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Suicide Club
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7 Wertungen - 1 Kritik
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Sebastian_J
Sebastian_J

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5,0
Veröffentlicht am 03.08.11
Bei Sonnenaufgang treffen sich fünf Menschen auf einem Hochhausdach, um gemeinsam in den Tod zu springen. Fünf völlig unterschiedliche Charaktere. Keiner weiß von dem anderen, warum und weshalb dem Leben ein jähes Ende gesetzt werden soll. Nicht einmal die Namen wissen sie voneinander. Nur der unmittelbar bevorstehende gemeinsame Suizid verbindet alle auf eine tragische und bizarre Weise. Doch durch eine absurde Verkettung von Ereignissen müssen sie ihren Plan verschieben. Durch Distanz und Ablehnung und der daraus entstehenden ungeahnten Gemeinschaft erleben sie einen Tag, den keiner vergessen wird… Für sein originelles Spielfilmdebüt hat Olaf Saumer ein kluges Drehbuch verfasst und mit geringsten Budgetmitteln als tragikomisches Kammerspiel unter freiem Himmel auf einem Hochhausdach realisiert. Für gerade einmal 40.000 Euro konnte eine Komödie entstehen, die den Ernst der Situation nie außer Acht lässt und dafür zahlreich prämiert wurde. Es wird ein denkwürdiger Tag, den Saumer amüsiert mit einem gelassenen Soundtrack beobachtet und dabei zunehmend Sympathie für seine Figuren hegt. Diese müssen nun die Zeit totschlagen - der Himmel scheint ein geeigneter Platz zu sein, im Angesicht des Todes ins Gespräch zu kommen und bald psychologische Tiefenbohrungen vorzunehmen. Diese fördern Lügen, Schwächen und einschneidende seelische Verwundungen zutage, ohne dass daraus schwere Kost würde. So nehmen ein alternder Krawattenträger, eine Esoterik-Hausfrau, ein gemobbter Schüler, ein melancholischer Hardrock-Café-Typ samt Schildkröte und eine vorgeblich angstlose Amazone Kontakt auf. Das entwickelt so viel Charme, dass man über die etwas stereotyp und gezwungenen verschiedenen Charaktere hinwegsehen kann. Dazu verändern absurde Zwischenfälle die grotesk-traurige Lage in eine grotesk-komische - und wieder zurück: Kaum hat das Döner-Picknick eines Polizisten-Duos sie zur Flucht vom Dach bewegt, bringt sie die Schwerkraft in ein Designer-Apartment, wo sich das Quintett gemütlich einrichtet und das Beisammensein genießt. Selbst der vorgebliche Menschenfeind entpuppt sich als sensibler Gitarrengott - bis mit dem Hausherrn ein bald ebenso suizidgefährdeter Verlierer aufkreuzt. Als Bonusmaterial erhält man auf dieser DVD u. a. ein umfangreiches Making of, einen Audio-Kommentar des Regisseurs und eines Hauptdarstellers sowie eine Bildergalerie. Zudem liegt der DVD, für Gegner der FSK-Logos, ein Wendecover bei. Fazit: Ganz undidaktisch vermittelt die wunderbare, mit stimmungs- wie gefühlvoller Musik veredelte Mischung aus Blues und Spaß den Wert des Miteinanders und der Freundschaft. Das ist nachdenklich, anrührend persönlich und bleibt doch immer locker. Eine Hommage an das Leben. Unbedingt zu empfehlen!
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