Der freie Wille
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    Mutant143
    Mutant143

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      5 - Spitzenklasse

    also der film hat mich wirklich mitgenommen! mann oh mann, das ist wirklich harter stoff, der einem da geboten wird. obwohl es sich eher um einen sehr ruhigen film handelt, in dem so gut wie kaum gesprochen wird, spielt sich das meiste im kopf des zuschauers ab. hinzu kommen harte vergewaltigungsszenen und ein ebenso hartes ende, welches jedoch zwar voraussehbar war, aber ebenso hart in szene gesetzt ist. das vergisst man nie, wie den gesamten film. ich als heterosexueller mann kann die taten des Theos nicht nachvollziehen und kann mich wohl glücklich schätzen, solchen trieben nicht unterworfen zu sein, die trotz 10jähriger therapie nicht unterdrückt geschweige denn ausgeschaltet werden konnten. ein harter, langer film, für den man sich zeit nehmen muss und sollte, um die bilder auf sich wirken zu lassen und das grossartige spiel von Jürgen Vogel und seiner filmpartnerin zu "geniessen". 10 von 10 punkten von mir, aber locker!

    Hinzugefügt am 10.10.2009 um 09:09 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    es gibt viel filme mit herrn vogel, doch in diesem bewegt er alles in einem!es gelingt in der deutschen filmszene eigentlich nur einem charakter wie jürgen vogel, figuren zu spielen, die am rande der gesellschaft stehen.

    Hinzugefügt am 27.10.2008 um 20:35 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Es ist selten geworden, dass aus deutschen Landen so explosives und nachhaltiges Kino kommt. In einer atemberaubenden Erzählzeit und einer grandiosen, schauspielerischen Leistung des deutschen Vorzeigeschauspielers Jürgen Vogel wurde mit diesem Werk ein Film geschaffen, der einfach nur beeindruckt. Dabei wird der schmale Grat zwischem dem "bösen Verbrecher" und dem "doch unschuldig wirkendem Verlierer" durch eine eingehende Charakterisierung erschaffen. Allein dies trauen sich schon wenig Regisseure, welche sonst allzu schnell in publikumserprobte Schwarz-Weiß-Strukturen arbeiten. Dieser Film bietet viele Farben, welche in einer bedrückenden und zähen Odyssey eindrucksvoll hinterlassen werden. Prädikat: besonders wertvoll...

    Hinzugefügt am 23.09.2008 um 22:16 Uhr
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      2 - Nicht gut

    Es gibt nur zwei echte Menschen in dieser Geschichte, so der Film will: Theo und Nettie. Der Vergewaltiger und die arme arme Frau. "Ich bin Scheiße" stellt sie fest. Sie geht eine Beziehung mit dem am Tiefsten gesunkenen Menschen ein, einem Vergewaltiger, und muss feststellen, dass sie nicht gut genug für ihn ist. Er hat sie nur benutzt, um seinen Trieb besser zu kontrollieren. Hat nicht geklappt. Nicht mal dafür war sie gut genug. Das ist die Stärke des Films - er zeigt Netties Abgründe erbarmungslos auf. Theo bleibt als Charakter platt. Dem Zuschauer wird durch die Länge des Films und Theos ständige Präsenz aufgedrägt, Theo sei eigentlich ein sympathischer Bursche. Nur leider ein Vergewaltiger. Und das wars dann auch. Die Thematik wird erzählerisch sehr öde abgearbeitet, die Problematik nur einmal berührt: als Theos einstiges Opfer die arme Nettie in der Toilette vergewaltigt.

    Hinzugefügt am 15.09.2007 um 18:16 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Ich habe den Film heute gesehen und bin sprachlos. Mit sowas hätte ich nicht gerechnet. Das ist mit Abstand der beste Film den ich seit langem langem gesehen habe. Die Thematik, die schauspielerische Leistung von Jürgen Vogel, die authentische Kameraführung- das alles hat mich sehr beeindruckt. Man kann sich in die Person Theo hineinversetzen, ein Stück weit die Vorgehens- und Verhaltensweise eines solchen Triebtäters verstehen und gleichzeitig ist man geschockt von sich selbst so etwas zu denken. Mich hat der Film sehr berührt. Die Rolle der Nettie hätte nur eine Isabelle Huppert besser spielen können. Großes Kino

    Hinzugefügt am 05.07.2007 um 02:29 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Kino der Extreme und Tabubrüche. Der Gang ins Kino konnte für den Vergnügung suchenden Zuschauer 2006 mitunter zur Tortur werden – und dem Cineasten ein wahres "Fest" bereiten, wenn auch mit hartem Stoff: DER FREIE WILLE, Matthias Glasners und Jürgen Vogels Film über einen Vergewaltiger. Thematisch in den Grenzbereichen der menschlichen Vorstellungskraft agierend, mutete er durch explizite Vergewaltigungsszenen und ein schonungsloses Spiel seines Hauptdarstellers viel zu. Mitunter war ein Kinosaal am Ende des über zwei Stunden langen Ausflugs in den Abgrund nur noch halb gefüllt. Solch Geschichten zu erzählen, so unerträglich schmerzhaft und teilweise wiederwärtig, dass kann nur das Kino. Hier kann man die Moralkeule zücken und protestieren, aber es ist das gute Recht des Kinos derlei Extreme zu thematisieren und das Schweigen zu brechen. DER FREIE WILLE reiht sich ein in eine kleine Reihe von Filmen, die Grenzen durchstoßen haben, damit dem Diskurs Raum gaben und so einer alten Tradition des Kinos folgen. Schmerzhaft und für viele auch unzumutbar, was erst recht beweißt wie wichtig diese cineastische Tat ist. Das macht ihn zum besten Deutschen Film 2006 und zu einem der besten Streifen seit Jahren!

    Hinzugefügt am 03.01.2007 um 02:07 Uhr
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      0.5 - Null

    Vielleicht habe ich nach Anschauen dieses Filmes etwas überreagiert,und aus diesem Grunde nehme ich meinen Kommentar mit der Gewaltverherrlichung zurück,da dies gar nicht zutrifft.

    Hinzugefügt am 11.12.2006 um 20:28 Uhr
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      0.5 - Null

    Schon oft genug enttäuscht von deutschen Filmen ohne historischen Hintergrund (ja, Der Untergang ist ein Meisterwerk und Das Leben der Andern auch nicht zu verachten) tat ich mir auch nun diesen Erguss deutschem Auserwähltheitsglauben,die Filmkunst vor amerikanischen Einflüssen retten zu müssen und dabei jede Szene so masslos zu überziehen,dass es entweder wehtut oder irgendwann langweilt, an und wollte es nach der an Sadimus grenzenden minutenlangen Vergewaltigungszene anderen Zuschauern schon gleichtun und das Kino verlassen.Doch die Hoffnung mein Geld nicht völlig verplempert zu haben,hielt mich dann doch.Keine Frage,die Darbietung der Schauspieler,allen voran Jürgen Vogel war sicherlich hervorragend und künstlerisch wertvoll.Aber in der derzeit stattfindenden Debatte um Gealtverherrlichung sollten viel mehr solche Filme genannt werden,als Egoshooter wie "Counterstrike".Natürlich ist mir klar, dass der Film eigentlich gerade,dass Gegenteil aussagen sollte,was ihm aber gründlich misslung.Um nun noch weiter auf die Aussage dieses Films einzugehen,am Ende bleibt eigentlich nur die Lehre, Gewaltverbrecher,einmal gefasst,nie mehr das Tageslicht erblicken zu lassen,da sie sowieso unheilbar sind,was meiner Meinung nach keine gute Lösung ist. Eine solche Perversion kann in meinen Augen nicht mehr als Kunst bezeichnet werden und wer mal einen wirklich künstlerisch wertvollen Film sehen will,der nicht an drastischen Bildern geizt,diese jedoch nicht zur Besinnungslosigkeit auskostet,wie es deutsche FIlme gerne machen,sollte sich zum Beispiel einmal "Requiem for a dream" anschauen.Fazit:Ich huldige die Darbietung der Schauspieler,lehne jedoch diese Art von "Filmkunst" entschieden ab.

    Hinzugefügt am 09.12.2006 um 22:32 Uhr
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      0.5 - Null

    Um es kurz zu machen: Als Kinofreund kann ich mich nicht entsinnen, jemals so tief enttäuscht aus dem Kino gekommen zu sein. Noch mehr: Ich fühle mich betrogen. Warum? Der Titel für diesen Film müsste heissen: "Der unfreie Wille". Es geht mir nicht darum, dass das Thema nicht kontrovers diskutiert werden soll. Aber bei dem Titel bin ich mit einer diesem Titel entsprechende Erwartungshaltung ins Kino gegangen. Ich habe an Kunst den Anspruch, über den Ist-Zustand hinausgeführt zu werden, Visionen zu erhalten, die Leben, ja Überleben ermöglichen. Dieser Kunstanspruch wird von dem Film nicht erfüllt. Er spiegelt ein Scheitern wieder, ohne einen Funken Hoffnung zu bringen. Der Film sagt aus: Es gibt keine Hoffnung, es gibt kein Entrinnen, es gibt keine Entwicklung, es gibt keinen Sinn. Der Sinn, nämlich aus dem Erleben der eigenen (inneren) Konfliktwelt, durch inneren Kampf und Verstehen, warum ich so bin, wie ich bin, die Energie für die eigene Menschwerdung zu schlagen, ist für mich zugleich Lebenssinn. Diesem sicherlich hohen Anspruch wird der Film nicht im Ansatz gerecht. Ich frage mich sogar nach dem Verantwortungsgefühl der Filmemacher. Ob diese sich mal überlegt haben, welche Wirkung der Film auf uns Menschen im Allgemeinen haben, Menschen, die alle in dieser oder jenen Art mit inneren Konflikten kämpfen, insbesondere solche Menschen, denen es genau wie Theo im Film ergeht? Ist denen klar, dass sie mit dem Credo ihres Filmes Letztgenannten direkt zum Suizid führen? Diesen zutieft nihilistischen Film auf die Rechtssphäre unsere Gesellschaft projiziert, müsste zur Konsequenz haben, dass alle potenziellen "Theos" keine Chance erhalten dürfen/brauchen (denn es ist ja eh sinnlos), sie gehören weggesperrt oder exkutiert (zum Schutz der Gesellschaft wohlgemerkt). Gott sei gedankt, dass Kunstschaffende in der Vergangenheit ihren Beitrag geleistet haben, dass sich ein anderes Recht in unserer Gesellschaft entwickeln konnte. Dennoch möchte ich zum Schluss meine Achtung vor der überzeugenden schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarspieler aussprechen. Gerald Sporbert

    Hinzugefügt am 25.10.2006 um 21:25 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Dieser Film macht es dem Zuschauer nicht leicht, und das ist seine Qualität. Ich kann diese Leute nicht verstehen, die immer eine Moral und eine klare Aussage von einem Film erwarten - DAS ist genau DAS GEGENTEIL VON KUNST!!! Sonst muss man ja nicht selbst nachdenken. Deshalb ist es auch gerade eine Qualität, dass die Handlungen des Triebtäters nicht "wegerklärt" oder "hergeleitet" werden ... Klar, in der Regel bringt sich der Täter sich nicht um, sondern der Kreislauf geht immer weiter - aber wollen wir Film- oder Romanhandlungen möglichst so haben, wie sie nach statistischer Wahrscheinlichkeit ausfallen würden? Sehr langweilig ... außerdem heisst der Film "Der freie Wille", nicht "Der übliche Kreislauf" --- und diese Angst, Mitgefühl zu empfinden, wie beim "Der Untergang" (den Film hab ich nicht gesehen, kann ihn daher auch nicht bewerten, aber ich hörte immer als Kritik: Hitler wird manchmal auch menschlich dargestellt, wie schlimm) - selbst die übelsten Verbrecher sind Menschen, nicht Maschinen oder Monstren, und "Kunst", die nur schwarz-weiss malt, macht es sich und dem Rezipienten sehr, sehr einfach, nichts weiter ... Einer der bewegendsten Filme, die ich je gesehen habe ... 10 Punkte!

    Hinzugefügt am 10.10.2006 um 02:18 Uhr
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