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Oldboy
Durchschnitts-Wertung
4,3
722 Wertungen - 78 Kritiken
60% (47 Kritiken)
18% (14 Kritiken)
13% (10 Kritiken)
4% (3 Kritiken)
1% (1 Kritik)
4% (3 Kritiken)
Deine Meinung zu Oldboy ?

78 User-Kritiken

Spike Spiegel
Spike Spiegel

User folgen 1 Follower Lies die 76 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 11.04.14

Ein Mann kommt nach 15 Jahren Gefangenschaft frei. Er schnüffelt an fremden Leuten, zettelt Schlägereien an und isst einen lebenden Tintenfisch. Es ist, als wolle er alles Leben in sich aufsaugen, das er in den letzten anderthalb Jahrzehnten verpasst hat. Doch schon bald wendet er sich der einzigen Sache zu, die ihm im Leben noch bleibt: Rache. Park- Trilogie, die Zweite.____________ Oldboy erzählt die Geschichte eines Mannes Namens Oh Dae-Su, der sich seiner Schlechtigkeit nie bewusst war. Er wird dem Zuschauer als verantwortungsloser Trunkenbold vorgestellt, der über fünf oder sechs Gläsern den Geburtstag seiner kleinen Tochter vergessen hat. Als er das nächste Mal seine Augen öffnet, ist er in einem winzigen Zimmer eingesperrt und erfährt, dass ihm Alles genommen wurde. Der Zuschauer kann gar nicht anders, als Mitleid mit Oh Dae-Su haben, der immer mehr dem Wahnsinn verfällt. Choi Min-Siks Schauspiel ist nicht gerade subtil, aber seine verzerrte Mimik brennt sich für immer ins Gedächtnis ein. Auf der Suche nach seinem Peiniger erfährt Dae-Su Kapitel über die eigene Vergangenheit, die er längst vergessen hat, weil er sie für total unwichtig gehalten hat. Die Jagt nach der Rache wird Stück für Stück von Innen nach Außen gekehrt und für den Zuschauer, der nur soviel weiß wie Dae-Su, setzt sich langsam ein Bild der im Grunde banalen Ereignisse zusammen.___________ Es ist egal, wie unwahrscheinlich und konstruiert die Geschichte ist. Sie ist verdammt gut und das ist die Hauptsache. Die Motivation von Protagonist und Antagonist ist am Ende vollkommen nachvollziehbar, auch wenn sie unverhältnismäßig ist. Oldboy ist ein fiktionales Werk und erhebt keinerlei Anspruch auf Realismus. Das manifestiert sich unter anderem in der surrealen Gestaltung mancher Szenen, was dem Film einen albtraumhaften, fantastischen Einschlag gibt. Allein die grenzenlose Kreativität, die hier bei der Inszenierung bewiesen wurde, macht Oldboy bereits zu einem Meisterwerk. Was ihn ebenfalls auszeichnet, ist seine interessante Perspektive auf den Racheakt. Am Ende hat jeder das getan, was er tun wollte und trotzdem hat niemand wirklich sein Ziel erreicht. Rache wird als vollkommen destruktiv dargestellt und somit entglorifiziert. Zu guter Letzt ist Oldboy noch ein wirkungsvoller Horrorfilm. Die Gewalt ist, obwohl sie größtenteils Offscreen passiert, unheimlich intensiv. Der Zuschauer wird auch mit immensem emotionalem Leid konfrontiert, das allein von Choi Min-Siks schauspielerischer Leistung transportiert wird. Den größten „Schaden“ am Zuschauer wird aber der Schlusstwist anrichten, der zu den wenigen wirklich guten Wendungen in der Filmgeschichte gehört.___________ Oldboy ist ein ultrabrutaler Thriller, eine epische Tragödie und die perfekte Zusammenkunft von Film- Handwerk und Filmkunst.

LucaFilm
LucaFilm

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3,0solide
Veröffentlicht am 19.07.17

Die Geschichte ist super: ein Mann wird 15 Jahre eingesperrt, und dann wieder mit Anzug und Geld freigelassen.... Warum? Man Ahnt schon schlimmes, als man den Protagonisten kennenlernt, der lieber saufen geht, als zu dem Geburtstag seiner kleinen Tochter. Dass hier Rache eines Dritten im Spiel ist, ist selbsterklkärend. Ich persönlich fand aber einige Szenen etwas skurril und langweilig. Warum isst er einen lebenden Tintenfisch? Warum beschnüffelt er fremde Leute? Er war nur in einem Zimmer gefangen und nicht in der Wildnis- er wusste schon vorher, was ein Fahrstuhl ist. Diese zwanghaft komischen Szenen sollen vielleicht das ganze auflockern, ich persönlich ffand sie unpassend. Was sich sin Gegenspieler grnau als Rache ausgedacht hat, war mir schon im Sushi- Laden klar. Deshalb gab es für mich keinen schockierenden Plot- Twist am Ende. Was ich aber gut fand war, dass man zunächst mit dem Gegenspieler sympatisiert, dann aber Zweifel bekommt, die aber unbegründet sind. Außerdem sieht man, wie zwei durch Rache zerfressene Menschen machen, wenn ihre Rache befriedigt wurde. Wie unterschiedlich sie damit umgehen. Die Actionszenen sind auch etwas skurril. Es ist zwar cool, mal keine übertriebenen asiatischen Kampfszenen zu sehen, aber die hier präsentierten Szenen machen auch nicht wirklich Sinn. Alles in Allem ist der Film aber solide und sehenswert. Teilweise etwas langweilig und in die länge gezogen, aber ansonsten solide.

Zach Braff
Zach Braff

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 12.05.14

Eine dermaßen ausgeklügelte Geschichte hat einfach 5 Sterne verdient! Ein Mann, der nach 15 Jahren Gefangenschaft auf Rachefeldzug geht und den Grund herausfinden möchte, warum er für so lange Zeit eingesperrt wurde. Wie sich Oldboy im Laufe des Filmes entwickelt ist einfach atemberaubend. Absolut genial inszeniert, ein super atmosphärischer Soundtrack und zu überzeugend gespielt, dass einem wirklich die Nerven blank liegen. Ganz großes Kino!

Guikate
Guikate

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0,5katastrophal
Veröffentlicht am 08.12.13

In dem Film gibt es keinen Sinn, er ist deprimierend, nervig, langatmig und ich denke grad Leute die sich zwanghaft von der Masse absetzen wollen reden sich ein hier was besonders Künstlerisches vor sich zu haben, in Wirklichkeit ist es wirklich echter Dreck.

Hitmanski
Hitmanski

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2,0lau
Veröffentlicht am 10.12.10

"Danke, dass sie bis zum Ende dieser schrecklichen Geschichte ausgehalten haben!" - Ein Film, dessen Werdegang mittlerweile mehr über das Werk aussagt, als jedes Review dieser Welt es tun könnte: 2004 von Quentin Tarantino als Vorsitzender der Jury in Cannes aus der Versenkung geholt, erfuhr "Oldboy" kräftig gepushed durch seinen Gönner, eine nahezu beispiellose Stilisierung und Verkultung, die bis heute seinesgleichen sucht. Tarantino empfiehlt Park - dass zeugt für sich gesehen von einer gewissen Konsequenz, drehen sich doch beide seit Jahren um die eigene Achse, und gefallen sich in ihrer absurden Gewaltästhetik und der narrativen Belanglosigkeiten, immernoch selbst am besten. Auch der zweite Teil der "Vengeance"-Trilogie macht das, was sein Regisseur im Laufe der Jahre perfektioniert hat: Er bebildert und stilisiert Blödsinn. Manohla Dargis von der "New York Times" verglich Parks Œuvre mal mit einem Werbespot, und sie hatte Recht: Die treibende Musik, die knackigen Dialoge aus dem Off, die Spielereien am Schneidetisch - Die Optik und die Inszenierung "Oldboys" gaukeln das Versprechen einer Virtuosität und Dynamik vor, die der schwachbrünstige Plot zu keiner Zeit einzulösen vermag: Chan-wook Park legitimiert sein narratives Grundgerüst mit all den Anleihen an Dumas damit, dass er in einem Internetchat einmal den Titel "Der Graf von Monte Christo" in die Runde wirft. Wo im großen Vorbild den Charakteren Platz eingeräumt, ihnen eine psychische Entwicklung mit auf den Weg gegeben wurde, da lässt "Oldboy" seinen vor sich dahin mäandernden Plot - wohlwissentlich, seinen Schlusstwist sonst nicht logisch abhandeln zu können - in mystisches Hypnose-Geschwurbel abdriften. Es ist viel heiße Luft um Nichts. Man würde dem Park jene Räucherstäbchen-Ambitionen vielleicht sogar noch verzeihen, wären sie nicht so symptomatisch für seinen gesamten Film: "Oldboy" schwankt ständig zwischen prätentiöser Selbstüberschätzung und alberner SlowMotion-Selbstgefälligkeit hin- und her; ein homogenes Ganzes will der Rachfeldzug zu keiner Zeit werden. Auf übersteuerte Comicsequenzen inklusive eingezeichneter Linien und grotesken Waffeneinsatz (Merke: Schwarzer Anzug Hammer = Kult) folgt wieder die kalkulierte Geschichte um Inzest und Verrat, flirtet dabei ständig mit dem entrückten asiatischen Ehrbegriff und die dadurch evozierten Rachephantasien, nur um schlussendlich die Konfrontation mit einem goldbezahnten Cartoonbösewicht in dessen begehbaren Alibert heraufzubeschwören. Nicht nur die geplante Geschmacklosigkeit des Finales und der anschließenden Endeinstellung, sondern auch die komplett hysterische und zunehmend ins Lächerliche abgleitende Mimik und Gestik von Min-sik Choi dürften dabei für einige ratlose Gesichter im Publikum sorgen. Kurzum: Park tritt auf der Stelle - "Oldboy" ist ein Kino der Kalendersprüche und der großen Gesten, aber auch des reduzierten Inhalts. Armer Octopus!

Bruce W.
Bruce W.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 30.04.17

Für mich persönlich, ein absolut perfekter Film. Und das in jeder Hinsicht. Oldboy beweist dass selbst "veraltete" Konzepte wie die griechische Tragödie, in ihrem Kern auch in der Moderne funktionieren. Dabei fährt der Film gleichzeitig auch einen sehr philosphischen Ton, der sich mit der Frage nach Rache, Gerechtigkeit und Liebe beschäftigt. Chan Wook-Park's Regie ist tadellos, die Actionsequenzen sitzen, das Editing ist immer storygetrieben und systematisch, die Kameraarbeit kreativ und der Soundtrack wunderschön. Die Darsteller geben (allen vorran Choi Min‑sik) oscarreife Performances. Asian cinema at it's best.

Jan J.
Jan J.

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3,5gut
Veröffentlicht am 29.12.16

Eigentlich ein Top Film. Vorallem Story mäßig ein Meisterwerk. Etwas langezogen und die Actionszenen hätten noch intensiver bzw. Häufiger sein können.

schonwer
schonwer

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3,0solide
Veröffentlicht am 04.09.16

Meine Erwartungen zu "Oldboy" waren extrem hoch, da er erstens ein Kultfilm ist, zweitens waren die Kritiken extrem gut, und drittens hat man aus Südkorea bereits gute Filme gesehen wie "I saw the devil" und "A bittersweet life". Der Anfang wo ein Mann 15 Jahre lang eingesperrt wird ist interessant und zudem wird klar: Choi Min Sik ("Lucy", "I saw the devil") wird hier wieder zeigen was er drauf hat. Der Mittelteil war für mich so mittelmäßig, da es an Intensität fehlt und der Film nicht so toll inszeniert ist, wie ich es aus Südkorea gewohnt bin. Zudem fehlt es einem schwer mit den Figuren zu sympathisieren und es kommen komische Szenen vor und zum Teil auch unnötige - der Film wird etwas zäh. Das Ende welches eine "grandiose Wendung" hat ist in Ordnung. Es ist besser inszeniert und wird wieder interessant die Wendung ist jedoch nicht so überraschend wie beispielsweise in "Fight Club". Zudem dreht der Film gegen Ende wirklich auf, es wird blutig und leider auch ezwas lächerlich, da manche Szenen an der Grenze des "nicht Ernst zu nehmen können" sind. Die Schauspieler sind o.k. mehr aber leider auch nicht, außer Choi Min Sik. Positiv aufgefallen ist die Musik, besonders der Main Title ist wirklich gut komponiert worden. Fazit: Leider nicht so gut inszeniert und überraschend wie ein David Fincher ("Fight Club", "The Game"), nicht so intensiv und gut gespielt wie ein Kim Jee-Woon ("A bittersweet life", "I saw the devil") und nicht so heftig wie ein Gareth Evans ("The Raid", "Merantau"). "Oldboy" ist gut, doch mehr leider auch nicht.

bonetiket
bonetiket

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 15.05.16

Meisterwerk! Sollte jeder gesehen haben, vorallem diesen Freunde zu zeigen macht verdammt viel Spaß daher habe ich ihn schon fast zehn mal geschaut. 100 / 5

Ed G.
Ed G.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 28.11.15

UFF!! Ich hatte vor einiger Zeit das US Remake gesehen und wurde dann neugierig auf das Original. Das Remake war schon richtig gut, aber das Original ist umwerfend beeindruckend gewaltig! Was für ein Film! Wahrlich ein Meisterwerk!

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