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2 - Nicht gut
Kann dem Autor in fast allem zustimmen, aber möchte doch noch einmal herausheben, dass die Bräutigame meiner Meinung nach nicht nur "blass", sondern absolut widersprüchlich angelegt wurden.
Emma's Freund ist am Anfang der nette Junge von nebenan, den sich jede Frau als Mann wünscht. Bodenständig, liebt seine Frau, so wie sie ist und absolut zufrieden, mit dem Leben, was er mit ihr führt. Ein netter Kerl denkt man. Bis er sich als konservatives Macho-Arschloch entpuppt, der in seiner Freundin immernoch das unscheinbare, schüchterne Mädchen von College sieht und ihre Wandlung zur selbstbewussten Frau mit Abneigung und Zickerei beantwortet.
Der Mann von Olivia wirkt dagegen zu Beginn überhaupt nicht sympathisch, sondern eher so, als würde er seine Freudin jederzeit mit seiner sexy Sekretärin betrügen. Aber gerade dieser ist es dann, der seine zickende, dominante Frau wie ein Hund sein Frauchen vergöttert und sich als der charmante, warmherzige und von ihr völlig begeisterte, perfekte Ehemann generiert.
Also rein vom Identifikatinsstandpunkt ist das schon ein ziemliches Hin und Her.
Des weiteren finde ich den Charakter der Hochzeitsplanerin (Candice Bergen) auch merkwürdig unscharf angelegt, denn den gesamten Film über wird überhaupt nicht erklärt, welches Interesse sie daran hat, dass sich beide Bräute bekriegen, was man daraus ableiten kann, dass sie, owohl sie die ganze Misere verschuldet hat, nichts dafür tut, dass sich die Bräute wieder vertragen.
Selbst, wenn dies nicht ihr Interesse ist, hat sie doch keine besondere moralische Funktion, gemäß dem Motto "und die Moral von der Geschicht...", sondern ihre Stimme wird zeitweilig aus dem Off eingespielt, ohne dass klar erkennbar ist, was sie rüber bringen möchte...
Dies sind unter anderem die Punkte, die mir persönlich, zusätzlich zu den bereits in der Kritik angesprochenen Aspekten noch einmal besonders aufgefallen sind.
Hinzugefügt am 05.03.2009 um 01:30 Uhr
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