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The First Avenger: Civil War
Durchschnitts-Wertung
4,2
704 Wertungen - 65 Kritiken
29% (19 Kritiken)
43% (28 Kritiken)
22% (14 Kritiken)
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65 User-Kritiken

Max K
Max K

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2,0lau
Veröffentlicht am 09.08.16

Ein Film vollgepackt mit Klischees, der es nicht einmal schafft Spannung aufzubauen. Bei jedem Kampf weiß man, dass jeder diesen überleben wird. Die einzige Person die sich schwer verletzt wurde von einem aus dem eigenem Team erwischt und das nur zufällig. Der Tod von Captain America bleibt aus obwohl er in der Comicvorlage das zeitlich segnet. Das Ende war uninspiriert und langweilig, fast schon ein Holly Wood Happy End. Wenigstens hatte er ein paar witzige Stellen, dann muss man den Film nicht ganz so ernst nehmen.

NilsZe
NilsZe

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 02.05.16

Zusammengefasst lässt sich über "Captain America: Civil War" sagen, dass Marvel wohl nicht besser in die dritte Phase des Marvel Cinematic Universe starten könnte. Erneut schafften es die Regie-Brüder Anthony und Joe Russo einen herausragenden Heldenstreifen auf die Leinwand zu bringen. Zu den bereits Tradition gewordenen Schauspielern schafften sie es auch noch die zwei neuen Charaktere Spider-Man und Black Panther in den Film einzubinden. Die einzige Schwäche des Films liegt hier an der geringen Screentime des Bösewichts Zemo, weswegen dieser nicht sonderlich zur Geltung kommt. Dem Gesamtprodukt tut dies aber keinen Abbruch. Alle Marvel-Fans sollten diesen Film auf jeden Fall gesehen haben.

segLe
segLe

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4,0stark
Veröffentlicht am 01.05.16

Ich hab den Film schon am Donnerstag gesehen und komm jetzt mal dazu meine Meinung zu schreiben. Also erstmal mit Winter Soldier kann Civil War sicher nicht mithalten. Aber das habe ich auch nicht erwartet ;) Ohne Civil War herab zu würdigen, lag beim Winter Soldier einfach mehr der Fokus auf einer guten spannenden Geschichte, hier dagegen zählt mehr der Spassfaktor und das Aufeinandertreffen der Superhelden. Der ganze Streifen ist eigentlich ein wahr gewordener Fanboytraum. DIe Helden bekommen alle ihre kleinen Momente und die neuen Figuren werden überzeugend eingeführt. AM meisten war ich von Black Panther überrascht, der eine größere Rolle einnahm als von mir erwartet. Spidey ist natürlich auch Klasse :bow: Aber dennoch hab ich mit seinem Auftritt als Filmkritiker so meine Probleme. Sein Auftritt passt irgendwie so gar nicht zu der ganzen Grundstimmung des Filmes. Zumindest wurde ich mit seinem Auftreten aus den Film gerissen. Die Story geritt in den Hintergrund und Spider-Man stahl der Geschichte und den anderen Figuren total die Show. Das klingt jetzt sicher negativer als ich es meine, aber ich kann mir nicht helfen, innerhalb dieses Filmes war dessen Auftritt einfach nur Fanservice und wirkte fast schon etwas gezwungen. Finde ich etwas Schade, denn der Film und auch dieser Spider-Man hätten es eigentlich nicht nötig gehabt. Aber immerhin hat man so schonmal Gelegenheit bekommen, diese neue Interpretation vom Netzkopf kennen zu lernen. Ansonsten wie gesagt, alle anderen Helden wurden gut in den Film integriert. Ant-Man konnte wieder glänzen und konnte weitere Pluspunkte sammeln. Auch Falcon konnte sehr gut überzeugen. Da kann man als Fan und auch als Sympathiesant der Marvelfilme echt nicht meckern. Man merkt diesen Marvelfilmen einfach an das da seit Jahren etwas gewachsen ist und davon profitiert dieser Film enorm. Etwas dünn finde ich Brühl als Zemo. Zwar sind seine Bewegründe absolut okay, aber irgendwie geht er in dem Film halt auch etwas unter. Da hätte ich mir vielleicht einen anderen Schauspieler gewünscht der einfach nur durch seine Präsenz überzeugen kann. Da ist Brühl dann doch eine Nummer zu klein. Meine Befürchtung das es sich bei dem Film eher um einen Avengers Film handelt, haben sich zum Glück nicht nicht ganz bewahrheitet. Ich würde den Film zu 55 % Captain America und 45 % Avengers klassifizieren. Guter Streifen :goodwork: Fanwertung 8,0 und als Filmkritiker würde ich eine 7,0 geben

Riggs J. McRockatansky (Cellurizon.de)
Riggs J. McRockatansky (Cellurizon.de)

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 28.04.16

[...]„Captain America: Civil War“ reiht sich neben „Iron Man“, „The Avengers“, „The Winter Soldier“ und „Guardians of the Galaxy“ unter den besten MCU-Einträgen ein und schafft es, die Figuren- und Handlungsfülle trotz einiger kleiner Ächzer zu einer kohärenten und packenden Konflikt- und Storyführung zu verbinden, die ebensoviele begonnene Wege weitergeht, wie neue eröffnet.[...]Der Film ist bestes Marvel- und Blockbuster-Entertainment, bei dem die Konflikte zwischen den Figuren ebenso stimmig ausgearbeitet und umgesetzt werden, wie die saucoole Superhelden-Action und der Humor. Ganz klar einer der besten Filme des MCU und deutlich besser als zuletzt „Age of Ultron“ im Umgang mit seinen aus allen Nähten platzenden Umfängen. Und Spidey ist sowas von amazing![...]

Zack_snyder_Forever
Zack_snyder_Forever

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3,0solide
Veröffentlicht am 04.05.16

Vorneweg: Wer Fan der Marvel-Filme ist und 'The Avengers' gemocht hat, wird diesen Film lieben. Objektiv betrachtet, weißt 'The First Avenger: Civil War' jedoch deutliche Schwächen auf. Ich empfehle es keineswegs den Film in 3D anzuschauen, da dieses komplett überflüssig ist. Zudem würde ich raten, den Film, sofern möglich, nicht auf deutsch, sondern in der Originalsprache anzuschauen, da die Synchro in vielen Fällen nicht sonderlich gut gelungen ist. 'The First Avenger: Civil War' ist eigentlich eher als weiterer Film der Avenger-Reihe anzusehen, da Captain America nur eine von vielen Hauptrollen einnimmt. Es wurde versucht so viele Charaktere wie möglich unterzubringen und -das muss man dem Film zu Gute halten- versucht, jedem Einzelnen einen individuellen Motivationsgrund zu geben, nach dem er handelt. Auch wenn dieser Ansatz im Grunde gut ist, wirkt er in Civil War oft sehr an den Haaren herbeigezogen und selten zu Ende gedacht. Bei den Charakteren wird leider hauptsächlich auf Quantität gesetzt. Alle müssen irgendwie untergebracht werden und bleiben in ihrer Fülle oftmals blass. Der Film wirkt an vielen Stellen mit Superhelden überladen, die Dialoge sind nicht wirklich innovativ und die Identifikation mit einzelnen Charakteren scheitert oft. Auch wenn z.B. eine Black Widow (großes Lob an die wahnsinnig guten Kampf-Choreographien), ein Antman, Hawkeye oder Spiderman erfrischend anzusehen sind und unterhalten, ist es den ganzen Film über schwierig eine emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen. Wer mich hingegen besonders positiv überrascht hat, ist Robert Downey. Es ist unglaublich wie facettenreich und glaubwürdig er Iron Man verkörpert. Eine Figur, mit der ich, im Gegensatz zu den anderen vertretenen Superhelden, durchgehend mitfühlen konnte und mit dem ich mich auch selbst identifzieren konnte. Hätte man jeden Charakter so liebevoll in Szene gesetzt und die Anzahl der Superhelden halbiert, hätte aus 'The First Avenger: Civil War' sicherlich ein überdurchschnittlich guter Film werden können. Die Story ist recht einfach aber zweckmäßig gestrickt, die Effekte sehen durchgehend gut aus (bis auf das unnötige 3D). Fazit: Für Genre-Fans ist der Streifen ein Muss; Allen Marvel-Fans kann ich den Film blind empfehlen. Es wird großer Wert auf Abwechslung und das In-Szene-Setzen verschiedenster Superkräfte gelegt. Für alle anderen kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss, auch wenn Robert Downey eine übermenschliche Schauspielleistung an den Tag legt. 6/10

constantine
constantine

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2,0lau
Veröffentlicht am 09.05.16

Spoiler enthalten!!!!! Der dritte Captain America aka Avengers Deluxe fängt ganz gut an aber nach der ersten guten Action-Sequenz muss man ne gefühlte Ewigkeit auf die nächste warten. Zu viele (vor allem langweilige) Dialoge bis Bucky/Bukarest. Die erste Hälfte des Films hat mich nicht sonderlich angesprochen und bin fast eingepennt. Es wurde von Ort zu Ort gesprungen, ohne auch nur den Anschein eines Plots zu entwickeln. Schade. Irgendwann Mitte/Ende des Films sind wir in Leipzig. Team Cap vs Team Stark Die Helden machen während der Auseinandersetzung Witze und das ist irgendwann super nervig. Ich konnte das von daher nicht ernst nehmen. Leider. Die Dinge in diesem Film, die es episch machen sollten, sind nur Standard. Ich fühlte absolut nichts für die Charaktere und die Tatsache, dass sie mit ihren dummen Witzen jeden fausthieb locker darstellen, machte es noch schwieriger, die Intensität des Kampfes zu fühlen. Keine Frage, die Flughafenszene war gut choreographiert und anzuschauen aber man merkt das da keiner den anderen ernsthaft verletzen will. Die Kampfszenen um die Helden haben halt keine Konsequenzen. (Außer die Unachtsamkeit von Vision.) Von daher stellt sich mir die Frage warum man überhaupt kämpfen brauch. Cap ohne zu zögern "Wir kämpfen" und schon rennen sie aufeinander los. Oh man bei BvS wurde kritisiert warum Batman Superman vernichten will obwohl die hätten darüber reden können aber hier ist es auf einmal logisch sich zu bekriegen obwohl es FREUNDE sind? Ja nee is klar. Die wackelige Kamera war zudem sehr störend. Die anderen Charaktere waren also nur für die "Show" am Flughafen. Black Panther ist ausbaufähig und mal was ganz anderes im MCU. Hab den direkt gemocht. Wie geschmeidig der Junge sich bewegen kann. Wirklich erste Sahne. 👍 Spiderman war nett. Nicht mehr nicht weniger. Falcon hat ja doch was drauf mit seinen Gadgets. Guter Mann. Ant-Man fand ich sehr witzig und seine kreative Kampfweise ist sehr geil. Auf den zweiten Teil freue ich mich jetzt schon. Cooler Typ. 👏👍 Die Geschichte um Tony's Eltern war berührend und bewegend. Das wäre eine entsprechende Motivation sein können sich Bucky schnappen/töten zu wollen, womit ich auch leben kann als diese Kontrollenfrage der Avengers. Na ja. Der Score ist so la la. Während ich das hier schreibe, höre ich mir das Album an. Hmm..Henry Jackman hat das vergeigt. Hatte nach dem Kinobesuch keinen Ohrwurm wie sonst. Auch jetzt nicht. Der Mann macht eigentlich sehr heroische Themen. Ein paar Stücke sind jedoch ganz gut gelungen. Diesen Score verzeihe ich dir mal. Fazit: Civil War hat mich leider enttäuscht. Dafür war The Winter Soldier einfach zu geil. Der zweite Cap war richtig gut gemacht mit toller Action, zudem spannend und am Ende ein emotionaler Film. FS vergibt CW 4,5/5 ?? Dass ich nicht lache. Never!! Schön wie parteiisch man mittlerweile DCU-MCU bewertet. CW bekommt von mir ne 3/5 Wenn ihr ne Möglichkeit habt ihn in 2D zu gucken dann los los. 3D macht bei dem null bock. PS: eigentlich müsste ich dem jetzt 0,5/5 geben wie es einige bei BvS übertrieben haben. PPS: nach zwiter Sichtung fällt er weiter ab. Mehr als 2/5 ist echt nicht drin. Dafür ist die erste Stunde einfach zu langweilig. Und die Flughafenszene wirkt beim zweiten Mal sogar lächerlich. Overhyped!

blutgesicht
blutgesicht

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3,0solide
Veröffentlicht am 04.05.16

Leider in meinen Augen der bis jetzt schlechteste Avenger Film. Wie bei vielen neuen Comic-Verfilmungen und Fortsetzungen fragt man sich auch hier, wer dieses gähnend langweilige Drehbuch geschrieben hat. Action und gute Optik machen leider nicht nur einen guten Film aus, sondern die Handlung ist auch sehr wichtig...dabei darf die Macht der Musik auch nicht vergessen werden, wie bei diesem Film. Die absolute Krönung ist aber die Darstellung von Spiderman, was mich echt ein wenig wütend gemacht hat....

TorMarci
TorMarci

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4,0stark
Veröffentlicht am 29.04.16

Nachdem ich die ersten beiden recht gut fand, habe ich mir vom 3 ziemlich viel erhofft. Deswegen bin ich auch direkt zur Premiere am 28.04 rein gegangen. Story: In dem Film wird mit der Frage hantiert, ist es eigentlich richtig was die Superhelden so machen bzw machen dürfen, oder sollten ihnen Grenzen auf ertragen werden, damit nicht immer so viele unschuldige Leute sterben. Diese Frage beschäftigt die beiden Hauptprotagonisten Iron-Man und Captain America. Und ich muss sagen am Anfang fand ich den Film ein bisschen schleppend. Er kam nicht wirklich in Fahrt. Zur Mitte hin wurde es aber definitiv besser und meine Erwartungen wurden erfüllt. Sobald beide Parteien aufeinander treffen ging die Story erst richtig los und machte richtig Spaß. Sie baut sich logisch auf und wird immer besser. Dann kommt eine richtig unerwartete Wendung im Film. Das Ende kommt zwar sehr schnell und man denkt sich okay das ist jetzt das Ende aber das tut der Story nicht weh. Leider muss ich auch hier sagen, dass der Film mit 2,5 h zu lange geht und man hier ein bisschen am Anfang hätte weg schneiden können. Note: 2 Schauspieler: Hier alle zu nennen würde den Rahmen sprengen, daher nenne ich nur die wichtigsten. Vorne weg alle spielen ihre Rolle richtig gut und man kauft ihnen fast alles ab. Iron-Man finde ich wirklich gut und auch Captain America hat sich zu Teil 2 nochmal richtig gesteigert. Mit am besten fand ich Black Panther, der hier das erste mal auftaucht und richtig Spaß macht beim Zuschauen. Beim neuen Spider-Man bin ich ein bisschen zwiegespalten. Auf der einen Seite finde ich ihn wirklich gut als Nachfolger, aber auf der einen Seite (und das kann vllt. auch an den Dialogen liegen) fand ich ihn ein bisschen zu kindisch und ein bisschen zu aufgezwängt. Note: 1- Action/Spannung: Die Action sieht in dem Film richtig gut aus und macht Spaß sich anzuschauen. Und das was der Film am Anfang an Spannung vermissen lässt, wird mit dem laufenden Film immer besser. Denn trotz seiner langen Spielzeit schafft es der Film die (fast) komplette Zeit über spannend zu sein. Dazu kommen noch richtig schöne Kämpfe und Actionszenen die Spaß machen beim anschauen. Note: 2+ Gesamtnote: 2+ Ein richtig guter Film der sich lohnt anzuschauen.

Max H.
Max H.

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 28.04.16

Äh....wie soll ich jetzt anfangen. Da habe ich mich bei "Batman vs. Superman" noch aufgrund einer auffällig einspielgenerierenden Spielzeit von 153 Minuten aufgeregt. Und da legt Marvel mit immerhin 147 Minuten eine ebenso nicht minder wichtige und nicht minder lange Comicadaption in die Lichtspielhäuser nach. 3D fast vergessen. Das wäre alles unumwunden scheiße, klare Sache, hätte "The First Avenger: Civil War" nicht tatsächlich einiges zu erzählen. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- "Civil War" ist großangelgt, tatsächlich wie es Aufmachung und PR suggerieren. Und die Drehbuchautoren McFeely und Markus bleiben, wie sie selber sagen, die "Cap – Guys", ihren Fokus auf Rogers behalten sie bei, während Gefahrenpotentiale und wegweisende Entscheidungen auf ihn einprasseln. Das dritte "Captain America" – Abenteuer kommt als die bondmäßigste Comicadaption daher, formal schon bombastisch mit seinen Ortswechseln, die namentlich ein wenig "Quantum Trost"-like eingespielt werden, ist dieser Schritt thematisch aber sogar logisch. Aprospos Quantum: Auch bei der Experimentierfreude der Actionsequenzen probieren die Regiebrüder Russo Neues aus, indem sie mit erhöhter Frequenz, aber trotzdem sauberen Schnitt arbeiten. Das verstärkt gerade die spionageartige Eröffnungsequenz in Lagos in ihrem Adrenalingehalt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Und letztlich macht das auch immer noch Spaß wie am ersten Tag. Die Russos wissen seit "Winter Soldier" die physische Präsenz und (Schild)Fähigkeiten des Caps in Szene zu setzen. Und ziehen dabei ebenso, dank überwältigendem Cast, immer wieder einen neuen Avenger aus dem Hut. So macht auch wiedereinmal Cap's Sidekick Falcon mit wirkungsvollen Gimmicks und artistischen Flugeinlagen eine Menge richtig, zumal ihm die zwar klischeehafte "Schwarzer Kumpel mit Witz" Rolle trotz Kalkül erstklassig sitzt. Auch das Zusammenspiel mit der zentrierteren Wanda Maximoff (Elizabeth Olsen) funktioniert, die mehr Raum zur Entfaltung bekommt und im Angesicht ihrer Kräfte zu straucheln scheint. Zudem gibt sie Metawesen Vision einen dringend benötigten Bezugspunkt, dessen Beziehung zu Romanov von Beschützerinstinkt bis irritierender Romantik pendelt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Es ist einfach guter Vorarbeit geschuldet, dass Marvel in jeder Szene noch einen Trumpf herausholen kann, der direkt funktioniert. Stichwort Robert Downey Jr.'s Tony Stark, der hier als Ironman deutlich kürzer tritt, da er als sarkastischer Millardär meistens sogar noch besser funktioniert. Diesmal steigt und fällt das Projekt und der zentrale Konflikt von "Civil War" mit seinem Auftreten als in sich gekehrter, fast reuevoller Mann. Auch hier nutzen die Autoren McFeely und Markus zwar die Vorarbeit ihrer Kollegen aus anderen Filme als Querverweise, streuen aber mit den wohl intimsten Momenten aus Stark's Seelenleben eine große Portion Emotionalität mit ins Geschehen. Und "zwingen" Downey Jr. zu seiner wohl besten schauspielerischen Leistung im MCU. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Hier entsteht im Laufe des Films eine deutliche Reibungsfläche mit dem oft so glatt wirkenden Steve Rogers und seinen Werten von Selbstjustiz, Mut und Tapferkeit aber auch Freundschaft und Loyalität, die im geregelten System des 21 Jhr. tatsächlich überholt wirken. "Manchmal würde ich dir gerne deine perfekten Zähne einschlagen", erklärt Stark bereits im Trailer und teasert damit quasi an, dass sie an einen Konflikt geraten sind, den sie nicht so einfach beiseite legen können. Die staatliche Kontrolle durch ein Gremium der UN, unterzeichnet von 127 Staaten, soll die Avengers regulieren und es ist tatsächlich ein Gedanke mehrdimensionaler Gründe, Weltansichten sowie Erfahrungen bei sowohl Rogers (militärische Vergangenheit) als auch Stark (fehlerbehaftete wissenschaftliche Vergangenheit), die hier zwei Freunde zu Feinden werden lässt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Es ist damit auch einfach zweckmäßig und interessant, dass Bucky "Winter Soldier" Barnes nicht der Auslöser sondern der Tropfen ist, der das Glas zum Überlaufen bringt. Er zwingt Rogers endgültig Partei zu ergreifen und genau an dieser persönlichen Schiene zwischen Freundschaft und Irrationalität wird "Civil War" für den Zuschauer nochmal besonders greifbar. Und es ruft einen neuen Helden auf den Plan. Chadwick Boseman alias T'Challa alias Black Panther. Sein dramtischer Figureneinstieg ist wohl überlegt als indirektes Mitgleid des Avengers – Regulierungskomitee, seine Absichten unterscheiden sich jedoch und das verleiht ihm in einem Film, der ihm eigentlich nicht gehört, unerwartet Eigenständigkeit. Ihm obliegt es auch in einer entscheidenen Situation am Ende Größe zu zeigen. In einem Comic – Blockbuster ist das schon ein kleiner Gänsehaut – Moment, wenn er sich aus Stolz und Einsicht verbietet, von seiner Rache aufgefressen zu werden. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Der heimliche Star des Films, abgesehen vom überwältigenden Flughafen-Showdown ist allerdings eine andere. Scarlett Johanssons Romanov. Von der man sich immer glücklich schätzen kann, wenn man auf sie als Schauspielerin und Action-Actrice zurückgreifen kann, in "Civil War" aber mehr denn je als moralisches Pendel fungiert, an dessen Überlegungen und Handlungsweisen sich auch die des Zuschauers knüpfen. Das ist bedeutende Hintergrundarbeit im Angesicht seiner beiden Hauptaufhänger Rogers und Stark, aber sie ist auf der "guten" Seite ebenso immanent wichtig wie sie "uns Daniel" auf der "bösen" Seite betreibt. Brühl ist in "Civil War" tatsächlich weit weg von einem überdrehten Bösewicht, sondern arbeitet als Schatten mit überraschenden Motiven. Genau richtig portioniert in seinem Auftreten, seinem Wesen, seinem Wirken und auch wenn er den Comicfans wohl kaum in Erinnerung bleiben wird, ist das surrealerweise sowas wie ein Kompliment für seine Darstellung. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Kommen wir zu den Actionsequenzen, die einfach nicht herausfallen können. Die Russos behalten ihr Gespür für die richtigen Action-Setpieces, zumal es diesmal ganz im Sinne eines global wirkenden "Unternehmens" rund um die Welt geht. Undurchsichiges Eingreifen in Wakanda mit Tempo- und Frequenzwechsel. Unscheinbar wirkende Orte, fast "Bourne"mäßig, wie Treppengeländer und öffentliche Straßen. Die Russos behalten ein wenig ihren 70/80er "Heat" – Flair, bauen ihn diesmal aber dank dem katzenartigen/soundunterstützten Black Panther sogar hier und da noch aus. Und schließlich DER Aufenöffner überhaupt, ein gesammelter Kampf von Helden auf dem Leipziger Flughafen, der zwar figurenmotivisch dann nicht mehr ganz so sauber aufgelöst ist wie zuvor, aber verdammt nochmal, es ist nichts was den Gedanken und die Zielstrebigkeit des Film zerstört und es macht einfach verdammt viel Spaß beim Zusehen, denn es ist die das herbeigesehnte Comic relief at it's best. (Hier mal ganz ohne vorweg genommene Spoiler aufgrund des Unterhaltungsfaktors). Mit seinem eher intimen Showdown macht das Sammelsurium an staunenden Aufnahmen, kreativen Einfällen und Fähigkeiten sowie einiges an Referenzlastigkeit vergangener Jahre, "Civil War" zu einem Ulitmo im Bereich des Actionkinos. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Das glückt auch konsensmäßig sehr gut wegen der Anbindung an das MCU, an das sich der Zuschauer einfach mehr und mehr gewöhnt und mit dem witzig/kindisch auftretenden Sympathiebolzen "Spiderman" ohnehin des deutschen liebstes Comickind aus der Versenkung holt. Im MCU ist Comic längst Kino geworden, das sich selbst zitieren kann. Wenn Falcon sagt, er kenne da einen oder die neue Tante May erklärt, uns (Tanten) gebe es in allen möglichen Formen, dann ist das beste und bereits selbstverständlich gewordene Zuschauer – Inklusion. Und da ist dann doch mein unvermeidbarer DC – Seitenhieb. Der Unterschied bleibt langfristig erhalten, wenn man seinen Zuschauern keinen Aufbau serviert und ihnen stattdessen ein Omega in den Wüstensand sprayt. Marvel kann jetzt durch seine Expositionen aus dem vollen Universen-Topf schöpfen und die Gunst der Zuschauer ernten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Fazit: In 147 Minuten packen die Russos einen wirkungsvollen Thriller, den es gilt auf verschiedenen Ebenen zu durchleuchten und indem sich liebgewonnene Figuren in Actionsequenzen der Extraklasse die Fresse polieren. Und jetzt wird wahrscheinlich noch erwartet, dass ich irgendein Prädikat oder Superlativ aus meinem Sprachrepertoire hole. Aber mir fällt gerade wirklich nichts ein, was klug klingen würde, außer vielleicht ganz, ganz stark. Wertung: 8,5/10

ToKn
ToKn

User folgen 3 Follower Lies die 398 Kritiken

2,0lau
Veröffentlicht am 11.09.16

Kann dem "Marvel Cinemativ Universe" erneut nichts abgewinnen. In mittlerweile 13 Filmen haben die Macher schon über 10 Milliarden $ eingenommen! Über 10 Milliarden $ hat die Weltbevölkerung dafür ausgegeben, um sich an solch sinnfreien Ballerorgien zu ergötzen. Finde ich schon ziemlich bemerkenswert (im negativen Sinn natürlich). Habe hier Kritiken gelesen, in denen was von "tiefgründigen Inhalt" steht. Manch einer moniert "zu viele Dialoge". Wer sich jetzt fragt, warum ich mir das dann anschaue..., ja..., dass ist eine durchaus berechtigte Frage. Zwischendurch phasenweise langweilig. Schauspielerisch ist das ein reines Abkassieren und "im Gespräch" bleiben. Meisterleistungen in Bezug auf schauspielerisches Handwerk sind nicht von Nöten, demzufolge verschenkt. Technisch und handwerklich ist der Film allerdings eine Wucht, dass will ich gerne zugeben, dafür die zwei Sterne.

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