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2 - Nicht gut
Teil eins war ein Thriller der Extraklasse, umso schwerer haben es im Allgemeinen die Fortsetzungen. Was hier aber neben der schon angesprochenen hanebüchenen Story, noch dreister ist, ist die Übernahme des Titels.
Waren die purpurnen Flüsse noch eng mit der Geschichte des Prequels verknüpft, stehen sie hier in keinerlei Relation mehr. Das ist unverfroren, denn so tut sich der Film selbst keinen Gefallen, da er die Referenz nur erwähnt, aber niemals erreicht.
Auch die schauspielerischen Leistungen bleiben arg weit hinter den Erwartungen zurück. Wie will Benoît Magimel je aus dem langen Schatten Vincent Cassels treten, wenn er lediglich als Sidekick für einen schwachen Jean Réno hinhalten muss. Cassel wußte wohl sehr wohl, warum er in der Fortsetzung nicht mitwirken wollte.
Christopher Lee ist ein völliger Witz, seine Figur ist genauso schlecht ausgearbeitet, wie das Drehbuch. Wenn man schon einen Fiesling braucht, muss er schon mehr als 3 Sätze sprechen und dann nicht so einen Stuß von sich geben ("...weißes, gläubiges Europa..."), der nicht weitergeführt wird und im luftleeren Raum hängenbleibt.
Übrig bleibt ein leidlich spannender Indiana-Jones-Verschnitt, der sich dreist Aufbau und Titel des Vorgängers aneignet, ohne jemals dort anzuknüpfen oder dessen Qualität zu erreichen.
Hinzugefügt am 24.05.2006 um 23:36 Uhr
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