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    Deathgasm
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    3,5
    gut
    Deathgasm
    Von Thomas Vorwerk
    Gerne werden Gerüchte verbreitet, dass man beim Rückwärts-Abspielen der Vinyl-Schallplatten bestimmter „satanischer“ Heavy-Metal-Bands Beschwörungsformeln für gefährliche Dämonen hören kann. Diese Prämisse greift der neuseeländische Debütregisseur Jason Lei Howden in „Deathgasm“ auf, einer Mischung aus Highschool-Komödie und derbem Fun-Splatter, die zu einem der Favoriten des hartgesottenen Publikums beim Fantasy Filmfest 2015 wurde. Die „Teufelsmusik“ wird hier von Metalhead Brodie (Milo Cawthorne), seinen Schulkameraden Giles (Daniel Cresswell) und Dion (Sam Berkley) sowie dem etwas älteren Zakk (James Blake) angestimmt, die sich zu einer Band namens DEATHGASM („Nur große Lettern, Kleinbuchstaben sind was für Weicheier!“) zusammentun: Kurz nachdem ihnen ein heruntergekommener Rockstar einen Stapel Noten in die Hand gedrückt hat, wird diesem die Kehle durchgeschnitten. Trotzdem entschließen sich Brodie und Co. das unheilverheißende Stück zu spielen…


    Die teuflischen Klänge verwandeln prompt die Nachbarn in mordlüsterne Besessene, die die Ankunft der dunklen Macht vorbereiten. Der Weltuntergang muss verhindert werden und dabei kommt es zu einer Menge, oft urkomischer Brutalitäten mit heftigen Old-School-Spezialeffekten. Gerade bummelte Brodie noch romantisch und eisessend mit seiner Seelenverwandten Medina (Kimberley Crossman), bei der Metalmusik ähnliche Machtfantasien auslöst wie bei ihm selbst, durch den Park, nun killt er (in Notwehr) die eigene Tante mit deren „Massagestab“. Und in einer anderen Szene beschwert sich dann natürlich jemand über den durch Blutflecken versauten Teppich. Der geschmacklose und blutige Humor kommt nicht zu kurz und die Gewaltschraube wird im Verlauf des Films immer weiter angezogen. Im durchgedrehten Showdown kommen schließlich auch die typischen „Horrorwerkzeuge“ Kettensäge und Axt (sowie ein Schleifgerät!) zu Ehren: Das Blut spritzt nur so aus diversen, teilweise brandneuen Körperöffnungen. Dass Bandmitglied Giles ein T-Shirt von Peter Jacksons Frühwerk „Bad Taste“ trägt, ist hier programmatisch.

    Fazit: Die witzig-brachiale Metal-Splatter-Orgie „Deathgasm“ ist ebenso lautstark wie einfallsreich.

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