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      5 - Spitzenklasse

    Die versoffene Melancholie eines Sonntags. Selten so einen wunderbar lakonischen Film gesehen. "Barfly" ist im Vergleich letztlich nur ein bisschen Klamauk - trotzdem ok, klar. Aber dieser hier ist mehr. Er fügt dem Ganzen etwas Eigenes hinzu. Das nimmt einen mit - großartig.

    Hinzugefügt am 18.12.2011 um 16:23 Uhr
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      2 - Nicht gut

    Fängt den bukowskianischen Geist ein, aber nachdem es eine gewisse Art von Biografie darstellt, ist Barfly in jedem Fall der vorzuziehende Film mit einem weitaus besseren Chinaski.

    Hinzugefügt am 20.10.2009 um 14:31 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Manchmal sagt Schweigen mehr als tausend Worte. Erwähnenswert ist zum Beispiel die Szene in der Gurkenfabrik. Chinaskis Boss lädt einen Schriftsteller ein, weil er weiß, dass C. ebenfalls schreibt und arrangiert so ein Treffen in seinem Büro. Der feiste, sauber gescheitelte und nüchtern angezogene Autor und C. haben sich allerdings so wenig zu sagen und so wenig gemein, dass der Film eine Minute des Schweigens unerbittlich durchhält, die einem die Peinlichkeit dieser Situation heftig unter die Nase reibt, bis C's "Würden Sie mich bitte entschuldigen.." alle Anwesenden auf der Leinwand wie im Kino erlöst. Später herrscht eine ähnliche Stille zwischen ihm und seinem Vater, die allerdings auf Feindseligkeit statt auf Desinteresse fußt. Dementsprechend beendet er sie auch, indem er seinem Vater mit der protestantischen Arbeitsmoral eröffnet, er wolle sich jetzt erstmal besaufen und brauche dann einen ordentlichen Fick. Bukowski eben. Hier liegt leider auch eine Schwäche des Films. In Episoden erzählt stellt er zwar ein genügend präzises und ausgeführtes Bild Cs her. Ein nihilistisches Leben der Stagnation, Sinnentleertheit und dem Verlangen, darüber zu schreiben. Kaputter Asphalt und heruntergekommene Wohnungen und Menschen zeigen Amerika von der Schattenseite. Aber leider nicht so schonungslos wie die literarische Vorlage. Szenen wie im "Uncle Sams Hotal", in der sich Bukowskis alter ego mit seiner Freundin, einer Hure, und ihrer ebenfalls im Gewerbe tätigen Freundin mit billigstem Portwein betrinkt und sich danach mit beiden vergnügt, während sie sich im komatösen Zustand befinden. Der Tabubruch Bukowskis bleibt im Film zu "brav" und "keusch". Das soll jetzt kein Pladoyer für ausufernde Sexszenen sein (eine kurze gibt es ja auch), allerdings hätten ein, zwei Akte tristen, animalischen und lieblosen Treibens dem Umreißen Chinaskis Person sicher nicht geschadet.

    Hinzugefügt am 03.01.2006 um 00:02 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    ich habe schon lange kein bukowski buch mehr gelesen, aber ich glaube der Film kommt dem Stil der Bücher nahe. Gefallen haben mir die abgestimmten Bilder, die gute schauspielerische Leistung, die teilweise angenehm langen und ungeschnittenen Szenen, der abgründige Humor, der hinter der FuckYou-Attitude des Sich-Nicht-Verbiegen-Lassens durchscheint. Was man von dem Film nicht erwarten sollte: Action, eine klare Botschaft, ein Wohlfühl-Gefühl beim Verlassen des Saales. Bei mir blieb jedenfalls eher ein Gefühl der Berührtheit und Melancholie, und der Freude, dass auch diese Art der Weltsicht einmal in einem "hollywood"-Film thematisiert wird.

    Hinzugefügt am 07.12.2005 um 06:29 Uhr
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