Star Trek - Nemesis
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    Filmoguck
    Filmoguck

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      0.5 - Null

    Die Star-Trek-Filmreihe stürzte mit diesem zehnten Teil in ein Qualitätsloch. Die eher unprofessionelle Gesamtumsetzung wurde durch einen Möchtegern-Bösewicht, der hauptsächlich mit theatralischem Geschwafel nervt, und unpassende Gewaltszenen gekrönt. Der Neustart der Reihe im darauf folgenden Teil war nötig.

    Hinzugefügt am 18.05.2011 um 14:12 Uhr
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    Trip-
    Trip-

    2 Follower | Seine 63 Kritiken ansehen |

      2.5 - Na ja

    Star Trek - Nemesis wurde allenthalben als „letzte Reise einer Generation“ beworben. Doch war es nie klar, ob dies wirklich das finale Kapiterl der TNG-Crew im Kinosein würde. Eigentlich dachte man von Seiten Paramounts ohnehin von jeher nur von Film zu Film und wartete die jeweiligen Einspielergebnisse ab. Als diese 2003 aber alles andere als üppig ausfiehlen, war es um Picard und seine Mannen geschehen. Doch, ist Nemesis wirklich so schlecht, dass er die Entscheidung der Kinogänger rechtfertigt? Zunächst einmal: Star Trek - Nemesis ist ein durchaus unterhaltsamer und amüsanter Film. Dies ist allerdings auch eine Feststellung, die, in mal stärkerem, mal schwächerem Maße, auch auf all seine Vorgängern zutreffend ist. Das Problem bei Nemesis stellt sich mehr als ein generelles solches der Film-Reihe dar. Denn zu oft ging es in diesen um den simplen Gegensatz zwischen Gut und Böse. Allzu selten gab es eine Abwechslung vom Thema eines mächtigen Widersachers, der es auf die Enterprise, deren Crew oder die Erde abgesehen hatte. Das ist es aber nicht, worum es bei Star Trek geht. Star Trek erkundet die Natur des Menschen indem es die Figuren mit meist moralischen Problemen konfrontiert. Im Ganzen macht es den Eindruck, als würde Nemesis mehr an den Massengeschmack zu appellieren als je ein Trek-Film zuvor. Zunächst fällt auf, dass, zum ersten Mal in der Reihe, ein Vorspann fehlt und man eigentlich sofort in den Film katapultiert wird. Ein erstes Anzeichen für ein angezogenes, in manchen Szenen geradezu hektisch wirkendes Erzähltempo. Dies stellt wohl auch eine Konzession die neue Ausrichtung dar. Setzt der Film auch mehr auf das oben genannte Schema und allerhand Weltraum-Action, so möchte ich ihm dennoch nicht absprechen den Geiste von Star Trek zu atmen. Die Figur des Haupt-Antagonisten Shinzon an sich, ist eine sehr interessante und seine Geschichte macht ihn durchaus sympathisch. Die Nebensache ignorierend, dass es doch ein bisschen Fantasie bedarf in Tom Hardy den jungen Picard zu sehen, hätte sich dieser Charakter sehr interessant entwickeln können. Die Frage, inwieweit die Gene unser Leben bestimmen, hätte sehr lohnenswert erforscht werden können. Hatte Shinzon Recht, als er sagte, dass sich Picard ebenso wie er entwickelt hätte, wäre dieser an seiner Stelle gewesen? Wodurch definiert sich ein Charakter? Sind es unsere Erfahrungen, unsere Einflüsse? Oder sined es in der Tat unsere Erbanlagen, die uns zu denen machen, die wir sind? Dies alles wäre Stoff für eine lohnende Trek-Geschichte gewesen. Allerdings entschieden sich die Verantwortlichen dann doch lieber dafür, Shinzon aus irgendeinem Grund alles Leben auf der Erde vernichten lassen zu wollen. So wenig Verständnis ich auch für diese Entscheidung aufbringe, zumindest wird sie konsequent durchgeführt. Der Bösewicht verfügt über ein waffenstarrendes Schiff (wohl das einzige im Quadranten, das über vorderseitige Antriebsaggregate verfügt), ein merkwürdiges Leder-Outfit und zu allem Überfluss schwingt er auch noch pathetisch-martialische Reden über „seine“ Rasse, die zum „Erbobern geschaffen“ ist. Wem jetzt noch nicht klar ist, dass dieser Bursche kein Netter ist, der muss sich irgendwie zum ersten Mal in einen Film verirrt haben. Alles in allem ist Shinzon ein moderner Khan. Kein Abklatsch zwar, aber er ist leider auch nicht ausgewogen angelegt, um dauerhaftes Interesse zu rechtfertigen. Seine Motive sind wenig nachvollziehbar, aber immerhin wird er von Tom Hardy handwerklich einwandfrei verkörpert. Doch nicht nur Picard wird mit einer Nemesis versehen, auch für Data wartet der Film mit einem Blick in den Spiegel auf. Er findet in dem Androiden B-4 einen (weiteren) lange verschollenen Bruder wieder. Dies sorgt für einige Lacher und ist nicht ganz unwichtig für die Story. Wieso man allerdings eines weiteren Vorgängers Datas bedurfte, erscheint wenig logisch. Man hätte auch gleich Lore reaktivieren können, der schon in ersten Staffel von TNG auftauchte. Der Unterschied ist nur, dass Lore von sich aus nicht Datas Ideale teilte, während B-4 eigentlich nur Mittel zum Zweck ist. Doch auch wenn dieser Androide im Vergleich zu seinem „Bruder“ wie ein Authist wirkt, vermag Brent Spiner ihm dennoch Würde zu verleihen, B-4 ist eine der gelungensten Figuren des Films, die Schlussszene mit ihm stimmt versöhnlich in Bezug auf Datas Ableben. Der Rest der Crew kommt im zehnten Star-Trek-Kinofilm leider nicht zu ihrem Recht. Im Grunde sind sie zu Nebenfiguren verdammt. Eine Ausnahme bildet Deanna Troi, deren Fähigkeiten in der entscheidenden Schlacht von Vorteil sind, was zu den leider spärlich gesähten originellen Ideen des Werkes zählt. Dahingegen hätte man sich Rikers Kampf mit den Remanern im Grunde ganz sparen können, wird Worfs hasserfülltes Verhältnis zu den Romulanern, doch auch gleich gar nicht thematisiert. Nemesis sollte einer der ältesten und bedeutendsten Rassen des Star-Trek-Universums endlich zu ihrem lange überfälligen Kinodebüt verhelfen. Doch leider enttäuscht die Rolle der Romulaner auf ganzer Linie. Shinzon ergreift die Macht im Handumdrehen und das mächtige Imperium wirkt eher wie eine galaktische Bananen-Republik. Es ist traurig mit anzusehen, denn nichts von alledem, was in den diversen Serien über diese Rasse angelegt wurde, zahlt sich hier aus. Dies hängt natürlich damit zusammen, dass die Remaner eine wesentlich größere Rolle spielen als ihre Unterdrücker im Nachbarplaneten. An dieser Stelle wird das Doppelgänger-Motiv leider nicht mit Konsequenz verfolgt und der Konflikt zwischen Romulanern und Remanern bleibt mehr als oberflächlich. Hier ist auch ein Vorwurf angebracht, der bei Star Trek sehr selten zu hören sein dürfte, denn mit dem Design der Remaner ist man leider deutlich übers Ziel hinausgeschossen. Diese Nachtgestalten nehmen sich eher aus wie Graf Orlok aus dem Stummfilmklassiker Nosferatu denn als ernstzunehmende Gegner. In der Tat wirken sie eher schmächtig, ob ihrer großen Köpfe und der vergleichsweise schmalen Schultern. Auch ein starkes Make-Up gewohnter Ron Pearlman kann aus seiner arg eindimensionalen Figur des Vizekönigs nicht viel herausholen. So bleiben diese Bösewichter ironischerweise mehr als blass und alles in allem ziemlich bedeutungslos. Wie bereits erwähnt, spielt die Action in diesem Film eine nicht unerhebliche Rolle. So ist die entscheidende Raumschlacht zwischen der Enterprise un dem Remaner-Flaggschiff Scimitar auch weitgehend spannend und schön anzusehen. Auch hat es ein Gefecht in dieser epischen Länge bei Star Trek zuvor noch nicht gegeben. Leider fällt aber das Design der Scimitar und vorallem ihrer Brücke wieder als etwas übertrieben und ziemlich unpraktisch auf oder warum ist es möglich die Gänge des Schiffes mit einem Raumjäger zu durchqueren? Ebenso muss man sich doch fragen, was die Verantwortlichen bei der Beachbuggy-Verfolgungsjagd geritten hat. Denn diese ist mit einem Wort: sinnlos. Sinnlos und unnütz. Leider strotzt Nemesis nur so von Logikfehlern und Plotholes. Vieles erscheint wenig nachvollziehbar. Zwar ist es ein netter Twist, dass die Selbstzerstörung ausfällt, allerdings hätte jedes beherzte Crewmitglied der Enterprise den Warpkern auch selbst zum Überladen bringen können. Diese Reihe ließe sich beliebig fortführen. Wohin stürzt der Vizekönig im Kampf mit Riker und woher hat die Enterprise auf einmal die zusätzlichen Decks 25 und 26? Der oft gehörte Vorwurf, dass Nemesis an einer unausgegorenen und wenig durchdachten Story krankt, ließe sich so im Grunde auf fast alle Filme dieses Genres seit geraumer Zeit übertragen. Der Fehler war wohl eher der Versuch Star Trek an gewisse andere Action-Reihen anzunähern. Dass sich Action-Cutter Stuart Baird als vollkommen Trek-Unkundiger als Regisseur versündigen durfte, wiegt wohl am schwersten, denn ihm ist es zu verdanken, dass der Film über weite Strecken uninspiriert und austauschbar daherkommt. FAZIT: Star Trek - Nemesis ist kein Meilenstein in der Geschichte des Sci-Fi-Kinos, noch nimmt er eine besonders hohe Position innerhalb seiner eigenen Reihe ein, aber er ist immerhin eine unterhaltsame, actionreiche Weltraumoper, die sich leider einmal zu oft für den falschen Weg entschieden hat.

    Hinzugefügt am 13.04.2009 um 08:17 Uhr
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    19chris87a
    19chris87a

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      2.5 - Na ja

    Ok, bin subjektiver Fan. Aber Nemesis wird zu häufig verrissen, als wäre es ein schlechter Film. Gut ist er aber auch nicht. Nun, die Geschichte ist gut, dramaturgisch anständig erzählt, aber auch fehlerhaft/lückenhaft. Der Ansatz, die Hauptfiguren mit einer wahren Nemesis, dem dunklen Spiegel ihrerselbst, zu konfrontieren und zu fragen, wie weit unsere Gene und unsere Erfahrungen uns wirklich bestimmen, ist ebenfalls anspruchsvoll und trektypisch, wird aber leider kaum konsequent umgesetzt und kratzt nur an der Oberfläche. Hauptmerkmal ist dann die Action, die zur Besten der Reihe gehört, wie die geniale Schlacht, aber in der Science-Fiction dann doch nur durchschnittlich ist. Star Trek war eben nie ein Actionfranchise und konnte bei diesem Versuch auch nicht punkten. Meiner Meinung nach liegt das Hauptproblem beim Versuch, mit einem trekunkündigen Regisseur, der Action versucht, einen Trekfilm zu gestalten. Optisch mag dies in originellen Bildern noch gelingen, inhaltlich nicht mehr. Die Geschichte läuft an den Figuren schlicht vorbei, Picard muss mehr den Rambo spielen als denjenigen, den sein Charakter eigentlich darstellt. Schade auch, dass beim letzten Film einer Generation die meisten Crewmitglieder nur Nebenfiguren sind, der Deanna/Riker Plot wirkt aufgezwungen und unpassend, zudem dient er zu überhaupt nix, als dass Beide was zu tun haben. Was hat da ne Telepathenvergewaltigung zu suchen? Einzig nett ist Datas Auftritt, denn in Nemesis erreicht er wirklich den letzten Schritt zu seinem traum, menschlich zu sein: Sterblichkeit. Für Nicht-Trekkis nix Besonderes, für Trekkies zwar einerseits ein Muss, denn Nemesis schließt mit allen Figuren des Schiffes ab, aber andererseits auch ein Ärgernis, denn es wäre weit mehr herauszuholen gewesen. Auch werf ich dem Regisseur einfach mal vor, er habe sich nicht genügend mit der Generationscrew auseinandergesetzt, denn es fehlt das Star Trek in diesem Star Trek. Verfolgungsjagden auf nem Wüstenplaneten? Sinn? B-4 obwohl es Lore noch gegeben hätte? Endlich ein Romulanerplot, aber dann doch lieber die Remaner neueinführen? Der Film ist durchschnittliche Masse, dem Fan als Abschluss der Generationscrew mit einem netten Raumkampf aber noch zu genehmigen. Kleiner Tipp: Extended Version auf DvD, denn es gibt noch 2-3 rausgeschnittene Szenen, die besser die ein oder andere Actionszene im Kino hätte ersetzen sollen.

    Hinzugefügt am 31.03.2009 um 03:59 Uhr
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