The Oxford Murders
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    Bolanov
    Bolanov

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      3.5 - Gut

    "Oxford Murders" ist ein insgesamt ordentlicher Thriller geworden, der vor allem mit seiner außergewöhnlichen Atmosphäre überzeugen kann. Die Story selbst ist recht originell und wird von Regisseur Alex de la Iglesia gut inszeniert. Er baut immer wieder geschickt mathematische und philosophische Diskussionen ein, die dem Film sein außergewöhnliches Flair geben. Gedreht wurde zudem an Original-Schauplätzen in Oxford, die dem Ganzen eine ganz besondere Atmosphäre verleihen und den Film in ein passendes Gewand hüllen. Kleinere Logiklücken sind allerdings in der Geschichte enthalten, nicht immer erscheint alles ganz schlüssig. Schauspielerisch ist der Film auf solidem Niveau: John Hurt verkörpert den exzentrischen und intelligenten Professor gekonnt souverän, Elijah Wood dagegen weiß als Austauschstudent nur eingeschränkt zu gefallen, so wirken manche Szenen, z.B. die Liebesszenen, nicht immer authentisch. Alles in allem ist "Oxford Murders" trotzdem ein gelungener Thriller geworden, der von Anfang bis Ende durchaus unterhalten kann. Seine großartige Atmosphäre und eine gute Geschichte können die teils auftretenden Logiklücken beinahe wett machen und somit ist "Oxford Murders" für einen spannenden Filmabend doch zu empfehlen!

    Hinzugefügt am 30.03.2009 um 13:27 Uhr
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      1 - Sehr schlecht

    Der Film Oxford Murders kommt optisch zunächst mal recht ordentlich daher. Die Kulisse stimmt und auch die Musik weiß zu gefallen. Warum man nun ausgerechnet den Hobbit.. ähm, verzeihung, den Mathematikfreak und Womanizer (!) von Elijah Wood spielen ließ - weiß der Himmel! Wood funktioniert in keiner Sekunde des Films. Aber nicht nur Wood wirkt in jeder Szene unpassend. Die zu Beginn noch atmosphärisch wirkende Musik wird schnell nervig - offenbart sie doch dem Zuschauer nur eines all zu deutlich: Wo Spannung vertont wird, ist nicht immer welche drin. Stattdessen lernt der Zuschauer nach gut 15 Minuten Spielzeit, dass zwar die Musik/Geräusche/Klänge eine spannende Szene, bedeutende Wendung oder einen Schreckmoment ankündigen, bedauerlicher Weise aber keiner folgt. Die Musik dümpelt im gesamten Film einfach nur bedeutungsschwanger daher und verfehlt so ihre eigentliche Aufgabe: Gefühle zu erzeugen. Ein weiterer Kritikpunkt, der sich auf die Optik des Films bezieht, muss hier für den Schnitt angebracht werden. Was hat man sich dabei nur gedacht? Die Hauptfiguren sitzen im Bus, stehen in der Bibliothek oder sonst wo und reden über den nächsten Schritt des Serienmörder */Schnitt/* Elijah Wood sitzt plötzlich mit seinem Zimmergenossen in der Bibliothek, vertieft in ein Gespräch, mit reichlich Alkohol im Blut. Wie kommt er plötzlich dort hin? Der Film vermittelt kein gefühl von Zeit. Es könnte zwischen einzelnen Szenen eine Stunde oder ein Monat liegen - es bleibt offen. Wobei wir beim größten Problem wären: Die Story. Ohne hier großartig vorweg zu nehmen, sei verraten, dass sie Geschichte ähnlich bedeutungsschwanger daher kommt, wie die Musik. Die Geschichte ist durch und durch bescheuert, aber das stört ja noch nicht mal - sind wir doch schlimmeres von den meisten Hollywood-Produktionen gewöhnt. Die Beweggründe der einzelnen Personen bleiben ALLE im Dunkeln, was auch der größte Knackpunkt am sogenannten "Twist" am Ende der Geschichte ist. Die Schlusszene versucht dem Zuschauer nochmal etwas bedeutendes, etwas von moralischer Qualität mit auf den Weg zu geben. Problem dabei: es gibt nichts zu berichten! Nichts von Wichtigkeit oder moralischer Qualität kann den Zuschauer daran hindern in die Videothek zu latschen und sein Geld zurück zu verlangen. Das verstörendste allerdings ist, dass man am Ende des Films noch nicht einmal enttäuscht ist: man hat gar nichts anderes erwartet. Der Film war ja schon die ganze Zeit enttäuschend. 1 Punkt für die Kulisse (Originalschauplätze) und 1en für John Hurt.

    Hinzugefügt am 31.01.2009 um 23:05 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    ...das ist das Credo von Mathematikern. Und wenn ein Serienmörder sein Unwesen treibt, dann läßt sich sein Muster auch berechnen - so einfach ist das. Das "Wild Child" des spanischen Kinos - Alex de la Iglesia - scheint auch älter zu werden. Deshalb versucht er sich hier an einer Krimiverfilmung die thematisch irgendwo zwischen "Da Vinci Code" und "Der Name der Rose" angesiedelt ist. Stimmungsvolles Ambiente, ein angenehmer Score und eine großartige Kameraarbeit stechen hier auf der technischen Seite ins Auge bzw. Ohr. Und die Kameraarbeit hat streckenweise etwas von Stephen Burnum - dem Haus- und Hofkameramann von Brian de Palma - so entfesselt wirkt sie streckenweise. Last but not least gibts wenigstens eine angenehm böse Schlußpointe. Das kann einen mit der hier eher gemächlich daherschlappenden Spannungskurve halbwegs versöhnen. Auf der schauspielerischen Seite müssen jedoch Abstriche gemacht werden: John Hurt hat endlich wieder einen Grund, sich nicht zu schämen - seine beste Arbeit seit "V wie Vendetta". Elijah Wood ist für mich seit "Deep Impact"-Zeiten ("Herr der Ringe" mal ausgenommen) auf die Rolle des leicht verhuschten Nerds festgelegt - hier wird seine Rolle auch noch zum echt coolen Typen hochstilisiert. Das funktioniert nur bedingt: in den Grüblermomenten bekommt Wood seine Rolle durchaus hin, in den Momenten wenn er "Cool" wirken soll, scheint er selbst eher ganz wo anders sein zu wollen. Und bis auf den von Jim Carter gegebenen Inspektor wirken alle anderen Darsteller und Darstellerinnen auch nicht wirklich bei der Sache. Da kann die Oxford-Kulisse durchaus einiges wieder gut machen. Was die angesprochenen "Bettszenen" anbegeht - wenn man Til Schweiger in FAR CRY erlebt hat, regt man sich über so etwas nicht wirklich mehr auf. Für Krimifans die ihren Thrill eher angenehm unaufgeregt zu sich nehmen eine sichere KURZWEILIGE Empfehlung. Allen anderen sei inzwischen Kenneth Branaghs "Schatten der Wahrheit" ans Herz gelegt..... (auch wenn es da keine Uni gibt...)

    Hinzugefügt am 07.01.2009 um 16:40 Uhr
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    1 follower | Seine 63 Kritiken ansehen |

      2.5 - Na ja

    Oxford Murders beginnt stark und endet sogar noch stärker, bietet also 20 Minuten lang ein außerordentliches Filmvergnügen mit einer sogar ganz perfiden und nachhaltigen Kamerafahrt, welche alle relevanten Darsteller in einem eleganten Take impliziert. Doch leider fällt der Film nach dem Anfang in ein ganz deutliches Tief. Die Story schleppt sich mühsam und Spannung kommt zu keiner Sekunde auf. Es gibt nicht eine Suspense-Szene. Hurt und Wood spielen zwar gut, alle anderen Darsteller bleiben aber blaß. Der FILMSTARTS-Kritik stimme ich zu und nehme die Liebesszenen, die leider sehr viel Filmzeit einnehmen, zu keiner Sekunde ernst. Hier schwächelt der Film am stärksten. Das tolle Ende wird leider dramaturgisch überhaupt nicht eingeläutet - so verpufft die Wirkung komplett. Die Story von Oxford Murders ist eigentlich sehr clever - leider wird dem Zuschauer die Tragweite in dem finalen Dialog schnell runtererzählt - das ergibt dann zwar einen tollen letzten Dialog, hätte aber ein bisschen auf den restlichen Film verteilt werden sollen - denn genau das fehlt. Als Fazit bleibt zu sagen: zwei gute Darsteller und eine tolle Story sind zu wenig, wenn ein Film 100 Min. lang unglaubwürdig und langweilig ist. Ein Thriller ohne Thrill 5/10

    Hinzugefügt am 24.12.2008 um 11:06 Uhr
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      2.5 - Na ja

    100% Filmstarts Agree! Diesmal gibt es nichts hinzu zu fügen! Alle stärken und Schwächen des Films wurden exact wieder gegeben. Auch die Bewertung trifft mein Empfinden voll. Meine Meinung: Einfach Filmstarts Kritik durchlesen!

    Hinzugefügt am 11.12.2008 um 00:22 Uhr
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