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Wer Domicice Senas Filme nicht kennt hat definitiv ein paar der größten sommerblockbuster der letzten paar jahre verpasst. Mit "Nur nich 60 sekunden" und "Passwort Swordfish" brachte er unterhaltungskino von Epischem Ausmaß auf die Kinoleinwände. Sein erster Film Kalifornia dagegen ist ruhiger und kleiner. Auf einer Vierecksbeziehung aufgebaut bietet er einen Interesanten kleinen Thriller der leider auch seine Macken hat. Wie jeder andere Sena Film ist auch dieser Unglaublich stylisch gedreht und nur mit den besten der besten besetzt. Auch wenn diese zur Zeit des Kinostarts noch nich als das anerkannt wurden. Der Film geht um ein Yuppie-Paar das, für ein Sachbuch durch Amerika reißt um bekannte Tartorte zu besuchen. Als Begleiter holen sie sich zwei Hinterwäldler ins Boot von denen der Mann ein Serienkiller ist. Die beiden Welten werden schon zu anfangs von Sena stilistisch gut umgesetzt. Während die Welt der Yuppies in stylischem schwarz weiß glänzt, ist die der Trailerpark bewohner in erdiges braun getaucht. Sobald die Reisegruppe auf der Straße ist wird braun für jede Szene zur dominierenden Farbe. Die Rauhe und Harte Welt der Trailerparkbewohner wird als die Urform des Amerikanischen Lebens dargestellt. Eine weitere veränderung sobald sie unterwegs sind ist das sich die Truppe in gleich geschlechtliche Lager einteilt. Während Yuppie Brian ist Phasziniert vom rauhen Urmännlichen Early, während Brians fräundin Carrie sich für die zurückgebliebene Adele interessiert. In diesen Gruppen werden die wichtigsten Dialoge gesprochen. Hier ist das erste Manko des Films. Während Forbes und Lewis beide klasse spielen und sich in ihren Dialogen nichts nachstehen, ist das schauspielerische Gleichgewicht von Brad Pitt und David Duchonvy gestört da Pitt ( in seiner Paraderolle als karismatischer Irrer) Duchonvy in Grund und Boden spielt. Im letzten drittel des Films wird dann Pitt als Mörder offenbahrt. Die Dialoge werden jetzt härter und die Charakter Interesanter. Und Duchonvy kommt aus seinem Schneckenhaus heraus. Die ganze Truppe steuert auf eine totale Kollision hin. Leider fällt das Finale da zu milde aus. Gesellschafts kritisch und satirisch gibt sich Sena hier weniger als es gut wäre. Zwar werden Yuppies und Hinterweltler gleicherweiße angegriffen aber eine ordentliche Portion Biss hätte dem Film nicht geschadet. Fazit: Sena konnte aus seiner guten Idee leider nicht das Maximum rausholen hat aber trotzdem einen super Film geschaffen der einem noch lange im Gedächtniss bleibt.
Hinzugefügt am 26.09.2011 um 20:59 Uhr Verstoß melden
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