Kinostart:
25. Juni 2009
Regie: Ursula Meier
Mit Isabelle Huppert, Olivier Gourmet, Adélaïde Leroux,
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FSK ab 12 freigegeben
Produktionsland:
Frankreich
,
Schweiz
,
Belgien
.
Genre:
Drama
Laufzeit: 97 Minuten.
Produktionsjahr:
2008
Verleiher: Arsenal Filmverleih
Inhalt: Eine leere, stillgelegte Autobahn inmitten einer ruhigen und verlassenen Landschaft ... und plötzlich stehen dort am Rand ein Liegestuhl, ein Swimmingpool, ein Grill, ein Sessel, ein Tischfußballspiel und ein einsames Haus. Was suchen diese Dinge hier neben der Leitplanke? Sie gehören zum Leben einer Familie, die seit zehn Jahren neben dem Asphalt ihr ungewöhnliches Leben führt: Marthe (Isabelle Huppert) und Michel (Olivier Gourmet) mit ihren drei Kindern.
Doch eines Tages werden die Bauarbeiten wieder aufgenommen und die Autobahn schließlich für den Verkehr freigegeben. Als Lastwagen um Lastwagen vorbeidonnert und Abgase, Lärm und Ferienreisende dem einst beschaulichen Familienleben ein Ende setzen, regt sich Widerstand ...
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ThomasEdgar
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34 Userkritiken
Bewertung:
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Kritik:
Es werden Flughäfen erweitert und Straßen gebaut. Irgendwann ist man selbst betroffen, eingekeilt zwischen Lärmbelästigung und Abgrenzung durch Beton und Leitplanken. Wie reagiert eine Familie, konfrontiert mit einer Autobahn direkt vorm Haus? Anfängliche Zuversicht, Ignoranz und Verdrängung werden abgelöst von Agressivität und sinnloser Abschottung. Das Befürchtete war eingetreten. Über die bisher leere Betonpiste donnert Autoverkehr. Das Haus wird zum Bunker. Was bleibt ist der Ausbruch, aber wohin?
Mit dieser offenen Frage endet der Film. Das Haus auf dem Acker, davor die zunächst tote Autobahn, bildet die abstrakte Bühne für einen Film, der auch als Theaterstück denkbar ist. Neben den guten Schauspielern sticht Isabelle Hupert heraus in der Rolle der heimatverwachsenen Mutter. Eine Rolle, die dieser großen farnzösischen Schauspielerin auf den Leib geschrieben ist.
Hier findet sich der feinfühlige Ausdruck einer zeitgenössischen Identität. Gepriesen sind die technischen Fortschritte und das Wirtschaftswachstum, doch endlich erstickt es daran. Was kümmern Gefahren, solange nichts passiert? Als endlich das Befürchtete eintritt, die Autos rollen, handelt man planlos. Hier findet sich Hilflosigkeit im Umgang mit dem Jetzt und vieles erinnert mich an meine eigene Ratlosigkeit im Umgang mit Nachrichten über angeschwemmte Leichen aus Afrika oder den Milliardenhilfen für Banken.
Der Film beginnt zunächst heiter, spielt mit der Komik der Situation und wird zum Ende bedrückend. Der Kinoabend hat nachdenklich gestimmt. Ich finde den Film sehenswert.
Verfasst am 02.09. um 09:07 Uhr -
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Besetzung und Stab
Isabelle Huppert
Rolle: Marthe
Olivier Gourmet
Rolle: Michel
Adélaïde Leroux
Rolle: Judith
Madeleine Budd
Rolle: Marion
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