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Cold War - Der Breitengrad der Liebe
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2 User-Kritiken

Kinobengel
Kinobengel

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4,5
Veröffentlicht am 29.11.18
Pawel Pawlikowski hat mit „Ida“ Aufmerksamkeit erregt. Sein aktueller Film „Cold War - Der Breitengrad der Liebe“ spielt ab 1949 bis Mitte der 1960er. Wiktor (Tomasz Kot) und Irena (Agata Kulesza) bauen ein Ensemble auf, um mit Volksmusik polnische Kultur zu verbreiten. Unter den Talenten befindet sich die selbstbewusste Zula (Joanna Kulig). Sie und Wiktor werden ein Liebespaar. Politische Umstände und eigene Überzeugungen treiben die beiden mehrmals auseinander, die Liebe bringt sie an verschiedenen Orten Europas wieder zusammen. On - Off, es ist kaum auszuhalten. Pawlikowski lässt vor allem die Gewalt des kommunistischen Machtbereichs wirken. Er spielt Vaterlandsliebe, Angst, westliche Freiheit sowie Zwischenmenschliches gegeneinander aus und bringt mit den doch sehr unterschiedlichen Charakteren eine faszinierende Balance in seine Geschichte. Zula ist sich ihrer Sache stets sicher, doch sie wechselt die Richtung mehrmals mit ihrer Entfaltung. Schwer verträglich für Wiktor, der seiner Selbstbestimmung strenger nachgeht. Und als Film so stimmig komponiert. Pawlikowski pflegt seinen Erzählrhythmus bis zum Ende der 88 Minuten Spielzeit. Die Abschnitte enden abrupt, wenn die Protagonisten getrennte Wege gehen. Fortsetzungen setzen jeweils nach mehrjähriger Pause mit Wiedersehen und heftigem Aufflammen der nie wirklich beendeten Liebe ein. Die Ereignisse in den Lücken sind für Zula - ihrem flippigen Gemüt entsprechend - wendungsreicher, werden jedoch nur beiläufig genannt. Das dürfte nicht jedem Kinogänger schmecken, ist aber konsequent und zieht den Spot auf diese ganz spezielle Liebesbeziehung. Welche eine Atmosphäre! Die fast ausnahmslos beeindruckenden schwarzweißen Aufnahmen von Kameramann Lukasz Zal („Ida“, „Loving Vincent“) werden im 4:3-Format auf die Leinwand gebannt. Ein bisschen Humor ist im Spiel und ganz viel Musik seiner Zeit, mal osteuropäisch, mal westlich modern, Volksmusik, Jazz, Chanson, Rock ´n Roll und Tanz. „Cold War - Der Breitengrad der Liebe“ ist sicherlich einer der schönsten Liebesfilme des Jahres.
beco
beco

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4,0
Veröffentlicht am 28.11.18
Ein schöner, trauriger Film, der eine polnische Liebesgeschichte authentisch, aber immer ohne Rührseligkeit erzählt. Eine besonders schöne Charakterisierung gelingt dem Film, als Zula von Wiktor gefragt wird, was es mit ihrem Gefängnisaufenthalt auf sich hat. Sie antwortet: „Mein Vater hat mich mit meiner Mutter verwechselt. Also habe ich ihn mit einem Messer über den Irrtum aufgeklärt.“ sehenswert
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