Die Fälscher
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Maddin
Maddin

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5,0
Veröffentlicht am 2. Juni 2026
Die Fälscher ist ein eindrucksvolles Historiendrama, das auf wahren Begebenheiten basiert und eines der außergewöhnlichsten Kapitel des Zweiten Weltkriegs beleuchtet. Regisseur Stefan Ruzowitzky erzählt die Geschichte mit großer Spannung, moralischer Tiefe und bemerkenswerter Zurückhaltung. Nicht ohne Grund wurde der Film 2008 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

Im Mittelpunkt steht der jüdische Fälscher Salomon „Sally“ Sorowitsch, gespielt von Karl Markovics. Nach seiner Verhaftung wird er in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht und dort Teil der sogenannten „Operation Bernhard“. Gemeinsam mit anderen Häftlingen soll er für die Nationalsozialisten perfekte britische Pfundnoten und später US-Dollar fälschen, um die Wirtschaft der Kriegsgegner zu destabilisieren.

Die besondere Stärke des Films liegt in den moralischen Konflikten seiner Figuren. Die Häftlinge befinden sich in einer scheinbar aussichtslosen Situation: Arbeiten sie mit, erhöhen sie ihre Überlebenschancen, unterstützen aber gleichzeitig die Ziele ihrer Peiniger. Verweigern sie sich, riskieren sie ihr Leben. Diese schwierigen Entscheidungen werden glaubwürdig und ohne einfache Antworten dargestellt.

Karl Markovics liefert eine herausragende Leistung als zynischer Überlebenskünstler, der sich zunehmend mit seinem Gewissen auseinandersetzen muss. Auch August Diehl überzeugt als idealistischer Mitgefangener, der einen starken Gegenpol zu Sally bildet. Die Spannungen zwischen den beiden Figuren verleihen dem Film zusätzliche emotionale Kraft.

Die Inszenierung verzichtet weitgehend auf große Effekte und konzentriert sich stattdessen auf die Menschen und ihre Schicksale. Gerade dadurch wirkt die Geschichte besonders authentisch und beklemmend. Die Atmosphäre des Lagers wird eindringlich vermittelt, ohne jemals sensationsheischend zu werden.

Fazit:
Die Fälscher ist ein hervorragend gespieltes und intelligent erzähltes Drama über Überleben, Moral und menschliche Entscheidungen unter extremen Bedingungen. Ein bewegender Film, der Geschichte greifbar macht und lange nach dem Abspann beschäftigt. Ein Meisterwerk des deutschsprachigen Kinos.
Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. August 2023
Regisseur Stefan Ruzowitzky zeigt die KZ-Gräuel zwar nicht direkt, lässt die Fälscher und uns Zuschauer aber die Schreie und Erschießungen hören - was ebenso unter die Haut geht. Am 24. Februar 2008 durfte Ruzowitzky als Lohn dafür den ersten Oscar für Rot-Weiß-Rot in die Höhe stemmen.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.854 Follower 5.066 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 7. September 2017
Immer wieder machen Filme wie dieser mir klar: ich kann verdammt froh sein in der damaligen Zeit nicht gelebt zu haben. So auch dieser der sich mit der Situation in einem bestimmten KZ befasst in dem ein Haufen Gefangener zum Geldfälschen gezwungen werden. Der Film widmet sich ausführlich der zwiespältigen Situation: wenn sie den Nazis helfen haben sie ein luxuriöses Leben (wenngleich sie durch die Wand die Greueltaten mit anhören müssen), oder aber sie riskieren ihr Leben und sabotieren. Das Resultat ist ein scheußlicher Film der furchtbare Situationen und verzweifelte Menschen in grausamen Situationen zeigt. Des ist alles sehr ergreifend und sehr wertvoll – dumm nur und schade daß solche Filme nur von wenigen Menschen gesehen und geschätzt werden. Darum, liebe Freunde anspruchsvoller und erschütternder Filmkost, hier ist so ein Werk Schaut es, schätzt es – aber macht euch nicht auf gute Laune gefasst.

Fazit: Schmerzhafter Film über arme Kerle in schlimmer Lage!
peter01
peter01

19 Follower 112 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
ich hätte mir mehr erwartet, leider konnte karl markovics seinen "erlernten" dialekt nicht perfekt rüberbringen und das hat nach und nach immer mehr genervt.

ansonsten bin ich aber als österreicher sehr glücklich, dass wir endlich mal wieder ein oscar geholt haben, nächstes mal vielleicht mit einem fim, der mir aber besser gefällt ;)
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
Die Fälscher' ist ein Film der durch und durch gelungen ist. Er erzählt die Geschichte von KZ Insassen, die für das damalige deutsche Reich unter anderem Fälschungen von Banknoten erstellen sollten. Der Film zeigt dabei auf beeindruckende Weise die Zweiklassengesellschaft von KZ Insassen. Auf der einen Seite die für die Wehrmacht 'wertlosen' und auf der anderen Seite die für die Wehrmacht 'wertvollen' Insassen. Dabei kommt der Film 'Die Fälscher' völlig ohne platte moralische Schuldzuweisungen aus und brilliert durch seine hervorragende nüchterne Darstellung der Historie.



Sehr gut gespielte und abwechslungsreiche Charaktere, sowie eine aufwendige und detaillierte Kulisse machen den Film zu einem wahren Genuss.
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