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Der Prinz aus Zamunda
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
3,5
gut
Der Prinz aus Zamunda
Von Stefan Huhn
Die besten Zeiten des US-amerikanischen Schauspielers Eddie Murphy scheinen vorbei zu sein. In den 80er-Jahren gelangen dem Komiker mit Action-Komödien wie „Nur 48 Stunden" und „Beverly Hills Cop" riesige Erfolge, inzwischen lassen Filme wie „Pluto Nash - Im Kampf gegen die Mondmafia" oder „Showtime" sowohl Qualität als auch Erfolg vermissen. Grund genug, einen Blick in die frühe Filmographie des Schauspielers zu werfen, wo sich auch die Perle „Der Prinz aus Zamunda" findet, der dank gewitztem Drehbuch und liebenswerter Charaktere zu den besten Filmen Murphys zählt.

An seinem 21. Geburtstag soll Prinz Akeem (Eddie Murphy) aus dem Königreich Zamunda verheiratet werden, doch für die potentielle Braut hegt er keinerlei Gefühle. Akeem ist ein moderner Prinz und will keine unterwürfige Ehefrau, sondern eine selbständige Persönlichkeit, die ihn nicht nur wegen seiner Position und seinem Geld verehrt. Mit seinem Diener Semmi (Arsenio Hall) begibt sich der Prinz nach New York, um die Liebe seines Lebens zu finden. Akeem gibt sich als Student aus, führt ein bescheidenes Leben und beginnt in einem Fast-Food-Restaurant zu arbeiten. Dort lernt er die hübsche Lisa McDowell (Shari Headly) kennen, die unglücklicherweise bereits liiert ist und kurz vor der Hochzeit steht. Und als wäre dieses Problem nicht groß genug, rebelliert auch Semmi und verlangt nach dem gewohnten Leben in Saus und Braus.

In John Landis' „Die Glücksritter" steigt Eddie Murphy kurzerhand vom Obdachlosen zum Geschäftsmann auf. Dieser Ansatz wird in dem ebenfalls von Landis inszenierten „Der Prinz aus Zamunda" kurzerhand umgedreht: Diesmal gibt Murphy einen Prinz, der sich in die Arbeiterklasse begibt und ein Leben ohne viel Geld kennen lernt. Eine Variation der Culture-Clash-Komödie, in der Murphy zur Höchstform aufläuft. Doch erst das Zusammenspiel mit Arsenio Hall als Semmi, verleiht der Komödie die richtige Würze. Während Akeem alles daran setzt, um seinen Reichtum zu verbergen, fällt es Semmi zunehmend schwer, auf Luxus zu verzichten.

Zum ersten Mal in seiner Karriere, spielt Murphy unter dicken Masken auch etliche andere Rollen. Was hier noch funktioniert wird in späteren Filmen wie Tom Shadyacs „Der verrückte Professor" bis zum erbrechen ausgereizt. Landis hingegen hat das richtige Gespür dafür, nicht zu dick aufzutragen und beweist wie schon in „Blues Brothers" Sinn für die Nuancen seiner Figuren. Gerade den märchenhaften Charakter der Geschichte – man könnte gar von einer Aschenputtel-Variante sprechen – wird durch den harschen Gegensatz zwischen der übertrieben heilen Welt Zamundas und den heruntergekommenen Ecken des New Yorker Stadtteil Queens geschickt betont.

Eine wirklich gesellschaftskritische Intention kann man dieser romantischen Komödie zwar nicht zu gute halten, doch vermeidet Landis den für das Genre meist unvermeidlichen Kitsch so gut es geht. Die gut dosierte Mischung aus Komik und Romanze lässt dann auch die altbekannte Moral, dass man mit Geld nicht alles kaufen kann und schon gar nicht die Liebe, weniger verstaubt erscheinen. Zumal neben Murphys und Halls oft Slapstickartiges Zusammenspiel von hübschen Gastauftritten unterstützt wird: Wer „Die Glücksritter" kennt, darf sich auf ein kurzes Wiedersehen mit den Gebrüdern Duke (Ralph Bellamy und Don Ameche) freuen, zudem sind in winzigen Rollen die zum damaligen Zeitpunkt noch gänzlich unbekannten Samuel L. Jackson und Cuba Gooding Jr. Zu entdecken.

Fazit: „Der Prinz aus Zamunda" ist ein klassisches Feel-Good-Movie, das dank seiner märchenhaft angehauchten Geschichte und den gut aufgelegten Darstellern bis heute nichts von seinem Zauber verloren.
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