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Molly Monster - Der Kinofilm
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
3,0
solide
Molly Monster - Der Kinofilm
Von Thomas Vorwerk
Wer regelmäßig „Sandmännchen“ oder KiKa schaut, kennt auch „Die kleine Monsterin“ Molly. Und auch wenn sein Stammpublikum stetig wechselt (die begeisterten Fans von heute sagen morgen womöglich schon: „Das ist doch was für Bäääbies!“), hat Ted Sieger, der Schweizer Schöpfer der farbenfrohen Animationsfilme für die ganz Kleinen, mit zwei Ko-Regisseuren, dem Schweden Michael Ekbladh und dem aus Bielefeld stammenden Matthias Bruhn, nach 52 Kurzfilmen und einem halbstündigen Weihnachtsspecial nun „Molly Monster - Der Kinofilm“ gestemmt, der vor seinem regulären Kinostart seine Weltpremiere auf der Berlinale 2016 erlebte: Das kleine Monster-Mädchen Molly (Stimme: Sophie Rois) und ihr noch kleinerer Begleiter Edison (Gerrit Schmidt-Foß), eine Aufziehpuppe mit Eigenleben, sollen eigentlich unter der Obhut zweier Monsteronkel zu Hause warten, bis Mama und Papa Monster (Judy Winter und K. Dieter Klebsch) mit einem neuen Geschwisterchen von der mysteriösen Eierinsel zurückkehren, doch es kommt zum kleinen Drama und dann zum großen Abenteuer, weil die extra selbst „gestrackelte“ Pudelmütze vergessen wird, die Molly den Eltern unbedingt hinterherbringen will.

Auf der langen episodenhaften Reise lernen das Mädchen und die Puppe einiges über Freundschaft und Verantwortung. Der einfach und klar animierte Film besticht durch freundliche Farben, die nach einer bewährten kindgerechten Dramaturgie eingesetzt werden. Überhaupt ist auch das Kinoabenteuer von Molly ganz auf die Erlebniswelt der kleinen Zuschauer zugeschnitten. Die dürfen sich entsprechend über emotionale Momente, die sie aus ihrem Leben wiedererkennen ebenso freuen wie über diverse eingängige Lieder, ein turbulentes Croquet-Spiel oder kleine Pupswitze (Mollys Vater Popocatepetl hat sogar den Spitznamen „Popo“, hihi!). Die erwachsenen Begleitpersonen dürfen sich unterdessen an witzigen Details erfreuen, wie etwa den  Aufziehschlüsseln, die nicht nur Edisons Rücken schmücken, sondern auch auf Handys und sogar einer Zahnbürste zu finden sind. Und warum trägt der Käpt'n eigentlich gleich zwei Tätowierungen mit dem Namen von Mollys Mutter Etna?

Fazit: Liebevolles Kino für die Kleinsten (offizielle Berlinale-Empfehlung: ab 5 Jahren), ohne Gewalt oder Grusel, dafür mit einer fantasievollen (Monster-)Welt, die gar nicht so weit entfernt ist vom ganz normalen Vorschulalltag.

Dieser Film läuft im Programm der Berlinale 2016. Eine Übersicht über alle FILMSTARTS-Kritiken von den 66. Internationalen Filmfestspielen in Berlin gibt es HIER.
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