Nosferatu – Phantom der Nacht
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      5 - Spitzenklasse

    Das trifft es wohl einmal mehr - Klaus Kinski hat Rollen gespielt, vornehmlich die in den billigen Spaghettiwestern, die er eh nur drehte, um Geld zu verdienen - seine besten Rollen aber lebte er buchstäblich mit jeder Faser, jedem Muskel, jeder Gefühlsregung - er WAR die Rolle! Und genau das zeichnet die Zusamenarbeit Herzogs mit Kinski einmal mehr aus - Kinski IST Nosferatu, beängstigend, minimalistisch in Szene gesetzt, intensiv wie selten zuvor. Kinski übertrifft mit seinen wenigen Minuten, die er im Film den Vampir spielt, Altmeister Christopher Lee in allen Vampirfilmen um Längen. Das Leid, das sich auf seinen Zügen spiegelt,wenn er, des Lebens müde,krumm und gebeugt vor sich hin schlurfend, bedauert, nicht sterben zu können, ist so beängstigend intensiv gespielt, dass man automatisch mitleidet - das Spiel Kinskis hat selten jemanden kaltgelassen, aber es war auch selten derart eindringlich wie in diesem Film. Alles andere, die grossartigen Aufnahmen der pestverseuchten Stadt oder des Totenschiffes im Hafen, die anderen Schauspieler, die Musik - all das ist der kostbare Rahmen, der das Bild von Kinski als Nosferatu noch aufwertend einrahmt. Ein unbedingt sehenswerter Film, erkennbar mit wenigen Mitteln umgesetzt, weit entfernt vom Mainstream und eine Perle deutscher Filmkunst sowie ein würdiges Andenken eines der grössten und aussergewöhnlichsten Schauspieler, die je hier gelebt und gewirkt haben.

    Hinzugefügt am 26.02.2009 um 19:59 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Mit den sogenannten Autorenfilmen aufgewachsen sind gerade Herzogs Filme mit "seinem" Klaus Kinski für mich die Highlights innovativer deutscher Filmkunst.Wohl wahr: Keiner ausser Herzog konnte Kinskis verrücktes Genie besser in Szene setzen, kein Schauspieler Herzogs besessenes Filmschaffen besser auf Celluloid verewigen als Kinski. Auch heute nach fast dreissig Jahren hat Herzogs Nosferatu nichts von seiner morbiden Faszination eingebüsst. Genausowenig ist es für mich auch kein Zufall, dass dieser Film in eine Epoche hineingeboren wurde, die zunehmend von Rüstungswahn- und Endzeitszenarien sowie aufkeimendem zivilen Ungehorsam (nach 68) beherrscht wurde und paradoxerweise gleichzeitig auch den Beginn der modernen (Computer-)Hochtechnologien makierte.Immerhin stammen sowohl Filme wie Star Wars als auch Stalker aus eben dieser Zeit. Wie anno '79 packte mich auch bei neuerlicher Ansehen dieser subtile, Gänsehaut erzeugende Grusel und Nosferatu zog mich sofort wieder in seinen Bann. Sind die van Helsings und Draculas (respektive Peter Cushing und Christopher Lee)der plakativen englischen Hammer Produktionen agile bzw. dämonische Fast-Actionhelden die immer noch ein As im Ärmel hatten um die Situation zu ihren Gunsten zu drehen ist in Nosfreatu alles wesentlich authentischer und dem Zeitrahmen des ausgehenden 19.Jahrhunderts Rechnung tragend dargestellt. Ein naiv-optimistischer Harker, der der unrühmlichen Erfüllung seines Schicksals entgegenreitet. Ein verknöcherter, verbohrter van Helsing der gefangen in der Ignoranz und Rigidität seiner Epoche und des vorherrschenden Zeitgeistes erst dann zum Handeln bereit ist als die Beweise für die Existenz des Bösen nicht mehr zu leugnen sind; und eine wunderschöne Lucy die wie ein lebendiges Gemälde einer Dame von guter Erziehung und Stand sich klaglos und ergeben opfert um ihren inzwischen entfremdeten Mann zu retten u.zu dienen. Darüber thront Kinki: Der wohl eindrucksvollste Vampir aller Zeiten als Botschafter eines dunklen Zeitalters voll Pestilenz, Hoffnungslosigkeit, Gleichgültigkeit und Agonie. Mit einem Tiefgang und einer Intensität die heutige Produktionen kaum noch erreichen oder auch nur versuchen sich in ähnliche Fahrwasser zu wagen (schon garnicht in Deutschland). Was ist während der letzten 25 Jahre deutschen Filmschaffens eigentlich passiert oder schiefgegangen ?? Mal sehen was passiert wenn der unheimliche rattenverseuchte Geisterschoner im 21.Jahrhundert anlegt :D

    Hinzugefügt am 16.07.2007 um 16:33 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    War Brad Pitt in "Interview mit einem Vampir" der melancholischte Vampir der Filmgeschichte,so ist Klaus Kinski der Depressivste unter den Depressiven...sein Spiel stellt alle bisherigen Vampirdarsteller in den Schatten(außer Max Schreck)!Zum Glück haben Angehörige von Bram Stoker F.W. Murnau damals nicht gestattet,dessen Roman zu verfilmen,sodass er die Namen und den Ort ändern musste...aber ohne dieses Verbot gäbe es heute die zwei "Nosferatu"-Perlen nicht...Genial!

    Hinzugefügt am 16.11.2006 um 15:56 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Klaus Kinski spielt die Rolle des Dracula einfach GÖTTLICH!! Besser kann man das gar nicht spielen. Er braucht noch nicht einmal aufwändige Kostüme oder Accesoires, sondern bringt alles allein durch seine Gestik, Mimik und Tonfall rüber. Die Rolle ist ihm wie auf den Leib geschrieben. Klasse!

    Hinzugefügt am 25.06.2006 um 23:02 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Ich finde diesen Film einfach genial. Mit klasse Schauspielern wie z.B. Klaus Kinski und Bruno Gans und dem nicht weniger guten Regisseur Werner Herzog ist dieser Film absolut sehenswert. Landschaften, Mönchsgesänge, Licht, vor allem aber Schatten, alles passt zusammen. Nosferatu verdanke ich es, dass ich zu einem echten Klaus Kinski Fan geworden bin. Mit genau einem Satz und einer Handbewegung, die durch die langen Fingernägel noch verstärkt wurde, hat er mich in seinen Bann gezogen. Die ruhige Art zu Sprechen und der stechende Blick seiner Augen wirken sehr intensiv, dazu kommt noch die Schummerbeleuchtung, die den Vampir begleitet. Auf jeden Fall sehenswert!

    Hinzugefügt am 25.05.2006 um 14:48 Uhr
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