Solaris
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      5 - Spitzenklasse

    Andrei Tarkovski dürfte wohl den wenigsten ein Begriff sein. Sein erster Debütfilm war "Iwans Kindheit" und erschien im Jahr 1962. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören u.a. Andrej Rubljow und Stalker. Ein Film wird aber wohl für immer sein bekanntester bleiben: Solaris. Stanislaw Lem schrieb den Roman, Tarkovski dreht den Film zum Buch. Solaris ist ein sehr komplexer und schwieriger Film. Tarkovskis Filme zeichnen sich aus durch einen oftmals langsamen Erzählrhytmus, eine vielschichtige Geschichte und viele Deutungsmöglichkeiten. All diese Aspekte findet man auch in Solaris wieder. Die ersten 40 Minuten befassen sich mit dem Hauptprotagonisten Kris Kelvin und seiner bevorstehenden Mission zum Planeten Solaris. Es folgt ein ungefähr 2 Minuten lange außergewöhnliche Aotubahnszene, die so ähnlich auch in Stalker vorhanden ist. Dann sieht man Kris auch schon in der Raumstation und wie er nach der Crew sucht. Ab hier wird die Geschichte um einiges komplexer und schwieriger. Um die gesamte Geschichte verstehen zu können lohnt es sich den Film desdhalb ein weiteres mal anzuschauen. Erst dann wird man auch feststellen wie intelligent und innovativ das Drehbuch zum Film doch ist. Tarkovski konzentriert sich im Film eher auf das Seelenleben und Denkwesen der Charaktere. Das Ende hat mich schockiert und zugleich überwältigt. Solaris zu bewerten ist keine einfache Aufgabe. Der Film bietet eine sehr komplexe aber doch interessante Geschichte. Tarkovski hat einen unverwechselbaren Filmstil, die eher sparsam-gesetzte Musik paßt wunderbar zu den Szenen, die Atmosphäre ist grandios! Auch die eher unbekannten Schauspieler spielen ihre Rolle sehr überzeugend. Aufgrund der langen Spielfildauer und dem langsamen Tempo nicht für jeden geeignet. Ein Freund fand den Film schlicht "Langweilig". Für mich einer der besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten. 5 von 5 Sternen

    Hinzugefügt am 11.10.2011 um 18:30 Uhr
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      4.5 - Großartig

    "Die Menschen brauchen keine neuen Welten. Sie brauchen einen Spiegel." -Snaut Und wieder einmal greifen die Menschen nach fernen Welten, die sie ohnehin nicht imstande sind zu verstehen, und wem begegnen sie, so fern von der Erde? Dem eigenen schlechten Gewissen, durch einen denkenden Ozean personifiziert und scheinbar unzerstörbar. Die Suche nach außerirdischer Intelligenz wird in dem Film zu einer Suche nach der eigenen Moral, nach einer Spiegelung der eigenen Seele. "Die technische Entwicklung des Menschen muss immer mit einer moralischen Entwicklung des Menschen zusammenhängen", sagt der Vater des Protagonisten in dem Film und das ist auch die Hauptaussage, die der Regiesseur mit diesem Werk tätigen wollte, welches mit einer tollen Atmosphäre auftrumpfen kann und- auch durch die Schlusszene- stark zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Meiner Meinung nach der beste Tarkowski nach "Stalker", tiefgründig und faszinierend.

    Hinzugefügt am 06.09.2009 um 10:21 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Es gibt eine Sequenz im Film, die nichts anderes macht, als minutenlang mit der Kamera über eine gezeichnete Schneelandschaft zu fahren, im Hintergrund nur schwach angedeutet, die sich ständig wiederholende Stimme einer Frau, später Bachs f-moll. Diese Szene, die in ihrer Einfachheit kaum zu überbieten ist, ist doch auf eine Art und Weise erschreckend, die die Vorstellungskraft übersteigt. Allgemein liegt die Kraft dieses Films, in der Gegenüberstellung von einerseits übernatürlichen/übergrossen, um nicht zu sagen unendlichen, Phänomenen, wie Solaris, andererseits von sehr konkreten, persönlichen Dingen, wie Erinnerung. Der daraus resultierende Widerspruch, die Angst, der Scham, der Zweifel, die Verzweiflung und die Liebe, begründen die Grösse dieses Films, das sie etwas Wesentliches der menschlichen Existenz zum Ausdruck bringen können, das man Leben nennt.

    Hinzugefügt am 04.09.2009 um 00:47 Uhr
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