um 15:38 Uhr
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