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Meine Erwartungen an den Film waren hoch und ging 100% davon aus, dass mich der Film begeistern würde: gute Musik % Berlin, was kann da noch schiefgehen? In meinen Augen eine Menge. Der Protagonist erreicht nicht mal ansatzweise mein Interesse. Er hat also paar Drogenprobleme, ja und? Er kriegt Antidepressiva verschrieben die ihn fertig machen, na und? Er schafft ein gelungenes Album, schön, und? Selten habe ich mich für die Charaktere eines Films so desinteressiert. Ebenfalls wahnsinnig enttäuscht bin ich vom Fehlen des Berliner Flairs, Berlin taucht eigentlich nur ab und zu im Film auf, der größte Teil der Handlung spielt in einer Pseudo-Klinik voller unglaubwürdiger Charaktere. Die Hauptärztin wirkt wie ein Angelika Kallwas-Verschnitt! Und was soll dieses "er hat gesehen wie sein Freund blablabla, seit dem redet er nicht mehr"-Zeug?! Das wirkt wie eine schlechte Parodie eines Irrenhaus-Filmes. Und genau diesen Teil der Handlung, der größtenteils in dieser Klinik abläuft, empfand ich dermaßen langweilig und uninteressant, dass er mir den ganzen Film kaputt gemacht hat. Vor allem was für ein Techno-Film? Das ist ein eher ein Klinik-"ich muss mich nach den Drogen selbst finden"-Film, mehr nicht. Viele loben die Musik. Aber Leute, mal ehrlich: ohne die Musik würde der Film nicht so gehyped werden. Vor allem wie einer meinte "Inhaltlich nicht viel zu bieten, aber hey, gute Musik, fünf Sterne!". Alle schreiben von der tollen Musik, aber über den Film bzw. über die Handlung wird kein Wort verloren. Warum wohl? Paul Kalkbrenner macht gute Musik. Und Berlin hat schöne Bilder. Aber diesen Film als grandios zu bezeichnen ist mir rätselhaft. Wer aber auf zwei-Stündige Musikvideos steht, dem wird der Film sicherlich ebenfalls "verzaubern". Alle anderen greifen lieber nur zum Kalkbrenner-Soundtrack. Der ist nämlich tatsächlich gelungen!
Hinzugefügt am 07.12.2011 um 21:51 Uhr Verstoß melden
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