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Seine 1 Kritik ansehen
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1 - Sehr schlecht
Der ging gehörig in die Hose!
Blade 1 hat Vampirfilme revolutioniert und dadurch eine Welle (meist schlechter) Vampir-Horrorschinken ausgelöst. Aber das hat er damals absolut zu recht! Der Film hatte eine Story, die war zwar kein Meisterwerk aber es war eine da und sie war äußerst schön umgesetzt. Der Film hatte einen gewissen optischen Stil, Kameraführung, kühle Filter, guten Sound. Der Film hatte Helden und vor allem: der Film hatte Gegner. Würdige Gegner.
Teil 2 war eine Sequel, schlechter als das Original, aber dabei hat man sich wenigstens etwas einfallen lassen.
Davon hat Teil 3 gerdae einmal den Namen und Snipes als Daywalker, nichts anderes mehr. Ich sah den Film nicht im Kino, aber für so etwas reicht auch der Fernseher. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, betrachten wir einmal die Story:
Die ist einfach nur einfallslos. Irgendwelche 2-klassigen Vampire finden ingendwo im Irak den echten einzigartigen Dracula, der sich vor jahrhunderten schlafen legte weil ihn die Welt anekelte? Und dann hilft er diesen Rotzlöffeln die ihm auch noch den Namen Drake gegeben haben? Parallel dazu gibt es die Nightstalker, ein Amateuraikidoclub in Motorradklamotten, die in einer alten Lagerhalle mit modernsten Gerätschaften zur Virus- und Waffenforschung ausgestattet sind. Und das soll eine Story sein? Natürlich geht es hier nicht um Realismus, den verlangt keiner, aber so viel Idiotie verträgt niemand.
Special Effects? Sind natürlich vorhanden, aber dabei sind keine herausragenden, also unterm Strich nichts, mit dem nicht auch eine billige Folge CSI-Miami aufarten könnte. Fürs Kino standard.
Schauspieler? Snipes macht seinen Blade routiniert, aber etwas müde. Sein Kollege Kris Kristofferson dürfte sein früher Abgang nicht stören, so ein Film ist ein Gehaltsscheck und kein Eintrag im CV. Und der Rest is sowieso die unterste Schublade, Unterwäschemodels, Wresler und Pseudoschauspieler aus dem Nachmittagsprogramm. Jessica Biel? Seventh Heaven at Blade Trinity? Langsam sollte sie es kapiert haben, sie ist keine Kämpferin, keine Amazone. Dazu hat sie weder die Ausstrahlung, noch die Glaubwürdigkeit oder das schauspielerische Talent. So etwas lässt man eine mit dem Kaliber von Linda Hamilton machen, und davon gibt es wenige. Bei Ryan Reynolds wurde darauf geachtet, dass er möglichst oft ohne Shirt verprügelt wird, damit man wenigstens sein Sixpack sehen kann (für das er sicherlich länger trainiert hat als für das Schauspielen). Bei Parker Posey weiß man nicht wirklich was sie ist, man sieht sie im Film auch kaum, vermutlich soll sie eine großartige Vampirchefin darstellen. Leider will ihr das nicht wirklich gelingen, sogar der Vampipudel strahlt mehr Autorität aus als sie. "Drake" kennt sowieso kein Mensch, aber das ist nicht so wichtig, denn wer den ersten Pfeil abfängt um sich vom zweiten, der in genau der gleichen Art und Weise geschossen wurde wie der erste, umbringen lässt, verdient nichts anderes...
In guten Filmen werden andere Filme zitiert oder gut geklaut, in Blade Trinity wird schlecht gestohlen. Laserschwert aka UV-Laser-Ausklappirgendwas, Rambos Bogen (Rambos Bogen DARF nicht ganz einfach nicht so missbraucht werden), und seit wann können Vampire, deren Kehlpopf anatomisch trotzdem sehr menschlich gebaut ist, so schreien wie ein 500kg Tiger mit Megafon?
In guten Filmen setzt man Product Placing intelligent ein, und machmal kommen dabei ganz hervorragende funktionierende Szenen zustande (Stichwort Calvin-Klein-Spot bei "Die Insel"). Bei Blade Trinity ging vermutlich das Geld aus und Apple war die Finanzspritze, einfach nur zu aufdringlich.
Insgesamt freue ich mich, dass ich niemals Geld für diesen Film ausgeben werde und bemitleide den Regisseur um seine falsche Berufswahl.
Hinzugefügt am 18.02.2008 um 00:04 Uhr
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