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wenn es einen zombiefilm gibt, der das prädikat "besonders wertvoll" verdient, dann george a. romeros "night of the living dead". aus heutiger sicht ein klassiker wie er im buche steht. damals eine revolution des horrorkinos. romeros zombieklassiker ist die blaupause für die hundertfach veröffentlichten untotenreißer anderer begeisterter filmemacher. die begeisterung für den film ist damals wie heute ungebrochen und gehört auch für mich zu den besten (horror-)filmen aller zeiten. aber nicht etwa ein hoher brutalitätsgrad oder eine rasante erzählweise lassen mich zu jubelein hinreißen. das sind markenzeichen heutiger zombieslasher wie "28 days later" oder auch "zombieland". romeros auftakt zur legendären "...of the dead" trilogie (mitlerweile serie) besticht durch dichte atmosphäre, spannenden sowie aufreibenden auseinandersetzungen mit dem unbekannten bösen und einer sozialkritischen komponente die es vorher in solch einem zusammenhang nie gab. es entsteht ein gemisch, welches im späteren "dawn of the dead" auf die spitze getrieben wird. allerdings hält "night of..." den bonus inne, als erster zombiestreifen auch mit dem thema rassismus und macht innerhalb einer kleinen gruppe samt minderheit gekonnt umzugehen. denn der held der geschichte ist ein afro-amerikaner. ein farbiger als filmheld, der auch noch dem weißen mann weit überlegen ist? zur damaligen zeit (ende der 60er in den usa) kaum denkbar aber ein cleverer schachzug romeros. so ist der film nicht nur bloßer horror, sondern auch ein punktgenauer fausthieb in das amerikanische establishment der damaligen zeit. das gilt natürlich heute weniger als es in den 60ern noch der fall war. dennoch bleibt der ansatz aktuell. aber mal der spaßigen seite zugewand. ganz klassisch beginnt der film auf einem friedhof. ein geschwisterpärchen besucht ein grab als auf einmal ein umherstolpener mann auf die beiden zugeht. wie brüder nun mal so sind geht es auch schnell mit dem veräppeln los. "er kommt um dich zu holen barbara!" und da wird es ernst. was erst aussieht wie ein scherz wird schnell bitterer ernst. barbara wird angegriffen und johnny muss sich als großer bruder zwischen seine schwester und den fremden werfen. barbara muss zusehen wie ihr bruder zu boden geht und flieht richtung auto. der unbekannte läuft ihr mit verblasstem und angsteinflößendem blick nach. sie schafft es zum wagen, startet und fährt ihn ein paar gefahrene meter weiter zu schrott. zu fuß muss sie weiter. auf einer lichtung entdeckt sie ein haus. hilfeschreiend betritt sie die verrander. niemand öffnet. sie findet einen weg hinein und merkt, sie ist allein. als sie sich umsieht, entdeckt sie etwas hoch oben die treppe hinauf. sie geht näher und erblickt: einen verwesten leichnam. sie schreit. was für ein auftakt! was muss das für ein erschreckender anblick gewesen sein, der sich dem damaligen publikum bot. die atmosphäre ist zu diesem zeitpunkt schon greifbar. das ändert sich den ganzen film über auch nicht. nach und nach wird das haus von mehr und mehr menschen bevölkert. eine familie verhart in einem keller und muss zusehen wie sich der zustand ihrer angegriffenen tochter verschlimmert. ben, ein afroamerikaner, verschanzt sich ebenfalls in dem verlassenen haus und behält als einziger einen klaren kopf. es sollen dann acht menschen sein, die früher oder später das zeitliche segnet. so viel sei verraten. das am ende nicht die zombies, sondern der mensch an sich die eigentliche bedrohung darstellt ist ein weiterer denkanstoß seitens romeros. es ist auch seit jeher trademark der "...of the dead" zombiefilme. FAZIT: zeitloses meisterwerk eines revoluzzers des horrorkinos.
Hinzugefügt am 16.03.2012 um 17:45 Uhr Verstoß melden
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