Schwere Jungs
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      0.5 - Null

    Ich kann den neuen Film von Marcus Hausham Rosenmüller jedem empfehlen, der auch den Trailer ansprechend und lustig fand. Allen Anderen möchte ich ans Herz legen, sich das Geld für die Kinokarte und für eine 08/15-Story gepaart mit vorhersehbaren und platten Gags zu sparen. Mehr hat der Film wirklich nicht zu bieten. Kein Wortwitz, keine Spannung, keine einzige spontane Wendung. Wirklich spannend ist, dass "Schwere Jungs" jetzt in den großen Kommerzkinos läuft, während man sich für "Wer früher stirbt..." noch immer in ein windiges Programmkino setzen muss.

    Hinzugefügt am 07.02.2007 um 23:21 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Ich fand "Schwere Jungs" besser als Rosenmüllers ersten Film "Wer früher stirbt ist länger tot". Die Story wirkte lebensechter (Ich fand den ersten Film schon recht zusammengesponnen) und der Film insgesamt reifer. Das dörfliche Flair war zwar kaum mehr zu spüren, dafür erntete der Film durchwegs viele Lacher, wenn auch keine echten Brüller. Die schauspielerische Leistung war hervorragend und die Sprache auch für Nordlichter verständlich (war mit einem im Kino). Allerdings würd ich trotz des bayrischen Dialekts nicht behaupten, dass der Humor wirklich bayrisch war. "Schwere Jungs" geht bis auf ein wenige Szenen (Stichwort: Bayrisches Bier) schon eher als normale deutsche Komödie durch. Den Pastewka hätte man von mir aus auch rauslassen können. Er hat zwar gewohnt herrlich blöd geschaut, aber ich wurd die Vermutung nicht los, dass er hauptsächlich als Publikumsmagnet für die Trailer engagiert wurde. Die gscheiden Lacher kamen jedenfalls an anderer Stelle. Fazit: Viel zu lachen, viel zu schmunzeln, aber kein Lachmuskelkater am nächsten Tag. Können sich diesmal auch nicht Bayuwaren anschauen!

    Hinzugefügt am 26.01.2007 um 00:16 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Noch während der Überraschungserfolg von Rosenmüller „Wer früher stirbt ist länger tot" in den Kinos läuft, erscheint das Nachfolgeprojekt „Schwere Jungs" auf den Leinwänden Deutschlands. Nach dem Siegeszug des kleinen Sebastian, der ein oberbayerisches Dorfidyll durcheinanderwirbelt, sind die Erwartungen an die „Schweren Jungs" entsprechend hoch. Wieder wird Oberbayern zum Schauplatz des Rosenmüllerschen Humors. Diesmal treffen zur Mitte des letzten Jahrhunderts 2 bajuwarische Dorfcliquen aufeinander, die sich sich im Viererbob-Rennen messen. Eine Geschichte dörflicher Männerfreundschaften und -rivalitäten mit amourösen Nebenkriegsschauplätzen. Ausreichend Stoff (auf authentischer Grundlage) für ein Filmspektakel. Im Gegensatz zu „Wer früher stirbt ist länger tot" ist „Schwere Jungs" etwas „internationaler" besetzt. Leider hat der neue Film damit auch etwas an Ursprünglichkeit und Authentizität verloren. Die Verwendung des Dialekts wirkt insgesamt etwas kultivierter und leider auch etwas bemüht... Folge: ein Verlust an Frische und einer gewissen „Deftigkeit" bayrischen Humors - damit aber vielleicht auch „sehbarer" für die deutschen „Nordlichter". Die Verschiedenheit der Charaktere wirkt mitunter aufgesetzt und arg konstruiert, sorgt aber damit für die notwendige komödiantischen Reibungen. Ist „Schwere Jungs" deswegen eine schlechte Komödie: Nein! Rosenmüller emanzipiert sich von seinem vorangegangen Werk und stellt damit um so deutlicher sein komödiantisches Talent unter Beweis. Selbst wenn die Tränen beim Lachen weitgehend ausbleiben - ein Film, der unheimlich viel Spaß macht und in vielen Sequenzen anrührt. Rosenmüller versteht es ausgezeichnet, die verschiedenen Stimmungen des Films auf Zelluloid zu bannen. Sehr gelungen, die einsame verbitterte Ehefrau von Gamsler nach einem Telefongespräch mit ihrem Ehemann - große Bildersprache. Ebenso gebührt Bastian Pastewka ein Oskar für die beste „Stummfilmrolle" des Jahres. Lange nicht mehr gesehen - Pastewka, der durch minimalem Spracheinsatz, allein durch sein Minenspiel eine komödiantische Rolle perfekt ausfüllt. Originell ist der Filmabspann: Happy End und Rosenmüller läßt in Musik und Text seinem Hang zu Selbstironie und Sarkasmus freien Lauf. „Schwere Jungs" ist eine Komödie, der wie ein Viererbob (zu) langsam Fahrt aufnimmt, dann jedoch Tempo aufnimmt, mit Brachialgewalt in’s Tal schießt und einen Sog entwickelt, von dem man mitgerissen werden kann. Am Ende des Films freut man sich, daß man in diesem Bob „mit drin war". Ein unbeschwert schöner Kinoabend !

    Hinzugefügt am 18.01.2007 um 16:40 Uhr
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