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2 - Nicht gut
eins vorweg, ich habe auf einen spannenden, gut gespielten film gehofft, der vielleicht sogar an den genialen 'in the line of fire' rankommt.
befürchtet habe ich aber insgeheim einen x-beliebigen eingheitsbrei mit vielen klischees und ohne viel tiefe. ein film der nur durch starpower anlocken und überzeugen soll.
leider wurde meine befürchtung wahr.
the sentinel ist zu vorhersehbar, als das großartig spannung aufkeimt oder man mitfiebert. würde man die besetzung austauschen könnte es glatt eine us-billig fernsehproduktion sein, die in deutschland bei rtl 2 vor sich hinplätschert. zu einfach gestrickt ist das ganze drehbuch und die inszenierung. interessante einfälle oder neues sieht man so gut wie gar nicht.
handlungsstränge werden irgedwo in der mitte aufgegriffen und fast nie konsequent zuende gestrickt. ärgerlich, da der zuschauer sich vielleicht fragt was denn nun z.b. mit der familie des verräters passiert ist, oder
die genauen hintergründe wissen möchte.
was haben die drahtzieher für einen nutzen
daraus? was war wirklich zwischen garrison und breckenridges' frau? und warum haben sie sich plötzlich wieder alle lieb?
habe ich das alles verpasst als ich auf die uhr geschaut habe? zugegeben, meine volle aufmerksamkeit hatte the sentinel nach einer zeit nicht mehr. sollte denn ALLES geklärt worden sein, dann denkt euch noch einen punkt dazu.
technisch und optisch (von frau longoria mal abgesehen) vermag the sentinel nicht wirklich zu überzeugen. eher im gegenteil. einen so schlampigen schnitt habe ich in einer produktion diesen kalibers niemals erwartet. derart auffällige zeithüpfer (z.b. als der mann nach dem coffee-shop sein handy einsteckt, oder der präsident in camp david seinem gast die hand schüttelt,..etc.)
dabei wären solche fehler so leicht zurch überblendungen oder umschnitte zu kaschieren. wenigstens auf der dvd. ich hatte eher den eindruck eine rohschnittfassung zu sehen. auch die visual effects überzeugen teils nicht voll. (hubschrauber)
der manchmal eingesetzte farbfilter ist ein schlecht geklautes stilmittel das hier eigentlich nur billig wirkt. der ganze film wirkt so uninspiriert und steril, es ist so schade um die verschwendeten möglichkeiten.
michael douglas spielt nicht gelangweilt, aber mehr als unbedingt nötig tut er auch nicht.
jack bauer alias kiefer sutherland (oder andersrum) ist keine überraschung. eva longoria ist ein hübsches beiwerk, zwar durchaus schön anzusehen aber weder ein gewinn für den film noch etwas um ihr 'desperate housewives' weibchen-image etwas abzulegen. womit ich wieder bei rollen- und typen klischees angelangt bin.
überraschungen oder interessante wendungen gibt es nicht. das erwartete packende katz-und-maus spiel zwischen mentor und ex-schüler bleibt aus, oder besser gesagt es hört auf bevor es richtig angefangen hat.
die schießereien wirken uninspiriert und sind weder spektakulär noch realistisch noch
auf dem niveau einer 60 mio $ produktion.
glücklicherweise hat man wenigstens auf das alternative ende (auf der dvd unter extras)
verzichtet und diesen handlungsstrang teils offen gelassen.
fazit: 4-5/10, da der film außer großen namen in der besetzung, sowie routiniertes, aber nicht engagiertes schauspiel wenig bietet. positiv wäre noch ein gewisser minimalismus anzusehen, das bewirkt dass die story etwas glaubhaft ist. aber mehr auch nicht.
ich vergebe eher symphatiepunkte für
die stars, den sonst kann ich dem film beim besten willen nichts abgewinnen. dazu wird zu wenig bis gar nicht auf die einzelnen puzzleteile der geschichte eingegangen.
im großen und ganzen ein fest der verschenkten möglichkeiten.
leider.
Hinzugefügt am 26.07.2007 um 10:12 Uhr
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