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Gestern sah ich das erste Mal das bahnbrechende Referenzwerk "Requiem for a Dream", in welchem stilistisch alle Register gezogen werden und das seine wuchtige Power durch seine Schnitte, Einstellungen und den genialen Score erlangt. So geht es richtig. The Flock zeigt, wie man einen Film stilistisch zwar modern aussehen lässt, damit aber das genaue Gegenteil erreicht. The Flock ist ein ganz klassischer Psycho-Thriller und wandelt auf sichtbaren Spuren von 8mm und Sieben. Während 8mm den Zuschauer in eine abartige "Zwischenwelt" entführte, zeigt "Sieben", besser als jedes andere Werk, wie sich Spannung aufbaut. An beidem, der atmosphärischen Dichte und der Spannung scheitert The Flock. Hier hätte den Machern bewusst sein müssen, dass ein Thriller stets Ruhe braucht. Die "innere Ruhe" eines Thrillers ist die Grundlage, die Standartausrichtung des Zuschauers. Es ist das Einmaleins des Filmemachens: Der Zuschauer wird "positioniert". Dies verpassen die meisten Thriller, so auch The Flock. Dabei ist es eigentlich so einfach. "Wer einen spannenden Film möchte, darf den Zuschauer nicht vorhalten, was er gerade tut: einen Film schauen"! Durch die moderne Art der Inszenzierung verbaut der Film sich alles an Thrill-Potential. Das ist schade, denn Richard gere spielt wirklich gut; die Story ist eigentlich auch interessant und bietet teils sogar enormes Potential. Gere arbeitet in einer Gegend, wo auf wenigen Quadratkilometern unzählige Vergewaltiger, Mörder, Perverse leben... viele registriert und gar in Selbsthilfegruppen. Man, was hätte da für ein dichter Plot draus geschmiedet werden können. Aber nüscht... es wird erwähnt und das wars auch schon. Wir haben also viel Potential, gute Darsteller, eine unpassende Visualisierung und wenig Spannung. Nun, so kann das Fazit nur mäßig ausfallen. The Flock ist ok, mehr nicht. 5/10
Hinzugefügt am 16.02.2009 um 22:42 Uhr Verstoß melden
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