The Hours
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    Lorin Messerli
    Lorin Messerli

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      5 - Spitzenklasse

    Ein perfekt gemachter Frauenfilm mit exzellenten Darstellerinnen und Zeitebenen. Nicole Kidman und Julianne Moore geben unter der klugen Regie von Stephen Daldry die Rollen ihres Lebens. Nicht zu schmälern ist auch die herzzerreissende Rolle von Ed Harris als Aidskranker. Die Filmmusik schafft es allein nur schon mit dem Titelthema den ganzen Film einem Stück zusammenzufassen. Philip Glass wählte dazu das perfekte Instrument Klavier, mit dessen Klängen sich die ganze Traurigkeit vertonen lässt. Einer der besten Filmsoundtracks aller Zeiten. Ein Film, der durch sein ernstes Thema ewig im Gedächtnis bleiben wird und von der Oscar Jury leider viel zu wenig gewürdigt wurde.

    Hinzugefügt am 06.06.2010 um 15:26 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Ein perfekt gemachter Frauenfilm mit exzellenten Darstellerinnen und Zeitebenen. Nicole Kidman und Julianne Moore geben unter der klugen Regie von Stephen Daldry die Rollen ihres Lebens. Nicht zu schmälern ist auch die herzzerreissende Rolle von Ed Harris als Aidskranker. Die Filmmusik schafft es allein nur schon mit dem Titelthema den ganzen Film einem Stück zusammenzufassen. Philip Glass wählte dazu das perfekte Instrument Klavier, mit dessen Klängen sich die ganze Traurigkeit vertonen lässt. Einer der besten Filmsoundtracks aller Zeiten. Ein Film, der durch sein ernstes Thema ewig im Gedächtnis bleiben wird und von der Oscar Jury leider viel zu wenig gewürdigt wurde.

    Hinzugefügt am 19.12.2009 um 18:25 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Ich konnte es damals kaum abwarten, bis dieses Werk endlich in unsere Kinos kam. Es versprach im vornherein irgendwie alles, was den eingefleischten Filmliebhaber das Herz höher schlagen ließ (der die Fähigkeit besitzt auch über den Tellerrand zu schauen und nicht nur Mainstream konsumiert). Eine intelligente Geschichte, basierend auf dem ausgezeichneten Roman DIE STUNDEN von Michael Cunningham. Ein Regisseur namens STEPHEN DALDRY, der zuvor schon mit BILLY ELLIOTT einen sehr sehenswerten Film gedreht hat und dann natürlich die hochkarätigen, phänomenalen Schauspieler, die für ihre Darstellungskunst zuvor schon reichlich Vorschusslorbeeren ernten konnten und welche bis in die Nebenrollen grandios besetzt sind. Dieses Drama spielt in drei Zeitperioden, drei Frauen und ihre Geschichten, die ineinander fließen. Eine zentrale Rolle spielt hierbei das Buch MRS. DALLOWAY von Virginia Woolf, dargestellt von einer NICOLE KIDMAN, die mit ihrer Nasenprothese und dem eher biederen Kleidungsstil ungewohnt unglamourös in Erscheinung tritt. JULIANNE MOORE spielt eine melancholische Hausfrau Anfang der 50er Jahre, die eben dieses Buch liest, welches Ihr letztlich die Augen öffnet und die eine folgenschwere Entscheidung treffen wird um aus Ihrer unglücklichen Lebenssituation auszubrechen. Und schließlich MERYL STREEP, angesiedelt im Jahr 2001, sie ist praktisch “Mrs. Dalloway“, wie im Roman plant Sie eine Party für Ihren an Aids im Endstadium erkrankten Freund Richard (großartig: ED HARRIS), der einen Dichterpreis verliehen bekommen soll. In weiteren Nebenrollen zu sehen sind Miranda Richardson, Toni Collette, Jeff Daniels, Allison Janney, John C. Reilly, Stephen Dillane, Eileen Atkins und Claire Danes. Der Film ist nicht unbedingt das, was man einen “Feel-Good-Movie“ nennt, denn es geht um Themen wie Depressionen, Verzweiflung, Isolation, Lebenslügen, Suizid und die Unfähigkeit Glück zu empfinden (auch wenn man von anderen geliebt wird). Aber zu sehen, wie diese doch komplexe Geschichte konstruiert ist, wie die verschiedenen Zeitebenen parallel genial miteinander verflochten werden, wie die einzelnen Charaktere mit ihrem Schicksal hadern ist wirklich äußerst ausdrucksstark und beeindruckend gelungen. Die Produktion ist in jeder Hinsicht superb, auch von der technischer Sichtweise (Kameraarbeit, Schnitt, Ausstattung, Kostüme), hier stimmt einfach alles. Sehr zu empfehlen ist übrigens auch der wundervolle Soundtrack von Philip Glass. THE HOURS war 2003 für 9 Oscars nominiert worden, in einem insgesamt sehr starken Kinojahr (zu den anderen Nominierten gehörten u.a. GANGS OF NEW YORK, DER PIANIST, ABOUT SCHMIDT, DER HERR DER RINGE: DIE ZWEI TÜRME, SPRICH MIT IHR, DEM HIMMEL SO FERN, ADAPTATION). Dass der Haupt-Oscar für den Besten Film aber an das eher mittelmäßige Musical CHICAGO verliehen worden ist, hat mich dann doch ziemlich überrascht. Eine Fehlentscheidung der Jury, die sich drei Jahre später noch mal wiederholen sollte, als nämlich L.A. CRASH vor BROKEBACK MOUNTAIN triumphierte. Immerhin hat die KIDMAN als Beste Hauptdarstellerin gewonnen. Verdient hätten ihn aber auch JULIANNE MOORE und ED HARRIS, der in dem Film wirklich erschreckend ausgehungert aussieht und (wie immer) fantastisch spielt. Berührt. Unbedingt ansehen!

    Hinzugefügt am 06.09.2009 um 20:25 Uhr
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      1 - Sehr schlecht

    Ich kann mich den vorrangegangen Kritiken nicht anschließen, da ich den Film als auch das Buch "The Hours" für überbewertet halte. Man möge mir einen Mangel an Anspruch vorwerfen, jedoch habe ich noch nie einen Film gesehen, der derartig verstört hat wie "The Hours". Der Film beinhaltet nichts anderes als geballte zwei Stunden Frustration, heulende, vom Suizidwunsch getriebene Frauen, die an Scheinproblemen zu zerbrechen scheinen, wobei mir jedwede Art von Motivation zu diesen Gedanken abhanden geht, da der Suizid ein reiner Selbstzweck zu sein scheint, um beim Zuschauer auf die Tränendrüse zu drücken und einen Möchtegern anspruchsvollen Film abzuliefern.

    Hinzugefügt am 23.01.2009 um 21:25 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Ich habe den Film in TV gesehen. Einfach klasse! Die Darstellungen der drei weiblichen Haupt-Charaktere. Sie hätten alle drei einen Oscar verdient.

    Hinzugefügt am 08.07.2008 um 19:20 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Dieser Film beeindruckt durch jede Geste, durch die Filmmusik und durch die herrvoragenden Hauptdarstellerinnen. Dieser Film bleibt einem im Gedächnis und lässt einen nachdenken. Jede Minute des Filmes ist wichtig- wunderbar!!

    Hinzugefügt am 27.01.2008 um 15:12 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Ein Film, den man gesehen haben sollte, sofern man bereit dafür ist. Wer Aktion, Nervenkitzel oder plumpen Witz sucht, ist wohl Fehl am Platz - aber dafür ist das Genre ja auch nicht zuständig. Wunderschön eindrucksvoll und sehr bewegend inszeniert wird der Film nicht nur von 3 brillierenden Protagonistinnen getragen, sondern auch von einer großartigen Handlung, die zwischen 3 Ebenen immer wieder wechselt, dabei jedoch auf sinnvolle, geschickte Übergänge achtet. Obgleich neben dem Interesse am Kontext Meryl Streep für mich Hauptauslöser zum Sehen des Films war, fielen mir während des Streifens vor allem Nicole Kidman, die auf beeindruckende Art und Weise zu Virginia Wolff wird, und Julianne Moore auf, durch wahre Glanzleistungen auf. Großartiger Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte, sofern man auch für tiefsinnigere Filme einen Sinn hat.

    Hinzugefügt am 06.02.2007 um 20:41 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    The Hours basiert auf Michael Cunningham`s gleichnamigen Roman. Die Handlung des Romans ist wiederum maßgeblich von Virginia Woolf`s „Mrs. Dalloway“ beeinflußt, der Cunningham viel Respekt zollte. Virginia Woolf`s Selbstmord am 28. März 1941 in England (Sussex), dient dem Film als Rahmen seiner Erzählung und nimmt auf diese Weise nicht nur Woolf`s Freitod vorweg, sondern definiert darüber hinaus das Thema des Films: Suizid – aus der Perspektive von Virginia Woolf. In drei verschiedenen, aber durch den Roman „Mrs. Dalloway“ eng verwobenen Handlungssträngen, erzählt der Film jeweils einen entscheidenden Tag im Leben dreier Frauen. Jeder Tag beginnt mit dem Aufwachen. Und folglich wird die Verbundenheit der drei Erzählebenen durch zahlreiche Überblendungen in den ersten Minuten des Films – nach dem Erwachen der Protagonisten – verdeutlicht. Die Überblendungen vermitteln ihre Gemeinsamkeit durch das allmorgentliche Ritual des Weckerklingelns, dem Gesicht waschen, dem Zurechtrücken der Blumenvasen und dem Beginn der Arbeit – und den auffällig positiven Erwartungen an diesen Tag: „heute ist ein herrlicher Tag“ oder „was für ein wundervoller Morgen“. Auch die emotionsgeladene Filmmusik von Philip Glass – eine Mischung aus Klavier- und Streichmusik – verbindet die Handlungsstränge miteinander, weil in allen Erzählebenen nur Variationen des gleichen Themas gespielt werden. Da sie nie melancholisch wird, besteht ihre Aufgabe außerdem darin, die Botschaft des Films deutlicher werden zu lassen: Suizid ist keine Tragödie, sondern eine Entscheidungsoption. 1. Handlungsstrang: Richmond, England 1923 (Virginia Woolf – Nicole Kidman) 2. Handlungsstrang: Los Angelos, USA 1951 (Laura Brown – Julianne Moore) 3. Handlungsstrang: New York City, USA 2001 (Clarissa Vaughan – Meryl Streep) Richmond, England 1923 – Virginia Woolf (Nicole Kidman) Wer wie ich die Biographie von Virginia Woolf nicht kannte, sollte wissen, daß sie vor 1923 bereits zwei gescheiterte Selbstmordversuche hinter sich hatte und daraufhin mit ihrem Mann – der für sie eine Druckerei gründete, in der sie ihre Bücher verlegen konnte, von London nach Richmond gezogen war. Aber geheilt von ihren psychischen Problemen war Virginia noch immer nicht – das ist der Moment, an dem die Handlung des Films beginnt. Virginia ist mit dem Verfassen ihres Romans Mrs. Dolloway beschäftigt. Es ist dieser Tag, an dem sie beschließt, daß ihre Hauptperson letztendlich Selbstmord begehen wird – „der Tod ist eine Möglichkeit“. Nachdem ihre Schwester nach einem kurzen Besuch wieder abgereist ist, versucht Virginia von Richmond nach London zu reisen oder gar zu fliehen – wird jedoch von ihrem liebevollen und wohlwollenden Ehemann Leonard (Stephen Dillane) am Bahnsteig davon abgehalten. Daraufhin folgt ein Dialog, der nicht nur die Botschaft des Films auf den Punkt bringt, sondern auch durch emotionale Intensität glänzt: Virginia: ... Mein Leben ist mir weggenommen worden. Ich wohne in einer Stadt, in der ich gar nicht wünsche zu wohnen. Ich führe ein Leben, das ich gar nicht wünsche zu leben. Wie konnte das bloß geschehen? Es ist an der Zeit. Wir müssen wieder zurück nach London ziehen. Ich vermisse London. Ich vermisse das Leben in London. Leonard: Das sind nicht deine Worte Virginia. Das ist ein Aspekt deiner Krankheit. Das bist nicht du. Virginia [fällt Leonard ins Wort]: Das sind meine Worte. Es ist meine Stimme. Leonard: Das ist die Stimme, die du hörst. Virginia: Das ist sie nicht! Es ist meine! Virginia[steht auf und schreit Leonard an]: Ich sterbe in dieser Stadt! Leonard: Wenn du einen klaren Gedanken fassen könntest, würdest du dich daran erinnern, daß London dich krank gemacht hat. Virginia: Was sagst du? Einen klaren Gedanken? Was – einen klaren Gedanken? Leonard: Wir haben dich nach Richmond gebracht, damit du deinen Frieden hast. Virginia: Bei klaren Gedanken, Lenard, da würde ich dir sagen, daß ich mit mir ringe – allein, in der Dunkelheit, in tiefster Nacht, daß nur ich allein wissen kann, daß nur ich - allein - meinen Zustand verstehen kann. Du lebst mit der Bedrohung, sagst du. Du lebst mit der Bedrohung meines Verlöschens? Lenard, auch ich lebe damit. Das ist aber mein Recht. Es ist das Recht eines jeden Menschenwesens. Ich entscheide mich gegen die Vorstädte und ihre erstickende Betäubung. Ich will die ungeheure Kraft der Hauptstadt. Das ist meine Entscheidung. Der niedrigsten, der unbedeutendsten Patientin wird irgendwann ein gewisses Mitspracherecht bei ihrer Behandlung zugestanden. Darüber definiert sich ihr Menschsein. Ich wünsche mir um deinetwillen in dieser Abgeschiedenheit mein Glück finden zu können. Aber wenn ich nun sagen müßte, entweder Richmond oder der Tod, sagte ich der Tod. Leonard: Dann eben London, nun gut. Wir gehen zurück nach London. Los Angelos, USA 1951 – Laura Brown (Julianne Moore) Laura ist Mutter von Richard, erneut schwanger und wird von ihrem Mann Dan sehr geschätzt und geliebt. Sie ist äußerst unzufrieden mit ihrem Dasein – die Unsicherheit in ihrem Verhalten hat nicht nur Julianne Moore durch ihre Mimik und Sprechweise überzeugend vermittelt, sie wird auch durch die immer wieder angedeutete Überlegenheit ihres fünfjährigen Sohnes deutlich. Die Bedeutung der Szene in der Laura unangemeldet Besuch von Kitty bekommt hat sich mir im Kontext des Films nicht erschlossen, dennoch ist dies eine bemerkenswerte Szene: die nach außen hin selbstbewußt auftretende Kitty kommt und verläßt Laura Brauns Haus in der Höchstform ihrer gespielten Selbstsicherheit – doch fällt ihre Fassade zunehmend, ist am Tiefpunkt als Laura Kitty küßt und wird dannach wieder vollends aufgebaut, um wieder in die Welt hinaus treten zu können. Laura beschließt aufgrund ihrer Lektüre von Mrs. Dalloway ihrem Leben mit Schlaftabletten ein Ende zu setzen - trotz ihrer Schwangerschaft, ihrem fünfjährigem Sohn, den sie zu diesem Zweck bei einer Bekannten unterbringt [ihre Mimik als sie ihn verläßt ist umwerfend], und ihrem sie liebenden Ehemann Dan. Selbst in diesen Szenen scheint ihr Sohn Richard ihr überlegen, da er ihre Absicht zu erahnen scheint. Laura entscheidet sich letztendlich anders – sie entscheidet sich für das Leben. New York City, USA 2001 – Clarissa Vaughan (Meryl Streep) Laura Braun`s Richard (Ed Harris), inzwischen um die fünfzig Jahre alt, leidet an AIDS, hat einen Roman geschrieben und soll den Carruthers-Preis für sein Lebenswerk bekommen – an diesem Tag. Clarissa, Richards Jugendliebe, die für ihn aus diesem Anlaß eine Party organisiert, führt eine nicht zufrieden stellende lesbische Beziehung mit Sally. Deshalb ist Richard, den sie anscheinend jeden Morgen besucht zu ihrem Lebensinhalt geworden - nämlich sich um ihn zu kümmern. Clarissa Vaughan wird von Richard Mrs. Dalloway (so wie Woolf`s Hauptfigur ebenfalls Clarissa heißt) genannt, weshalb ich diesen dritten Erzählstrang als Realisierung von Woolf`s Roman Mrs. Dalloway betrachte, der im ersten Strang verfaßt und im zweiten von Laura Braun lediglich gelesen wurde. Richard, der sehr unter seiner Krankheit leidet, macht Clarissa bei ihrem morgentlichen Besuch deutlich, daß er es gesundheitlich nicht schaffen wird auf der Party zu erscheinen und stellt gleichzeitig Clarissa`s Lebensführung und die Fortsetzung seines eigenen in Frage: - „Oh Mrs. Dalloway. Ständig feierst du Parties, damit du die Stille nicht hörst.“ - „Wärst du mir böse, wenn ich sterben würde?“ - „Ich will sagen, daß ich wohl nur noch am Leben bin, um dich zufrieden zu stellen.“ Richards Vorwurf trifft nicht nur ins Schwarze, sondern verletzt auch ihre Gefühle sehr – sie ist glücklich, wenn sie bei Richard ist oder mit ihrer Tochter Julia (Claire Danes) zusammen sein kann, sonst nicht – auch nicht mit Sally. Richard begeht letztendlich wie Virginia Woolf Selbstmord. Diese Szene ist trotz Richard`s Ankündigung emotional ergreifend und behält auch beim wiederholten Ansehen ihre emotionale Intensität – Fassungslosigkeit, Ungläubigkeit, aber auch Machtlosigkeit, die durch die Rolle als Zuschauer verstärkt wird, da man als solcher den Ereignissen eines Films immer machtlos gegenüber steht. Auf diese Weise steht Clarissa einer Neugestaltung ihres Lebens gegenüber, aber das ist nicht das Thema des Films, auch wenn angedeutet wird, daß ihre Beziehung zu Sally gestärkt wird. Richards Mutter, Laura Braun, besucht nach dem Tod ihres Sohnes Clarissa – sie hatte sich für das Leben entschieden, jedoch ihre Familie nach der Geburt des zweiten Kindes verlassen. Laura Brown urteilt über sich selbst: - „Etwas schlimmeres kann eine Mutter nicht tun.“ - „Niemand wird mir je vergeben.“ Dennoch bereut sie ihre Entscheidung nicht: „Was heißt schon man bereut etwas, wenn man keine andere Wahl hat. Es geht darum, was man ertragen kann.“ Der Rahmen wird geschlossen: Virginia verabschiedet sich von Lenard mit einem Brief und vom Leben. Der dem Zuschauer durch inneren Monolog vermittelte Inhalt des Briefes ist am Ende des Films genauso ergreifend, wie zu Beginn des Films, weshalb ich den Abspann immer laufen ließ, um dem Brief als auch den gesamten Film zu verarbeiten. Fazit: Ein Film von starker emotionaler, aufwühlender Intensität, die wohl vorallem der vorbildlichen schauspielerischen Leistung der Hauptakteure und der paßenden musikalischen Untermalung zu verdanken ist. Ein Film, der nicht nur Fragen aufwirft, sondern Position bezieht und den „Tod als Möglichkeit“ verteidigt. Die Frage, ob das eigene Leben noch ertragbar ist, hängt eng mit der Frage nach dem Sinn des Lebens zusammen – man wird gezwungen über sein eigenes Leben nachzudenken und zu prüfen, inwiefern man sein Leben tatsächlich selbst gestaltet und wie man es besser gestalten könnte, anstatt nur zu existieren. Das ist eine berechtigte und harte Frage – daher wohl auch die Intensität des Films.

    Hinzugefügt am 25.01.2007 um 21:15 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Alleine schon die Hauptdarstellerriege ließt sich wunderbar: Meryl Streep, Nicole Kidman und Julianne Moore, alles altbekannte und beliebte Schauspielerinnen. Sie spielen in einem Film, der so gar nicht altbekannt ist, deswegen aber noch lange nicht unbelibt! Sicher, "The hours" ist zunächst sehr verwirrend und meines Erachtens nach bis zum Schluss aufrüttelnd, doch ich finde er ist es Wert sich auf dieses Experiment einzulassen. Die drei Zeitebenen sind zwar manchmal kompliziert nachzuvollziehen, aber wirken nie aufgesetzt sondern homogen ineinanderlaufend. Normalerweise schreibe ich sehr viel zu Filmen, doch im Falle von "The hours" bleibt mir nich mehr zu sagen als: Ich habe selten so einen tollen Film mit so ausgesprochen herausragenden schauspiererischen Leistungen gesehen. Bitte, wer ein Freund von außerkomerziellen Filmen ist, sollte sich uuuunbedigt dieses Meisterwerk anschauen!!!

    Hinzugefügt am 01.12.2006 um 13:32 Uhr
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      2 - Nicht gut

    Irgendwie hatte ich erwartet eine hohe Benotung des Films vorzufinden aber entweder muss man wohl Literat sein oder sich in diesem Genre wohl fühlen um The Hours zu mögen. Herausragend finde ich eigentlich nur Nicole Kidmans Darstellung - bemerkenswert "Good Guy" Ed Harris als desillusionierten, aidserkrankten Poeten (irgendwie ungewöhnlich, fast schon fehlbesetzt).Überrascht hat mich auch Jeff Daniels als heimgekehrter Ex-Lover von Poetendarsteller Ed Harris. Meryl Streep ist halt Meryl Streep (deren Rolle zumindest am Anfang durch Affektiertheit nervt). Julianne Moore holt wohl das beste aus Ihrem Part hervor (und ist letztlich die Einzige die den Mut hat aus ihrem selbstgebauten Gefängnis auszubrechen). Ansonsten wird man über die gesamte Spieldauer mit den Selbstmitleidslitaneien dreier Frauen und deren Familien/Freundeskreis gequält die allesamt unfähig sind sich zu Ihrer inneren Wahrheit bzw. Lebenslügen zu bekennen und ein riesiges Drama um ihre "Gefühlsabgründe" inszenieren bis hin zum Freitod...meine Güte ! Und besonders intelligent verknüpft sind die einzelnen Handlungsstränge und Ebenen ebenfalls nicht- es plätschert und dümpelt so dahin bis man die melodramatische Auflösung vorgesetzt bekommt..gähn. Laaangweilig... Jemand "A beautiful Mind " gesehen ? Also bitte : geht doch viel besser.

    Hinzugefügt am 23.07.2006 um 12:29 Uhr
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