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2 - Nicht gut
"American Dreamz" wirkt auf mich wie der amerikanische Vorgriff auf die deutsche Mediensatire "Free Rainer".
Die angeblich komischen Szenen erscheinen mir wie altgebackenes Wiedergekäue, das man schon des Öfteren in ähnlich misslungenen Komödien gesehen hat.
Was mich am meisten gestört hat, war die Preisgabe aller beteiligten Charaktere der Lächerlichkeit und Oberflächlichkeit, die den gesamten Film auf ein sehr niedriges Niveau zieht.
Ein "verwestlichter" Terrorkämpfer, der seine Mutter bei einem Bombenangriff der US-Air Force verloren hat, trifft in den USA auf seine arabisch-amerikanische Familie und seinen leicht tuntigen Cousin, um anschließend in einer Talentshow den US-Präsidente in die Luft zu jagen.
Dann ein dummes und mediengeiles Blondchen, dass ihren unwissenden Freund schonungslos für ihre Karriereambitionen benutztund von einem schleimigen Agenten "gesteuert" wird.
Ein orthodoxer Jude, der nach seinem Torastudium auf die Showbühne drängt.
Hugh Grant kämpft die ganze Zeit vergeblich gegen seine unmotivierte Rolle und scheitert dabei, seinen Erfolg aus "About a Boy" zu wiederholen.
Dann ein seniler und verwirrter US-Präsident, der eine Parodie auf DoubleU sein soll, obwohl die Drehbuchschreiber dabei sträflich missachten, das DoubleU schon selbst eine Parodie ist und es keiner weiteren bedarf.
Der Film sollte in erster Linie durch seine Leichtigkeit überzeugen, scheitert aber grandios aufgrund der lahmen und unmotivierten Story, den unglaubwürdigen Charakteren, und einer "Parodie", die jeden intelektuelle Tiefe, jede Scharfsinnigkeit und Bissigkeit vermissen lässt.
Insgesamt bietet die Medienwelt genug Angrifsfläche für Satire und Parodien, umso wünschenswerter wäre es, wenn die Filme über sie das Potenzial besser nutzen würde. "American Dreamz" tut es leider nicht.
Hinzugefügt am 09.08.2008 um 21:57 Uhr
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