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Berlin Syndrom
Durchschnitts-Wertung
3,1
32 Wertungen - 2 Kritiken
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2 User-Kritiken

amlug
amlug

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2,0
Also eine Bewerbung für einen schönen Urlaub oder ein tolles Reiseziel gibt Berlin in Berlin Syndrom wahrlich nicht ab. Sei es unser psychisch kranker Hauptcharakter, die potthässlichen Schrebergärten oder die verlassenen, heruntergekommenen, leeren Häuser. Der ganze Film ist nicht gerade sonderlich einladend und gleich vorweg will ich definitiv die Warnung rausgeben, diesen Film wohl besser nicht für ein Date zu wählen! Grundsätzlich klingt das obige zwar wohl sehr reizvoll für Freunde des dreckigen, kleinen Psycho-Thrillers aber leider, leider kann ich Cate Shortlands Film nicht gerade empfehlen, denn Berlin Syndrom plagen leider so einige Probleme, die einem ordentlichen kleinen Thriller gewaltig im Wege stehen. Vorrangig fehlt vor allem das Wichtigste: Spannung. Gut, ich will nicht leugnen, immer mal wieder blitzen wirklich tolle Momente auf, wie beispielsweise das Finale oder eine gewisse Schraubenzieher-Aktion aber ansonsten bleibt der Film relativ ereignisarm und unspektakulär. Damit will ich nicht sagen, dass der Film zum einschlafen öde war aber die interessante Thematik wurde schlussendlich viel zu flach ausgearbeitet und wenn ein knapp zwei-Stunden-Film mir wie knallharte drei Stunden vorkommt, dann hat der Film definitiv irgendetwas falsch gemacht. Das vorrangig große Problem, warum der Film wohl nie so wirklich in Fahrt kommt sind die komplizierten Charaktere. Ja, ich fand es toll, dass beide ein wenig vom üblichen Klischee abwichen und auch Clare (Teresa Palmer) in der Opferrolle teilweise seltsam drauf war aber schlussendlich blieb mir das alles viel zu dünn, was auch daran lag, dass sich der Film keinen Hauptcharakter herauszieht. Shortland versucht beide Charaktere gleichermaßen zu beleuchten, schafft es dann allerdings bei keinem richtig. Man fiebert also weder mit Clare ununterbrochen mit, noch versteht man wirklich, was mit Andi (Max Riemelt) letztendlich nicht stimmt oder wieso er das macht. Man kann die Charaktere einfach nicht gut genug nachvollziehen und vor allem zu Beginn des Films sind beide wirklich, wirklich seltsam drauf. Was mich auch dazu bringt, wie die ganze Geschichte eigentlich ins Rollen gebracht wird und auch hier kann ich leider nicht viele gute Haare an Berlin Syndrom lassen, denn das war ja alles mal sehr, sehr zusammenkonstruiert. Wohl auch weil Clare sehr naiv handelt und anscheinend leicht zu haben ist und die seltsamsten Dinge nicht genauer hinterfragt. Das Ende war dabei auch eher mau, wenn auch zumindest mal spannend und dafür, dass in den vorangegangenen eineinhalb Stunden so wenig passierte, endeet der Film auch sehr, sehr abrupt und abgehackt. Was mir außerdem sauer aufstieß war, dass das mal wieder ein Film war, der bereits eine halbe Stunde vor dem Ende sein Finale hätte haben können, aber es geht dann weiter und weiter und weiter, ohne dass wirklich etwas nennenswertes passiert. Schade, dass der Film es wirklich vollkommen verpasste der spannenden Grundsituation auch wirklich Spannung zu verleihen und wenn ein Thriller daran versagt, versagt er schon ziemlich heftig, das muss man einfach so sagen. Denn Thriller sollten vor allem spannend, mitreißend und packend sein und das kann ich über Berlin Syndrom jetzt nicht zwingend behaupten. Die Hauptdarsteller waren allerdings wirklich hervorragend. Nicht nur harmonieren beide wunderbar miteinander, nein, Teresa Palmer, sowie auch Max Riemelt liefern auch wirklich hervorragende Einzelleistungen ab. Fazit: Ernüchternde Vorstellung! Was mit vielen guten Grundideen los geht, mündet in einem viel zu ereignisarmen, unspektakulären Thriller ohne Reiz!
Das Kulturblog
Das Kulturblog

User folgen 4 Follower Lies die 102 Kritiken

3,5
Der australischen Regisseurin Cate Shortland gelang mit „Berlin Syndrome“ ein gut gemachter Psychothriller, der eine Balance zwischen Suspense und Action bei den Ausbruchsversuchen und den leisen Passagen, in denen sie sich lethargisch in ihr Schicksal fügt, versucht. „Berlin Syndrome“ ist deshalb kein reiner Thriller, sondern vor allem in der zweiten Hälfte auch eine essayistische Studie zum „Stockholm-Syndrom“, auf das schon der Titel des Films und der Romanvorlage deutlich anspielen. Der Film lebt vor allem von der darstellerischen Leistung von Max Riemelt als psychopathischem Lehrer, der das Umkippen zärtlicher Momente in Sadismus und Wahn überzeugend darstellt.
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