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    39,90 (Neununddreißigneunzig)
    Durchschnitts-Wertung
    3,9
    128 Wertungen - 25 Kritiken
    Verteilung von 25 Kritiken per note
    8 Kritiken
    10 Kritiken
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    25 User-Kritiken

    Davor N
    Davor N

    User folgen 1 Follower Lies die 8 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 16. Januar 2018
    Als Fan des Films fällt es mir schwer neue Stücke zu finden welche gleichzeitig unterhalten und berühren, aber "39,90" war eine Überraschung die ihresgleichen sucht. Die Dialoge und Schauspieler sind perfekt gewählt und überragen sogar die lyrische Vorlage, welche zwar nicht als Meisterwerk anzusiedelen ist, aber durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Hier wird die ungewöhnliche Geschichte eines Werbefachmanns erzählt und das besondere hier an ist, dass diese Sichtweise nicht von jedem Menschen verstanden wird, da die Sicht eines "Kreative" eben nicht für jeden Menschen zugänglich ist. Sie gibt uns Einsicht in eine Welt welche zwar nah, aber dennoch unergründlich ist. Der Film ist sowohl für Cineasten, als auch für Interessen der Werbebranche zu empfehlen...Eine kleine Perle in der großen Filmwelt
    Tobi Braun
    Tobi Braun

    User folgen 3 Follower Lies die 6 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 23. August 2011
    Ein einfach nur genialer und einzigartiger Film! Interessant aufgemacht und satirisch sehr gelungen.
    Fundamentalontologe
    Fundamentalontologe

    User folgen 2 Follower Lies die 29 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Manche Szenen dieses Filmes sind hochwertig und einfach klasse gefilmt worden. Vor allem die Kameramänner und der Regisseur müssen hier wirklich gelobt werden. Sie schaffen es immer wieder die Protagonisten herrlich in Szene zu setzen, sei es seitlich per nahem Profilbild, direkt frontal drauf, von oben oder von weiter weg. Mit der Kamera wurde wirklich viel variiert und die kleinen Tricks machen diesen Film ganz gross: So z.B. der Übergang vom schwarz-weissen ins farbige Bild oder die Szene, wo Oktave die Drogenpille schluckt, der Zuschauer sie seine Kehle und seine Essröhre hinuntersausen sieht und schlussendlich betrachten kann, wie sich sich in seinem Magen angekommen schäumend auflöst und zu wirken beginnt. Drogentrips sind nämlich eigentlich ein alter Hut. Die kennt man aus anderen Filmen, allen voran "Fear and loathing in Las Vegas" zur Genüge. Trotzdem haben die Filmemacher es hier geschafft, diese Szenen innovativ und frisch auf die Leinwand zu zaubern. Nebenbei wird noch mit allem möglichen abgerechnet: Obwohl es im Kern nicht darum geht, wird auch der Tierschutz hervorgehoben. Die Tötungsmethode mit dem Bolzenschussgerät bei Kühen und Schweinen wird ebenso verurteilt wie alles andere Fleisch in der "Herstellung und Verarbeitung" auch. Die Werbebranche bekommt ihr Fett weg, die Designermarkenklamotten, hirnrissige Produkte und die "grauen Eminenzen", Schreibtischtäter und gelackmeierten Affen und Fatzken, die mit ihren Anzügen einen auf seriös machen. Die kreativen Künstler stehen in der ganzen Showse noch ganz gut da und kommen exzellent weg. Schließlich aber sind sie es, welche die "todbringenden" Werbespots und idiotischen Einlagen auf Plakaten und im TV liefern. So ein Werbespot scheint eigentlich nicht schwer machbar zu sein. So wie es im Film ausschaut, saugen die Protagonisten sich mal eben die Ideen so einfach aus den Fingern. Sonst sitzen sie rum, töten ihre Haustiere oder nehmen den ganzen Tag nur Drogen und kassieren eine riesige Menge an Zaster ab. Etwas unrealistisch ist das schon. Irgendwo werden im Film auch alle gängigen gesellschaftkritischen Klischees durchgespielt und exzerziert (so z.B. auch die Szene, wo sie ihm offenbart, das sie schwanger ist und wie er dann darauf reagiert... oder die Sexszenen). Das nervt den erfahrenen Cineasten und er denkt sich: "Öh, alles schon mal gesehen", aber dennoch ist dieser Film gut inszeniert und ausgestattet, während auch die schauspielerische Leistung überzeugen kann. Auch die immer wiederkehrende Szene mit dem Hochhaussprung in den Suizid fetzt und haut rein, erinnert aber stark an die ähnliche Einstellung aus dem Film "La Haine". Geklaut wurde also allemal, die Idee am Ende mit den zwei Enden kann allerdings nochmal richtig punkten, sonst hätte der Film nur 6/10 verdient gehabt. Aber das macht ihn nochmal sozusagen als großes Finale etwas schmackhafter. Also wie gesagt: Der erfahrene Cineast und Gesellschaftswissenschaftler kennt die meiste Materie aus dem Film schon, kommt aber trotzdem durch die innovative Visualität auf seine Kosten. Jeder andere wird den Film wahrscheinlich toll und revolutionär finden, was er aber bei näherer Betrachtung nicht ist. Auch die Psychologie der Charaktere ist weder neu, noch besonders tiefgründig. Vielmehr sind die Figuren eher sogar extrem oberflächlich und hedonistisch, wenn ihnen mal gerade nicht langweilig zu sein scheint. Es gibt Nebenfiguren, die enorm aktiver sind und wirken als die Hauptprotagonisten, die immer chillig und besonders leger vor sich hin leben und sich ihrer selbst sicher sind. Narzisstisch, egoistisch und schwarzhumorig - so wie Künstler sind - womit wir wieder bei den Klischees angelangt wären. Die so genannten Künstler sind hier Koksnasen mit sexuellen Obsessionen und Perversionen (zumindest Oktave), der dabei aber bei den "Ladys" trotzdem landet und anscheinend ein guter Liebhaber ist. Trotzdem: Neu ist das alles irgendwie nicht, aber immerhin sehr unterhaltsam schon. Das Buch ist aber wahrscheinlich (wie so oft) sicherlich besser ...
    MGFirewater
    MGFirewater

    User folgen 1 Follower Lies die 13 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 10. August 2012
    Beruf (Realität) und Klischees (Satire) liegen oft eng beieinander ;)
    Schnafffan
    Schnafffan

    User folgen 4 Follower Lies die 21 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 23. April 2012
    [...]"39,90" lässt sich am ehesten als eine im Milieu der Werbebranche angesiedelte Mischung aus Danny Boyles "Trainspotting" und Oliver Stones "Natural Born Killers" beschreiben. Ihnen ähnlich ist die ausladende,hip-verspielte und sich oftmals in ihrem Ideenreichtum nahezu überschlagende Regie Kounens,mit der er hier zu Werke geht.Mit unzähligen filmischen Stilmitteln wie Rückblenden, Alternativhandlungen, Schwarz-Weiß- oder Zeichentrick-Bildern, Animationen und Comicstrips, serviert in schnell geschnittener Videoclip-Ästhetik und garniert mit vorzüglicher Musik (darunter treffsichere Referenzen an "Spiel mir das Lied vom Tod", "In the Mood for Love" oder"The Mission") sorgt der ehemalige Musikvideo-Regisseur für ein visuelles Feuerwerk,dass jedoch seine offenkundig politische Ambition und Botschaft nicht erdrückt.Vielmehr zeichnet Kounen mit selbigem eine reichlich abgründige Welt der Oberflächlichkeiten,des Konsums und der Skrupellosigkeit. Die ihr innewohnenden Protagonisten sind völlig abgehobene,verantwortungslose Subjekte,durchgehend nur auf ihren eigenen Vorteil,die nächste Mode oder Prise Koks aus.Bisweilen grotesk präsentiert Kounen die Mechanismen hinter dem imposanten Produktionsapparat der Werbung,die unverschämte soziologische Reduzierung der Zielgruppen und ihrer "Bedürfnisse",die köstlich-absurden Planungen und Meetings der Werbeclips oder ihre im Hinblick auf die dort tatsächlich relevanten Faktoren einfach nur grenzbescheuerten Drehs. [...][Die Figur des Octave ist] allerdings auch die einzige ernstzunehmende,psychologisch genauer beleuchtete Figur des Films,alle anderen sind Abziehbilder ökonomischer Menschmaschinen ohne Tiefe: Der wenig reflektierende,naiv-bescheuerte Kumpel der Hauptfigur,der menschlich völlig überforderte erbarmungswürdige Vorgesetzte,die sich hochschlafende Schauspielerin und der machtgeil-mafiöse Big Boss des Unternehmens. Selbiges Kounen zum Vorwurf zu machen,greift jedoch möglicherweise zu kurz,denn auch hier liegt eine klare - wenngleich etwas plakative - Aussage des Regisseurs: Bis auf Octave reduziert er seine Protagonisten auf ähnlich oberflächliche Stereotypen,wie sie die Verantwortlichen der Werbeindustrie tagtäglich zur Eingrenzung ihrer Zielgruppen nutzen. Dreh- und Angelpunkt des Films bleibt freilich Kounens erwähnte formale Ausgestaltung des Films,seine Stilistik,die jedoch nicht nur aus ästhetischen Gründen existiert.Sie bedient sich nicht zufällig genau der gleichen Bildsprache und Mittel der uns täglich konfrontierenden Werbeclips und -plakate.Indem sie an zwei Stellen - Octaves Aufenthalt in der Entzugsklinik und der Aussteiger-Epilog in herrlich kitschiger Südsee-Traumkulisse - mit überraschend ruhigen,fast elegischen Einstellungen konterkariert und damit nicht nur Octave,sondern auch den Zuschauer nach der überbordernden Visualität quasi "auf den Boden zurückholt",wird eine elementare Aussage des Films deutlich: Die auf grenzenlose (Über-)Forderung der Sinne setzende Semiotik heutiger Werbung ist uns allen schon so sehr angewöhnt,dass wir sie praktisch schon in die Sehgewohnheiten unseres Alltags integriert haben und so dafür sorgen,dass sie sich uns in einer Endlosschleife jeden Tag aufs Neue anbieten darf. Die Spitze des Eisberges stellt das Anfangs- und Schlussbild dar: Jenes uns das Paradies versprechende Werbebanner,in welches sich das zuerst wie ein grausig-kitschiges Aussteiger-Happy-End aussehende scheinbare Endbild verwandelt,verdeutlicht,wie selbst (gelebte?) Utopien und Weltverbesserungsideen am Ende nur als weitere Vermarktungsplattform verwertet und verwurschtet werden. Hier macht sich Kounen [...] nahezu über die Gruppen jener linker Intellektueller lustig,zu der er eigentlich selber zählt. Es gilt: Die Werbung in ihrer heutigen unerträglichen und teils verantwortungslosen Form ist immer nur - genau wie die oftmals verwünschte Wirtschafts- und Konsumlandschaft des kapitalistischen Weltsystems - Antwort auf die menschlichen Befürfnisse unserer Zeit,ob singulärer oder kollektiver Art.Dementsprechend ist Werbung ein nie festgesetzter,sondern sich beständig weiterentwickelnder und anpassender Prozess,dessen handwerkliche Mittel sich aus der gesellschaftlichen Kultur speisen,in ästhetischer Hinsicht etwa aus denen der Popkultur,was "39,90" wie bereits erwähnt eindrucksvoll darstellt.[...]FAZIT: Auch wenn man sich beizeiten noch etwas mehr Biss und Witz gewünscht hätte..."39,90" ist eine ausgesprochen unterhaltsame und sehr kluge Satire über die Werbebranche geworden,grandios inszeniert und clever durchdacht.
    schonwer
    schonwer

    User folgen 254 Follower Lies die 729 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 1. September 2016
    Anfangs dachte ich mir wenig zu "99 francs", obwohl die Kritiken recht gut waren. Der Grund dafür war der Trailer, der mich eher perplex ließ. Der Film punktet vor allem in seinem Drehbuch, welcher vieles hinterfrägt, ob die Welt der Werbung, die Welt selbst und die Menschen. Man bekommt einen tiefen Einblick in diese Werbewelt, was zum Teil mit Komik als auch mit Tragik dargestellt wird - ein Mix der perfekt funktioniert und richtig dosiert ist. Es gibt Wendungen und vor allem klasse Dialoge. Der Cast ist bis in die kleinste Nebenrolle top besetzt, doch ganz oben auf die Liste kommt natürlich Oscar-Preisträger Jean Dujardin, der hier viele Facetten zeigt und meisterlich schauspielert. Das ganze wurde mit guter Kamera und famosem Schnitt perfekt inszeniert und macht richtig Spaß. Die Musik ist ebenfalls großartig eingesetzt worden, ob Score oder Musiktitel. Der kleine Abzug liegt vor allem an den Effekten, welche an zwei drei Stellen nicht wirklich gut aussehen. Faziz: Toll gespielt und inszeniert, künstlerisch und mit unkonventionellem Thema.
    Dmitrij Panov
    Dmitrij Panov

    User folgen 8 Follower Lies die 99 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 4. März 2010
    Plakativ, prätentiös, überinszeniert, nicht so tiefgründig wie er sein möchte, nicht besonders frisch in seiner Aussage und mit weniger Nachhall, als man es zunächst vermuten möchte - aber dafür berauschend, amüsant, schonungslos zynisch, schwarzhumorig und oftmals vollends durchgeknallt. Jan Kouen serviert hier einen konsequenten Dauerrausch in grandioser Optik, der mit betont entlarvenden Sprüchen und bizarren Regieeinfällen die inhaltlichen Schwächen gekonnt verdeckt und sich somit schamlos der Mittel bedient, die er eigentlich zu kritisieren versucht. So subversiv, dass er sich selbst in den Hintern beisst - aber, wenn man besonders weit überinterpretiert, dadurch noch viel bösartiger und entlarvender, als er es eigentlich zu sein glaubt. Und abgesehen davon einfach nur ein ganz, ganz großes Vergnügen: Schrill, laut, komisch, schamlos und mit einem grandiosen Ende gewürzt, welches dann doch noch die eigentlich gewollte Botschaft rüberzubringen weiß und den Zuschauer mit einem hämischen Grinsen zurück in die Realität entlässt. Und so unwahr sind einige der Aspekte bestimmt nicht.
    Kino:
    Anonymer User
    5,0
    Veröffentlicht am 10. September 2010
    Die Wahrheit darüber, wer die Gesellschaft manipuliert. Und wie das geschieht! Ziemlich derb, und trotzdem brilliant inszeniert!
    schmittrich
    schmittrich

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    4,5
    Veröffentlicht am 8. März 2010
    Der Film überzeichnet, ganz klar. Der Berufsalltag in der Markenwelt der Werbebranche schaut bei weitem weniger unaufgeregt aus. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Der Film bringt die Wahrheit dennoch sehr pointiert auf den Punkt: alles in der Werbung ist nicht wirklich (woran an sich noch nichts Verwerfliches ist). Der schöne Schein steht jedoch im Dienste einer zweifelhaften Gelddruckmaschine. Im Menschen werden über Emotionen Bedürfnisse generiert, damit er überteuerte Produkte konsumiert, die er oft gar nicht mal braucht. Wie der Protagonist diese Wahrheit in seinem 30-Sekünder gegen Ende des Films rüberbringt, das hat mich begeistert.
    Oma Scharif
    Oma Scharif

    User folgen Lies die 6 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Als ich (vor dem Kinobesuch) hier die Gastkritiken las, dachte ich: Entweder wird dieser Abend ein Gewinn oder ich gehe mal wieder kopfschuettelnd aus dem Saal, mich fragend, was manche Leute nur immer so toll an solchen (auf modern getrimmten) Filmen finden. Ich sah sozusagen ein gewisses Risiko, aber auch eine gute Chance... Und wie ist es ausgegangen?: Der Film i s t ziemlich auf modern getrimmt (dazu gleich mehr). Und der Abend w a r ein Gewinn! So mies wie im Moment das Kino-Filmangebot insgesamt ist, bleibt sogar festzuhalten, dass es sich bei 39,90 um d e n Geheimtipp des diesjaehrigen Kinosommers handelt. Es sei denn, man mag keine Satire. Einige der Gastkritiker (weiter unten) scheinen das uebersehen zu haben: Dieser Film kommt doch gar nicht mit dem Anspruch daher, auf serioese (klassische) Weise eine Story erzaehlen zu wollen. Schon der Beginn macht das ganz gekonnt deutlich: Da fuellt kaleidoskopischer Bildrausch die gesamte Leinwand (und solche "visual-effects"-Hascherei zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film; komplett sehenswert). Und ein Eingangsmonolog des (Anti-) Helden des Films schliesst sich an, der sofort erahnen laesst, dass in diesem Film nicht alles ernst zu nehmen sondern oft genug als satirisch ueberhoeht anzunehmen ist. Der Film hat nicht nur einen sehr sehenswerten Look (mit vielen raffinierten Details, Kamerafahrten etc.), er hat auch Tempo und Witz, gute Sounds gratis obendrauf. Dennoch glibbert er nicht nur irgendwo "an der Oberflaeche lang", sondern bietet auch so manche kleine bis mittelgrosse "Message" an - ohne (und das ist eben das Gute) mit der grossen Moralkeule daherzukommen. Mal lacht man aus voller Kehle, ein ander Mal rutscht man in seinem Kinostuhl nach unten, weil einem an die Nieren geht, wenn gezeigt wird, wie schwachsinnig sich Menschen zum Schaden anderer Menschen verhalten koennen. Doch nun endlich genug des Lobes. Seht´s Euch selbst an!
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