Rene Schopf
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1.5 - Schlecht
Wenn sie jemand fragt was der Unterschied zwischen einem Biomüll Eimer und einem schmackhaften Eintopf ist, so würden sie wahrscheinlich antworten, dass im Mülleimer nur die Reste landen. So, oder so ähnlich würde ich in der Bewertung von Priest 3 D argumentieren.
Die Zutaten für diese filmische Komposition sind wohl die selben aber selbst ein Medienstudent im ersten Semester wüsste wie man aus diesem Mischmasch aus Western, Vampirfilm, Sience Fiktion, Mittelalter Spektakel und Krimi, nicht zu vergessen Martial Art und Liebesroman a la Dornenvögel ein halbwegs annehmbare Film machen könnte.
Man nehme von allem zu viel und mische es in wirren durcheinander auf seichter Flamme. Was dabei herauskommt muss der erwartungsvolle Kinobesucher mit 10 Euro an der Kasse bezahlen.
Die 3 D Effekte sind so effektheischend eingesetzt, um die Technik zu rechtfertigen, dass man sich fragt wozu eigentlich soviel Geld für so einen Schwachsinn verbraten werden muss. Schon nach wenigen Plotpoints lässt sich erahnen, dass diese Projekt nur zur Abzocke von Computerspiel begeisterten Teenagern dient, die es gilt mit Teil 2 bis 3, 4 oder Gott bewahre sogar bis zu einem Teil fünf in die unter schwindenden Besucherzahlen leidenden Kinosäle zu locken.
Wer Zeit und Geld sparen möchte, schließen kurz seine Augen und stelle sich einen erwachsenen Eneken Skywalker ohne Haare vor wie er auf seinem Motorrad durch die Wüste prescht (Star Wars Episode I). Dazu mixt er die Geschichte von Michael Landon im Kampf gegen den Vatikan, mit einer attraktiven Assistentin an seiner Seite. (Da Vinci Code). Noch eine Mischung aus Blade und Van Helsing als Vampirjäger dazu und die Szenerie im Zug aus Wild Wild West. Lassen sie die Protagonisten durch die vereinzelten Stätten aus Resident Evil oder The Postman ziehen und stellen sie sich vor wie sie dabei abwechselnd gegen eines der Monster aus Alien IV oder gegen die Höllenhunde aus Ghostbusters kämpfen. Der Showdown findet dann zwischen einem unbewaffneten Menschen und dem Übervampir himself der aussieht wie Henry Fonda in Spiel mir das Lied vom Tod statt. Als Vorwand für das Gemetzel nehmen wir dann einfach ein entführtes Familienmitglied, das sich am Ende als die uneheliche Tochter eines Priesters herausstellt, sprengen noch schnell irgendwas in die Luft damits ne Mords Explosion mit viel Feuer und Qualm gibt und am Ende sind alle tot, naja fast alle, denn es muss ja noch eine Fortsetzung geben. Das ganze schmücken sie mit einer schief sitzenden 3 D Brille und freuen sich das der Weltuntergang wiedermal um ein Jahr verschoben wurde.
Fazit: Im Westen nichts Neues, wiedermal.
Hinzugefügt am 28.05.2011 um 15:14 Uhr
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