Telefonmann
2 Follower |
Seine 232 Kritiken ansehen
|
2.5 - Na ja
Eigene Kritik verfassen (mindestens 50 Buchstaben)Der Trailer zu diesem Film sah nicht schlecht aus, und der letzte Film von D.J. Caruso, ebenfalls mit Shia LaBeouf, "Disturbia", hatte mir ziemlich gut gefallen. Also wollte ich mir auch mal "Eagle Eye" ansehen, leider hat der Film mich dann, trotz keiner allzu hohen Erwartungen, etwas enttäuscht. Das ist eigentlich schade, denn Potenzial hat dieser Film eine ganze Menge. Es gibt hier wirklich einige positive Aspekte, welche die schlechten sogar überwiegen, trotzdem bleibt "Eagle Eye" im Endeffekt nur ein Durchschnittsfilm für mich.
Dabei fängt es wirklich gut an. Nach einem kleinen Intro und einer Einleitung der Hauptcharaktere geht es nämlich rasend schnell los und dann noch schneller weiter. Dem Zuschauer wird einer Zeit lang wirklich keine Pause gegönnt, und die Verfolgungsjagd quer durch die Stadt ist grandios inszeniert und Adrenalin pur. Bis dahin weiß der Zuschauer auch noch nicht viel über den weiteren Storyverlauf, und das ist auch gut so, denn sobald ein Großteil des Geheimnisses um die Story aufgelöst wird, geht es mit dem Film bergab wie ich finde.
Das ist sowieso mein größtes Problem mit "Eagle Eye". Die Story. Eigentlich bin ich da gar nicht so anspruchsvoll, und wenn alles andere stimmt, dann verzeihe ich eigentlich jedem Film eine dünne Story. Doch hier ist das anders, weil die Story eigentlich nicht dünn ist, sondern mir einfach nur nicht gefällt. Sobald das Geheimnis erstmal gelüftet ist, wird es immer absurder und unglaubwürdiger. Und neu ist diese Idee auch nicht, das gab es schon in den 80ern. Ich gehe aber mal extra nicht weiter darauf ein, um nicht zu spoilern.
So etwa nach 80 Minuten habe ich mich dann langsam nach dem Ende gesehnt, doch "Eagle Eye" geht noch etwas länger und war mir dann zu langatmig, weil die Spannung raus war. Mich interessierte das Gesehene kaum noch so wirklich, und schlussendlich war mir dann sogar egal, was mit den Personen da passiert. Das liegt allerdings nicht an den Darstellern. Shia LaBeouf erfüllt seine Rolle ziemlich gut und ansonsten hat mir Billy Bob Thornton noch gut gefallen. Der weibliche Hauptpart, verkörpert von Michelle Monaghan, sagte mir allerdings nicht so zu.
Für einen Mainstreamfilm ist "Eagle Eye", zugeben, recht düster geworden. Das ist ebenfalls ein Pluspunkt, allerdings hätte das Happy-End meinetwegen nicht sein müssen. Wenn man schon so düstere Grundtöne anschlägt, dann hätte es mir hier sehr gefallen, wenn man mal auf ein Happy-End verzichtet hätte. Aber zu viel kann man vom Mainstreamkino ja auch nicht verlangen.
Fazit: "Eagle Eye" fängt wirklich gut an, doch noch bevor die Hälfte des Films vorbei ist, verliert der Film immer mehr von meinem Interesse. Ich muss die düstere und rasante Inszenierung loben und auch an den Schauspielern gibt es nichts großartiges zu mäkeln. Allerdings gefällt mir die Story einfach nicht, und ich finde, der Film kann über seine knapp zwei Stunden einfach keine konstante Spannung aufbauen. Deshalb ist "Eagle Eye" trotz seiner guten Seiten für mich leider nur ein Durchschnittsfilm.
Hinzugefügt am 02.08.2010 um 20:35 Uhr
Verstoß melden