Stolz und Vorurteil
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    96 User-Kritiken

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    tobe78
    tobe78

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      4.5 - Großartig

    Lizzy: "In Wahrheit ist es doch die wahre Macht der Poesie, die Liebe zu ersticken." Darcy: "Ich dachte, die Poesie sei der Liebe Nahrung?" Lizzy: "Bei einer starken Liebe vielleicht. Aber bei einer schwachen Liebe vermag ein ärmliches Sonett, sie im Keim zu ersticken." Darcy: "Und was empfehlen Sie stattdessen?" Lizzy: "Tanzen - auch wenn der Partner nur recht passabel ist." Jane Austens Roman-Klassiker „Stolz und Vorurteil“ aus dem 19. Jahrhundert wie ein heißes anzufassen und als Stoff für die große Leinwand aufzubereiten, ist wahrlich kein leichtes Unterfangen und ein Vorhaben, bei dem man sich leicht die Finger verbrennen kann. Regisseur Robert Z. Leonard wagte sich 2005 an die Umsetzung des Stoffes. Und herausgekommen ist ein Mix aus althergebrachtem und neumodischem Filmemachen, welches den Rezipienten alles andere als kalt zurückläßt. “Stolz und Vorurteil” ist eine hübsche Mischung aus Emotions- und Erzählkino, welches mit dramatischen Elementen richtig aufgepeppt wurde, ist teilweise aber auch hintersinnige u. romantische Komödie. Heraus kommt ein unwiderstehlicher Mix aus Literaturverfilmung und Mainstream. Nur hartgesottene Zeitgenossen werden “Stolz und Vorurteil” nichts abgewinnen können und haben ein Herz aus Stein. “Stolz und Vorurteil" ist auch keine verkitschte Schmonzette á la Twilight und eignet sich nicht “nur” fürs schwache Geschlecht, sondern ist ein Film mit Herz, Grips und Verstand. Denn in früheren Gesellschaftständen war es so, das daß schwache Geschlecht, anders als das starke Geschlecht, in der Gesellschaft kaum Rechte besaß, als niederer angesehen wurde und selbst bei der Partnerwahl sich nicht für denjenigen entscheiden durfte, der an einem persönlich am Herzen lag. Passabel zu sein für jemanden ist eben nicht gut genug, auch heute nicht. Sich zu “vermählen” bedeutete nicht seinen eigenen Gefühlen nachzugeben, sondern war Mittel zum Zweck, ein Arrangement, aus dem es kein entfliehen gab, ein Zweckbündnis um zu wirtschaften, das eigene Land, Haus und den Hof weiter unterhalten zu können. Um Nachwachs zu bekommen sowieso. Aber es bleibt berechtigterweise die Frage offen, was das dann noch mit Liebe zu tun hat? Die selbstbewußte, schöne wie auch intelligente Elizabeth (charmant: Keira Knightley) stellt sich dieser Frage und erkennt den gesellschaftlichen Mißstand und den daraus resultierenden Aberglauben, das man eine Zwangsheirat als Verpflichtung gegenüber der Familie eingehen müßte. Und so lehnt sie auch jede folgende Zwangsheirat und den, erstmal vordergründig betrachtet, eitlen, trantütigen Fatzke Mr. Darcy (Matthew MacFadyen) ab, welcher sich im nachhinein aber als Mann der Ehrlichkeit und der klaren Worte entpuppt und schon beim ersten Treffen mit Elizabeth Feuer fängt. Auch Elizabeth ist angetan, allerdings droht die biestige und hinterfotzige Mrs. Bennet (wunderbar: Judi Dench), dem Glück auf Grund der vorherrschenden Sitten bzw. der Bigotterie der Gesellschaft, dem skrupellos anmutenden Besitz und Klassendenken also, einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die große Dame des Bond-Genres und der Vertretung des britischen Schauspielkinos macht ihre Sache wirklich hervorragend. Und ein Donald Sutherland darf in seiner Rolle als Elizabeths Vater teilweise augenzwinkernden Humor beisteuern, er verkörpert in seiner Rolle Moral, Aufrichtigkeit und Mitgefühl und Verständnis für die Ansicht, das Liebe keine Gesellschaftstände anzuerkennen braucht, daher grenzenlos ist. Brenda Blethyn darf in ihrer Rolle der Mutter wohl eher als entgegengesetzt positioniert zu Sutherlands Rolle betrachtet werden, mit gespielter Hochnäsig- und Geschwätzigkeit hat sie den undankbaren Part derjenigen erwischt, der materielle Werte mehr bedeuten als das eigene Wohlergehen der Tochter. Mit ihrer Performance rüttelt sie zum Teil stark an den Nerven und befindet sich stark an der Grenze zum overacting. Ihr Auftritt nimmt aber Gott sei Dank nie lange Zeit in Anspruch. Ein kleiner Malus bleibt trotzdem. Und wie schon in “Abbitte” hätte eine ein klein wenig längere Laufzeit das Epos etwas weniger kurzweilig erscheinen lassen. Spritzig ist und bleibt es trotzdem. Und der vorherrschende Geist einer Epoche, das Besitz- und Anspruchsdenken einer ehemals existenten Gesellschaft wurden in einer klugen Reflexion über wahre Liebe und der vorherrschenden Etikette bzw. das einpressen in dieser eingefangen. Intelligent, mal heiter und mal ernst wird das existierende Geschlechterverhältnis seziert, durchleuchtet und kontinuierlich dem prüfenden Blick des “bestehens” unterzogen. Nach dem Verständnis und unserer heutigen Auffassung von Liebe und Partnerschaft können althergebrachte Partnerschaften wie in “Stolz und Vorurteil”, die nur auf materiellem Denken beruhen, einfach nicht mehr lange bestehen, sie wären nach kurzer Zeit nur noch Fassade, eine brüchige Hülle ohne festen Kern. mehr unter http://blockbusterandmore.blog.de

    Hinzugefügt am 27.03.2011 um 19:39 Uhr
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    Miriu
    Miriu

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      0.5 - Null

    Hallo liebe Leute. Ich muss sagen, dass ich bisher immer mit den Kritiken der filmstarts -Redaktion zufrieden war. Das änderte sich grundlegend, als ich gerade auf diese überaus positive, mir vollkommen unverständliche Kritik über "Stolz und Vorurteil" stieß. Das ließ mir keine andere Wahl als mich zu Wort zu melden, denn dieses peinliche, vor Kitsch und seitens Keira Knightleys vor schauspielerischer Unfähigkeit strotzendes Werk darf meiner Meinung nach nicht auch noch in den höchsten Tönen gelobt werden. Es drängt sich mir sogar die Frage auf, ob der werte Herr, der diese Eloge verfasst hat, den Film überhaupt gesehen hat, denn jeder, der nicht als alte Jungfer vor sich hin vegetiert und vor Christlichkeit und Selbstmitleid zerfließt, verlässt höchstens nach zwanzig grauenvollen Minuten den Raum, in dem diese unglückselige Produktion präsentiert wird. Danke.

    Hinzugefügt am 10.07.2010 um 14:10 Uhr
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    Butzi
    Butzi

    0 follower | Seine 39 Kritiken ansehen |

      5 - Spitzenklasse

    Ein Genuss: lustige Story, starke Regie, kraeftige Bilder, tolle Schauspieler. Ein Film der das weibliche Geschlecht mehr faszinierte wie Titanic. Toller Film muss 10/10 geben

    Hinzugefügt am 19.03.2010 um 16:29 Uhr
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    Jason Bourne
    Jason Bourne

    10 Follower | Seine 338 Kritiken ansehen |

      3 - Nicht schlecht

    Obwohl die durch die Vorlage angestrebte Gesellschaftskritik vernachlaessigend, enspinnt ''Stolz und Vorurteil'' eine hervorragend inszenierte Liebesgeschichte, die dank der hervorragenden Keira Knightley zum soliden Drama wird.

    Hinzugefügt am 24.07.2009 um 12:44 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Dieser Film ist einer der allerbesten, die ich kenne. Wunderschön umgesetzt die Charaktere: alles stimmt: die Sprache, die Mimik; man kann wunderschön alles nachvollziehen und ganz toll die große Liebe mitverfolgen! Danke an alle, die zum Entstehen des Films beigetragen haben!

    Hinzugefügt am 21.04.2009 um 12:17 Uhr
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    8martin
    8martin

    1 follower | Seine 171 Kritiken ansehen |

      4.5 - Großartig

    Joe Wright hat den Roman von Jane Austen hervorragend in Bilder umgesetzt und eine heute zeitgemäße Fassung davon geschaffen. Dabei gelingen ihm sogar ironische Untertöne und gesellschaftskritische Ansätze. Er lässt uns in die Welt des beginnenden 19. Jahrhunderts eintauchen. Eine Welt, in der es das einzige Ziel heiratsfähiger Mädchen ist, ’unter die Haube zu kommen’. Großartige Kostüme und bezaubernde, von Sonnenlicht durchflutete Landschaften lassen diese ferne Welt wieder auferstehen. Aus der Vielzahl der hochkarätigen Schauspieler ragen Keira Knightley und der wunderschön melancholisch dreinschauende Matthew Macfadyen besonders heraus. Aber auch der kurze, äußerst eindrucksvolle Auftritt von Dame Judi Dench trägt zum Gelingen bei. Die ruhige, verständnisvolle Art von Familienoberhaupt Donald Sutherland schwebt über allem; und ihm ist es außerdem vergönnt, den finalen Joke abzulassen. Gelungen! Man seufzt „Ach schade, schon!“, wenn das vorhersehbare Happy End endlich kommt.

    Hinzugefügt am 05.04.2009 um 19:03 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Joe Wright hat den Roman von Jane Austen hervorragend in Bilder umgesetzt und eine heute zeitgemäße Fassung davon geschaffen. Dabei gelingen ihm sogar ironische Untertöne und gesellschaftskritische Ansätze. Er lässt uns in die Welt des beginnenden 19. Jahrhunderts eintauchen. Eine Welt, in der es das einzige Ziel heiratsfähiger Mädchen ist, ’unter die Haube zu kommen’. Großartige Kostüme und bezaubernde, von Sonnenlicht durchflutete Landschaften lassen diese ferne Welt wieder auferstehen. Aus der Vielzahl der hochkarätigen Schauspieler ragen Keira Knightley und der wunderschön melancholisch dreinschauende Matthew Macfadyen besonders heraus. Aber auch der kurze, äußerst eindrucksvolle Auftritt von Dame Judi Dench trägt zum Gelingen bei. Die ruhige, verständnisvolle Art von Familienoberhaupt Donald Sutherland schwebt über allem; und ihm ist es außerdem vergönnt, den finalen Joke abzulassen. Gelungen! Man seufzt „Ach schade, schon!“, wenn das vorhersehbare Happy End endlich kommt.

    Hinzugefügt am 05.04.2009 um 19:01 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    seitdem ich ihn das erste mal gesehen hab folgten mindestens weitere 13 male;-) einer mit abstand schönsten filme die ich je gesehen hab.... ich glaube sogar mein freund wurde etwas eifersüchtig, wenn ich nach dem film durch die wohnung gesprungen bin und nach mr. darcy geschriehen hab;-) einfach klasse!!! kann diesen film allen empfehlen! erst ist emotional, ansprechend und einfach nur faszinierend schön!

    Hinzugefügt am 09.08.2008 um 16:19 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Ja ich oute mich *g* Ich bin ein männliches Wesen (o schreck) *g* So also ich habe das Buch mehrere male gelesen weils einfach super Geschrieben ist und eine sehr, wie soll man sagen nahegeht. Als ich dann in der Fernsehzeitung gelesen habe dass die Verfilmung zum Buch kommt habe ich eigentlich mit zwei augen entgegengesehen. Auf der einen Seite die Neugier und auf der Anderen Seite die Tatsache dass verfilmungen meistens vom Buch oder so abweichen. Doch die Tatsache dass Keira Knightley mitspielte überzeugte mich dann mal reinzuschalten. Ja also zum Film muss ich sagen, dass ich einfach hin und weg war. Wies geschrieben war, so ists verfilmt. Die Darsteller haben Details in dem Film rübergrebracht; super gemacht. Sicher die bekommen auch Ihr Geld dafür aber bei diesem Film konnte man auch den Schauspielern anmerken dass die beim Drehen spaß hatten und sich in die Rollen hineinversetzen konnten. Für eine Geschichte die Eigentlich abgeklatscht klingt "Töcher einer unangesehenen Familie sollen nach oben kommen, Mutter ist auf den Erfolg bedacht, Vater ist fast alles egal, Liebe , verbotene Liebe wegen "Kastenprinzip" der Zeit usw" ist dieser Film wunderbar gemacht. Alle Szenen usw muten an dass man wirklich direkt in der unsichtbar 3. Person dabei ist und zuschaut. Musik, Hintergründe und Schauspielorte sind wunderbar und realistisch Gewählt. Mittlerweile hat sich dieser Film innerhalb von 2 Tagen zu meinem lieblingsfilm gemosert. Wer ihn nicht gesehen hat: von mir eine Empfehlung dass der sehenswert ist, nicht nur wegen der Schauspielerbesetzung, sondern auch von Verfilmung und Gestaltung. Wer das Buch kennt, wird im Film nicht viel neues entdecken (sich aber über die Feinheiten freuen die mit eingeflossen sind) aber wird begeistert sein dass ein Buch so sensationell verfilmt werden konnte. LG Stefan

    Hinzugefügt am 15.07.2008 um 19:15 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Ich fand den Film einfach superklasse und total romantisch!! Man kann sich echt in den Film hineinversetzen!! Es ist ein klasse Film und es lohnt sich echt ihn zu gucken!!!=)

    Hinzugefügt am 04.05.2008 um 16:37 Uhr
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