Ich bin die Andere
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      5 - Spitzenklasse

    Schade, dass der Film ähnlich wie schon DER ALTE AFFE ANGST, so schlecht hier wegkommt. Selten zuvor habe ich eine so künstlerische und überzeugende Zeichnung von Liebe gesehen. Und gerade das Über-zeichnete macht diesen Anspruch erst deutlich. Liebe ist ein so vielgestaltiges Bild, dass man ihr in der darstellenden Kunst immer nur ausschnittweise gerecht werden kann. Ich finde, diesem Film ist es gelungen, Liebe in nahezu allen Facetten zu thematisieren. Mir scheint beinahe, jede einzelne Figur steht für ein ganz eigenständiges Konzept - Schäfer als bewußte Selbstaufgabe ("Was soll Liebe anderes sein als egoistisch?"), der Vater natürlich der Gegenpol, also hemmungsloses Verschlingen des Anderen, Fabrys erste Freundin als uneingeschränkte Unterstützung des Anderen bei gleichzeitiger Selbstaufgabe, Carlotta ist Liebe als Dienst-Leistung, Caroline als kindlich-naiv-unschuldige Sehnsucht. Die Figuren gehen nahtlos ineinander über, am deutlichsten natürlich sichtbar in Carlotta/Caroline. Aber auch beispielsweise beim Familienessen, bei denen die komplette Familie zu einem einzigen, gleichgeschalteten Bewußtsein verstrickt ist, oder in der Szene, in der die Mutter ihre Tochter besucht und einfach mit Selbstverständlichkeit in den Kleiderschränken herumwühlt, die Unterwäsche herausholt und sich selbst vorhält - Distanzlosigkeit, Ineinandereindringen, Verschlingen, nirgendwo werden Grenzen gesetzt und akzeptiert. Alles ist möglich. Ich bin beeindruckt. Der Film ist so intensiv konsequent, dass er das große philosophische Potenzial des Themas voll und ganz entfalten kann und zum Denken und Zweifeln anregt. Ein Lehrstück, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Man muss sich allerdings auch wirklich ein-lassen, sonst kann die Größe in der Tag sich auch nur anstrengend anfühlen.

    Hinzugefügt am 14.04.2009 um 04:39 Uhr
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      0.5 - Null

    "Ich bin die Andere" ist bis jetzt der vierte Film, aus dem ich rausgegangen bin. So einen gewollt metaphorischen Film habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Die Charaktere sind allesamt klischeehaft dargestellt und wirken in ihrer pathologischen Darstellung nur albern. Das Ende war vorraussehbar und Katja Riehmann, die ich als Schauspielerin sehr schätze hat schlichtweg enttäuscht. Der Kinoabend war ein Reinfall.

    Hinzugefügt am 05.04.2007 um 16:22 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Ich stimme Angelika Hagedorn völlig zu. Die besten Filme werden entweder nach einer Woche abgesetzt oder im Fernsehen ins Nachtprogramm oder Pay-TV abgeschoben. In unserer Kleinstadt lief er gerade mal eine Woche. Schade!

    Hinzugefügt am 13.01.2007 um 15:13 Uhr
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      0.5 - Null

    Die Kritik von Christoph Petersen trifft den Film ziemlich gut. Der Film weiß nicht was er sein will und wirkt dadurch immer wieder lächerlich. Im besonderen hat mich gestört das Katja Riemann, auf die ich mich eigentlich besonders gefreut hatte, neben August Diehl einfach gnadenlos alt wirkt, sowohl von der physischen Attraktivität, wie auch schauspielerisch. Man fragt sich ständig ob die männliche Hauptfigur schlicht einen faible für ältere Frauen hat. Die Beziehung zu seiner jungen und sehr Hübschen Partnerin scheint jedenfalls nicht so das wahre für ihn zu sein. Sie wirkt ebenfalls recht gleichgültig, wozu dieser Film überhaupt diese Beziehung braucht, blieb mir verborgen. Ergo, von Geheimtipp kann hier keine Rede sein, es war ein grausamer Kinoabend.

    Hinzugefügt am 12.01.2007 um 14:04 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Es ist wieder soweit.Ein guter Film wird nach 3 Wochen abgesetzt.Es ist ein schwerer Stoff.Als oberflächlich kann man den Film auf keinen Fall bezeichnen.Geheimtipp:immer in Filme gehen,die bald abgesetzt werden!Sind oft die besten Filme!

    Hinzugefügt am 25.10.2006 um 08:56 Uhr
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