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    Reservoir Dogs
    Durchschnitts-Wertung
    4,4
    1252 Wertungen - 33 Kritiken
    Verteilung von 33 Kritiken per note
    14 Kritiken
    10 Kritiken
    5 Kritiken
    2 Kritiken
    2 Kritiken
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    33 User-Kritiken

    Donny Brandt
    Donny Brandt

    User folgen 1 Follower Lies die 31 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 27. März 2014
    "Habe"n paar Bullen erwischt." - "Hast du jemanden erschossen?" - "Ein paar Bullen." - "Keine richtigen Menschen?" - "Nur Bullen." Resevoir Dogs Ach ja, Resevoir Dogs sehe ich doch immer wieder gerne. Einfach weil alles stimmt - für mich der perfekteste Film aller Zeiten. Seien es die gottgleichen Dialoge (siehe Zitat), eine tolle Kamera, abartig gute Schauspieler, die überdimensionale Inszenierung und so weiter. "Hör zu, Kleiner, ich will dir gar nicht erst was vormachen, ok?! Es ist mir eigentlich völlig egal was du weißt und nicht weißt, weil ich dich in jedem Fall foltern werde. Ganz unabhängig davon, was du mir erzählst oder nicht. Es ist amüsant für mich, einen Bullen zu foltern! Du kannst mir erzählen, was du willst! Das hab ich alles schon mal gehört! Wenn du was tun willst, dann bete für deinen schnellen Tod, doch der ist dir leider nicht vergönnt.“ Resevoir Dogs, Michael Madsen Ich werde mich jetzt die nächsten Tage vor mein Resevoir Dogs Michael Madsen Poster setzen und um ihn heulen. Jemand der eine der besten Szenen getragen hat (Folter Szene), darf doch nicht bei Filmen wie Piranhaconda mitspielen. Wie gesagt, die Inszenierung ist großartig und typisch Tarantino, doch der Unterschied zwischen einem Film wie Resevoir Dogs und den anderen Tarantinos ist, dass der Film vor allen anderen entstand, also sozusagen das „Orginal“ und die anderen sind nur genial inszenierte „Plagiate“. "Kommt mit raus, ich muß euch was zeigen." - "Etwa die Fritten zu deiner Coke?" Mr. Blonde: "Nein, die hab´ ich schon gegessen." Resevoir Dogs Und noch eins. Ich könnte bestimmt noch weitere 5 Seiten mit Zitaten füllen. Warum Resevoir Dogs bei den Oscars komplett übersehen wurde, werde ich wohl nie in meinem Leben verstehen. Falls es jemand versteht kann, soll er bitte einen Kommi unter meinem Kommi da lassen, danke! Tarantinos erster Film; den es auch noch vollständig gibt, gehört sicher zu jeder Top 100 Liste auf der Welt, und ist persönlich auf meiner 1. Danke, Quentin!
    8martin
    8martin

    User folgen 8 Follower Lies die 171 Kritiken

    1,5
    Veröffentlicht am 17. März 2010
    Es fällt mir schwer, den Hype um das angeblich furiose Debüt des Regietalentes Quentin Tarantino nachzuvollziehen. Abgesehen von der Erzählweise, die von der eigentlich banalen Handlung ablenken soll, wird diese in Einzelteile zerlegt und durchgemischt nachliefert. Der Film schwankt zwischen blutüberströmten Brutalo-Szenen und endlos langen Dialogen der Gangster, die sich meistens anschreien. Und am Ende haben sie sich alle gegenseitig umgelegt. Na toll! Will man uns zeigen ’Gangster sind miese Killer’? , ’In dem Metier traut keiner keinem’? oder etwa ’So weit im Leben, ist so nah am Tod’? Das wussten wir schon vorher.
    PostalDude
    PostalDude

    User folgen 109 Follower Lies die 587 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 6. August 2019
    Tarantino´s starkes Debüt ! Eine simple Gangsterstory, aber clever verpackt! Quentin´s Art, Filme zu drehen, kommt hier schon zum Vorschein, Rückblenden, viel Gelaber & plötzliche, blutige Gewalt! Plus eine lange Liste von Stars ergibt das einen sehr guten Film!
    HA456
    HA456

    User folgen 2 Follower Lies die 9 Kritiken

    5,0
    Veröffentlicht am 3. Januar 2014
    ''Werwolf''- Wer kennt dieses Spiel schon nicht? Unter einer Horde von Bürgern, welche noch mit weiteren mit speziellen Gaben und Privilegierten bestückt ist, befindet sich ein oder mehrere Mörder. In hitzigen Diskussionen, in dem der Dreisatz gilt: Beschuldigung, Diskussion und Abstimmung, versuchen sie den Mörder zu finden, damit einer nicht immer nach jeder Runde von jenem bei Nacht abgeschlachtet wird. Beobachtung, Wahrnehmung und Urteilsvermögen werden von jedem erprobt und noch eine viel wichtigere menschliche Komponente- das Vertrauen. ''Reservoir Dogs'' ist kein Kinderspiel. Es ist ein knallharter Gangster-Film getränkt in skurrilem Humor und Dialogen, in dem eine Gruppe von Männern angekleidet in schwarzen Anzügen eine Bank nach Diamanten ausrauben will. Das Unterfangen scheitert aber. Die Polizei erwartete bereits die Kriminellen. Bis auf wenige konnten sich alle retten. Eines ist der Gruppe klar, dass sie verpfiffen wurden und dass der Verräter noch unter ihnen steckt. Wie auch im Spiel ''Werwolf'' spürt man in diesem Film was Vertrauen heißt und inwiefern es bedeutend ist, wenn wir unser Vertrauen in jemanden falsches setzen. Die Kriminellen taten es und dieser Fehler hatte gravierende Folgen für die gesamte Aktion. Wie auch beim ''Werwolf'', wenn man dem Mörder traut und als Folge niedergestreckt wird. Vertrauen zu einem beruht auf Fakten und der eigenen Intuition. Und vielmehr noch hat Vertrauen etwas mit dem Urteilsvermögen zu tun. Wie Gewichten wir Fakten, die wir über einen in unserer Hirnzentrale sammeln? Und inwiefern spielt unsere Intuition bei der Entscheidung, ob wir jemanden Vertrauen sollen, mit? Quentin Tarantino hat darauf eine knallharte Antwort- Wenn es um das Vertrauen geht, sind wir alle doch wie kleine naive Kinder, die jedem Vertrauen, die einem ein ''wohlbekanntes'' Gefühl geben. Das hat nicht nur Madonna in ''Like in Virgin'' (Verweis Anfangsszene im Cafe) behauptet, sondern wird auch klar in den Entscheidungen der Gangster in dem Film verdeutlicht. Was also ist schon Vertrauen (Message des Regisseurs-denke ich zumindest). Aber jeder Film hat doch irgendwie eine ausgeklügelte Message. Entweder möchte der Regisseur die Frage ''der Liebe'', ''der Bedeutung von Erinnerungen'' oder ''der Vergebung'' in seinem Film auf irgendeiner Weise behandeln. Also was macht denn ''Reservoir Dogs'' schon besonders? So trivial es auch klingt, der Film hat nichts anderes als eine Gangsterhandlung, die stark verkürzt von der Pate zwei stammen könnte, haufenweise Lebensweisheiten und natürlich eine schöne Message. Was man nicht glauben kann ist, dass Quentin Tarantino es tatsächlich schafft durch seinen skurrilen Humor, der wirklich geschickten Anwendung von Gewalt, und den überaus klugen Ideen und Dialogen einen eigenen Stil zu schaffen und den Zuschauer mit dieser ausgesandten Lässigkeit und Coolness in den Bann zu ziehen. Was ''Reservoir Dogs'' noch den besonderen touch verleiht ist schlicht und einfach die Erzählstruktur, welche wohl einer der klügsten, außergewöhnlichsten und sinnvollsten Komponente des Filmes ist. Die Entscheidung die Geschichte nicht stringent ordinär zu konstruieren, macht den Film nicht nur interessanter, sondern schafft am Ende eine intensive, brutale und ernüchternde Wirkung. Während des Filmes entwickelt man eine ganz andere neue Sichtweise auf die Motivation der Handlung und der Figuren, wodurch auch diese immense Wirkung am Ende zustande kommt. Man fühlt sich dadurch tatsächlich in einer dieser heißen ''Werwolf-Diskussion'' zurückversetzt, bei der in jeder Runde neue Fakten enthüllt werden um näheres zu den möglichen Mörder in Erfahrung zu bringen. Zu dieser fulminanten Authentizität tragen selbstverständlich auch die Schauspieler bei. Von Steve Buscemi, Tim Roth, Michael Madsen bis zu Harvey Keitel machen alle ihre Arbeit umwerfend. Jeder verleiht seiner Figuren den gewissen ''Gangster-charme-touch'', den man ja so vergöttert, und die nötige Glaubwürdigkeit. Und zu guter Letzt steuern der unvergessliche Soundtrack und die zum Teil echt sauberen Schnitte zu diesem grandiosen Filmerlebnis bei. So wie Quentin Tarantino die Pop-Art so gerne nutzt ist auch sein Film so poppig aufregend, faszinierend und einfach nur cool- ''Werwolf'' für die Großen.
    Kino:
    Anonymer User
    5,0
    Veröffentlicht am 17. März 2010
    "Reservoir Dogs" ist ein absoluter Wahnsinnsfilm und mit Sicherheit einer der Besten seines Genres. Quentin Tarantino beweist mit diesem Film sein außergewöhnliches und einzigartiges Talent und schafft mit "Reservoir Dogs“ ein wahres Meisterwerk. Der Film erzählt die Geschichte eines missglückten Juwelierüberfalls, jedoch nicht den Überfall an sich oder die dazugehörige Flucht, sondern das geplante Treffen aller Beteiligten danach. Dies findet in einer abgelegenen und tristen Lagerhalle statt, die wunderbar die düstere und karge Atmosphäre und Situation widerspiegelt. Sein Erzählstil ist dabei wieder einmalig und schildert die ganze Geschichte in mehreren Rückblenden, die sowohl die Flucht als auch das Anwerben der jeweiligen Mitglieder beschreibt. All das macht Tarantino auf seine so großartige Art und Weise, das man nur den Hut vor ihm ziehen kann. Auch schauspielerisch ist der Film auf höchstem Niveau, vor allem Steve Buscemi als Mr. Pink, Michael Madsen als Mr. Blonde und Harvey Keitel als Mr. White spielen einfach hervorragend. Sie verleihen ihren Charakteren die nötige Glaubwürdigkeit und Tiefe und meistern ihre Aufgabe einfach unglaublich gut. Aber auch alle anderen Darsteller können uneingeschränkt überzeugen und reihen sich nahtlos an die anderen Leistungen an. Hier scheint also einfach alles zu passen! Alles in allem ist "Reservoir Dogs" ein wirklich rundum gelungener und genialer Gangster-Film, bei dem Tarantino sein volles Können ausgespielt hat. Schauspielerisch, atmosphärisch und erzählerisch ist der Film eine reine Augenweide und kann den Zuschauer die vollen 95 Minuten durchgehend unterhalten und fesseln. Ein Muss für jeden Filmfan!!
    schonwer
    schonwer

    User folgen 198 Follower Lies die 729 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 22. März 2019
    "Reservoir Dogs" ist meinen Augen ein ziemlich überbewerteter Film. Tarantinos Wahl den Film nicht chronologisch zu erzählen funktioniert nur bedingt, da große Tempoprobleme auftauchen. Der Film ist gut gespielt und sehr dialoglastig. Die Brutalität ist nicht so überzeichnet wie in seinen späteren Filmen. Insgesamt tauchen kleine Längen auf und der Film konnte mich nicht zu 100 Prozent überzeugen. Die beste Szene bleibt in meinen Augen die Eröffnungsszene im Restaurant. Es fehlt ein wenig die Finesse, die Tarantino uns in seinem zweiten Werk Pulp Fiction bravourös gezeigt hat.
    Pato18
    Pato18

    User folgen 371 Follower Lies die 959 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 1. Mai 2014
    "Reservoir Dogs" war Quentin Tarantinos erster film. die story ist gut,aber ein bisschen action hat gefehlt. besetzung ist auch super! das einzige was mich sehr gestört hat war das ende, das ist meiner meinung nach sehr verbesserungswürdig! es war oke, aber für einen mega film zu kurz und zu ungenau.
    Lamya
    Lamya

    User folgen 236 Follower Lies die 801 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 17. September 2011
    Auch wieder ein sehr guter Film von Quentin Tarantino. Die Dialoge sind wirklich einzigartig gut, Schauspieler machen ihre Arbeit gut und die Story ist ordentlich. Bisschen Spannung fehlt dem Film aber, um wirklich 95 Minuten voll dabei zu bleiben. Im ganzen aber ein sehr guter Film, den man sich ruhig mal ansehen kann. 7/10
    Kino:
    Anonymer User
    2,5
    Veröffentlicht am 4. Dezember 2010
    Wenn auch im Detail durch seine unkonventionelle Inszenierung packend, kann Tarantino mich mit diesem zeitweise gewaltverherrlichenden Film nicht überzeugen, da er im Verlauf nicht über seine Grundidee hinauskommt und sich stattdessen in langweilenden Diskussionen erschöpft.
    Kino:
    Anonymer User
    4,0
    Veröffentlicht am 17. März 2010
    Im Jahr 1992 erlebte in der dünnen Luft des hochgelegenen Sundance Film Festivals der Independent-Film so etwas wie seinen Durchbruch gegenüber dem Mainstream-Kino. Nicht nur, dass sich neue Geldgeber fanden und die Lage für unabhängige Filmemacher verbesserten, auch stieg das Interesse des Publikums an Alternativen zur massenabfertigenden Popcornware aus Hollywood. Als einer der großen Profiteure, auch wenn ihm keiner der Preise des Festivals zukam, erwies sich Quentin Tarantino. Sein „Reservoir Dogs“ galt in Sundance `92 als das radikalste Stück ‚anderen‘ Kinos und während Alexandre Rockwells „In the Soup“ als Gewinner auserkoren wurde, überreichte man Tarantino nur deshalb keine Trophäe, weil seine Zukunft bei einem solchen Talent für die Veranstalter als gesichert galt. Was sich drei Jahre später, als „Pulp Fiction“ sieben Oscar-Nominierungen und ein weltweites Einspielergebnis von 214 Millionen erntete, auch bewahrheiten sollte. ----------------------------------------------------------------- Nach dem Unglück mit „My Best Friend’s Birthday“ (1987), dessen Rolle während der Fertigung des Endschnitts zum Teil verbrannte, brachte Tarantino mit „Reservoir Dogs“ zum ersten Mal einen Film tatsächlich auf die Leinwand. Die Geschichte um eine zusammengewürfelte Gruppe von Dieben, deren Diamantenraub fatal und in einem Blutbad endet, schrieb er aus dem Gedankengang heraus, dass es mal wieder an der Zeit für ein Heist Movie sei. Im Gegensatz zu vielen Vertretern des Genres gehen bei Tarantino jedoch keine clever-sympathischen Schlawiner oder Gentlemangauner zu Werke, sondern knallharte Dreckskerle, die zwar durchaus ihre Vorstellungen von Moral und Ehre verfolgen, diese aber meistens mit gezückter Waffe und rücksichtsloser Brutalität durchsetzen. Und überhaupt: viel mehr, als die Bedienung eines klassichen Genres, ist „Reservoir Dogs“ Tarantinos Etablierung seiner ganz eige nen Dramaturgien, Mechanismen und Logistik. Neben den vielen Zitaten und Referenzen an seine Vorbilder zimmerte sich der Mann aus Knoxville seinen cineastischen Stil aus irrwitzigen, oft endlos um Banalitäten kreisenden Dialogen, enthemmter Gewaltdarstellung und einer Charakterzeichnung, irgendwo zwischen rotziger Satire und kerniger Echtheit, zusammen. ----------------------------------------------------------------- In der Eröffnungsszene sitzen die Gangster in einem Diner, der von Tarantino selbst gespielte Mr. Brown referiert über die tiefere Bedeutung von Madonnas Entjungferungshymne »Like A Virgin«, Steve Buscemis Mr. Pink stellt den Sinn von Trinkgeldzahlungen in Frage, Harvey Keitel neckt als Mr. White den Chef der Truppe Joe, gespielt von Lawrence Tierney. Im Grunde geht es hier um nichts, dass für den Verlauf des Films von Bedeutung wäre, doch Tarantino gelingt es mit dieser geballten Unwichtigkeit seine Charaktere in eine popkulturell existente Welt einzupflanzen, aus der sie später umso weiter herausragen. Ein Haufen Jedermänner, die sich teils beiläufig, teils hitzig über Dinge unterhalten, über die sich jeder unterhält, nur um danach Dinge zu tun, die nicht jeder tut. Über den bevorstehenden Diamantenraub verliert niemand ein Wort und nachdem „Reservoir Dogs“ die Einleitung abblendet, einen Radiomoderator erklingen lässt und in einen schwingenden Vorspann übergeht, ist nach dessen Ausklingen bereits alles geschehen und gescheitert, ein blutüberströmter Mr. Orange liegt auf dem Rücksitz eines Wagens und vom Überfall selbst hat man nichts gesehen und wird es auch nicht. Mr. White schafft den schwerverletzten Mr. Orange zum Treffpunkt der Gang, einem verlassenen Lagerhaus, dort treffen sie auf Mr. Pink und fortan beschäftigt sie nur noch eine Frage: von wem wurden wir verraten? ----------------------------------------------------------------- An diesem Punkt ist „Reservoir Dogs“ eine Viertel Stunde alt, hat noch achtzig Minuten zu füllen, lässt aber nach vorne gerichtet kaum noch etwas passieren. Die weitere Story dreht sich um so gut wie nichts und immer wieder das selbe, für die Gangster natürlich um das Entscheidende. In unablässigem Dialog und mit jeder weiteren im Lagerhaus auftauchenden Person auf’s neue wird über Verrat und Vertrauen diskutiert. Dass sich der Film dabei nicht in der Monotonie seiner im Kreis laufenden didaktischen Wiederholungen verliert, verdankt er Tarantinos unkonventioneller Methodik. Mit kleineren und größeren Rückblenden unterbricht er den Kreislauf und das sehr präzise immer genau an den Stellen, an denen eine Ausleuchtung und Vertiefung der Charaktere die Story bereichert und bedingt. Nicht allen gönnt Tarantino dieses Mehr an Hintergrund, sein Mr. Brown ist ebenso nur Randerscheinung, wie der von Edward Bunker gespielte Mr. Blue. Außer als erste zu sterben haben beide nichts zu tun. Letztlich sind es Keitel, Tierney, Buscemi und Tim Roth als Mr. Orange, sowie Michael Madsen als Mr. Blonde und Chris Penn als Nice Guy Eddie, unter deren Beziehungen zu- und untereinander das Dilemma des Schlussaktes ausgewürfelt wird. Die einzelnen Rückblenden innerhalb des Hauptplots in der Lagerhalle sind dabei klar voneinander abgesteckt und mit einer kurzen Texteinblendung versehen, die den Hauptprotagonisten ausgibt. So folgt der Handlungsaufbau zwar keiner herkömmlichen Struktur, bleibt aber übersichtlich, findet in seiner Anordnung zu einem Rhythmus und macht „Reservoir Dogs“ trotz eingeschränkter Schauplätze dynamisch. ----------------------------------------------------------------- Für Dynamik sorgen auch die Darsteller, auf die sich in vielen Passagen alles fokussiert. Madsens Mr. Blonde, der selbst dem Jigsaw-Killer aus der Saw-Reihe Nachhilfe in Sachen Folter geben könnte, fällt dabei der oft schauspielerisch dankbare Part des abartigen Psychopathen zu, wobei Madsen allerdings sein fast schon zurückgenommenes Spiel auf eine bedrohliche Lässigkeit reduziert. Besonders in jener Sequenz, in der er sich mit Rasiermesser und zu Stealers Wheels Song „Stuck in the Middle with You“ einen gefesselten Polizisten vorknöpft, nimmt dies abartig grotesk-intensive Formen an. Bei aller Abscheulichkeit nutzt Tarantino die Gewalt aber selbst hier nicht selbstzweckhaft, sondern als Stilelement und lässt der Brutalität in Gestalt von Tim Roth einen Gegenpol ‚guter‘ Gewalt entgegen wachsen und definiert Gewalt im Allgemeinen über den ganzen Film zumeist als früher oder später erfolgende Reaktion auf Aktion. Für seine Antihelden geht es nicht darum ob, sondern wann Gewalt eingesetzt wird und daraus lässt Tarantino einiges an Tragik erwachsen, etwa in der Beziehung zwischen Mr. White und Mr. Orange. Innerhalb der sechsköpfigen Gruppe gönnen nur sie sich einen Anflug von Vertrautheit, doch am Ende hält auch hier der eine dem anderen die Waffe an den Kopf. Roth und Keitel agieren großartig miteinander und bilden mit dem übrigen Cast ein insgesamt vortreffliches und einander spannend entgegengestelltes Ensemble. ----------------------------------------------------------------- Quentin »I love fuckin‘ with an audience« Tarantinos „Reservoir Dogs“ ist ein kompromissloses Stück Schund, im positiven Sinne. Bärstig, bärbeißig, bärenstark, wenn auch nicht jeder Dialog und nicht jede Einstellung den kompletten Rundschliff erhalten hat. Weniger, als die im Grunde frugale Geschichte, bleiben ihre außergewöhnliche Umsetzung, die Charaktere und ihr Handeln im Gedächtnis. Der klasse Soundtrack (dessen gewählter Einsatz ein weiteres Markenzeichen Tarantinos wurde), bestehend aus Songs aus den 70ern und der gelegentliche Einatz des fiktiven Radiomoderators K-Billy DJ und seinen Kommentaren aus dem Off, leisten ihren Beitrag zur Atmosphäre des Films, ebenso die Kameraführung von Andrzej Sekulas, der viel mit Totalen, Schwenks und Zooms arbeitet. Bühnenhaft direkt wirkt „Reservoir Dogs“ zumeist, eine Theateraufführung mit blutgetränktem Vorhang, die zu bannen weiß. »Was that as good for you as it was for me?« fragt Mr. Blonde, nachdem er dem Polizisten ein Ohr abgeschnitten hat. »Yes, it was«, antwortet man als Zuschauer, nachdem man ihm und seinen Kollegen zugesehen hat. ----------------------------------------------------------------- kompletter Review siehe http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=418824324&blogId=504874055
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