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    Von wegen Lagerfeuerromantik: Die Top 7 der besten Anti-Western aller Zeiten
    Von David Herger — 29.07.2015 um 18:30
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    Im heute in den Kinos startenden „Slow West“ mit Michael Fassbender wird endgültig mit der romantisch verklärten Vorstellung des Wilden Westen aufgeräumt. Grund genug für uns, euch unsere Top 7 der Anti-Western der Kinogeschichte zu präsentieren...

    Prokino Filmverleih
    Die drei Blütephasen des Western liegen schon eine ganze Weile hinter uns. Die erste Hochzeit des Genres dauerte – mit all ihren klassischen Westernmythen und edelmütigen Helden – von den 1920ern bis in die 1950er an. Später räumten die Spaghetti-Western und die Regisseure des „New Hollywood“ in den Sechzigern und Siebzigern mit den klassischen Regeln des Genres wieder auf. Der Erfolg von Kevin Costners klassizistischem Western-Epos „Der mit dem Wolf tanzt“ löste schließlich noch eine kurzlebige Wiederauferstehung des Genres in der ersten Hälfte der neunziger Jahre aus. Trotz kolossaler Kinoflops wie „Lone Ranger“ ist der Western aber bis heute nicht ganz totzukriegen. Stattdessen startet diese Woche zum Beispiel der von der Kritik gelobte Anti-Western „Slow West“ (--> zur 4-Sterne-Kritik), eine knackig-kurze, grandios gefilmte Dekonstruktion des romantisierten Wilden Westen. Ein waschechter Anti-Western eben.


    Nun ist das mit dem Terminus „Anti-Western“ so eine Sache, schließlich handelt es sich auch bei dieser Gegenströmung zum klassischen Western meist selbst um Western. Dabei bezieht sich das „Anti“ vor allem darauf, dass hier Abschied vom romantischen und idealisierten Bild des Wilden Westen genommen wird und an die Stelle der helden- wie tugendhaften Cowboys meist brutale und nicht selten käufliche Outlaws treten. Auf den folgenden Seiten präsentieren wir euch unsere sieben Favoriten dieser revisionistischen Western-Gegenströmung, die auf ganz unterschiedliche Weisen das Heldentum und die Lagerfeuerromantik des Wilden Westens demaskieren – und das oft sogar auf narrativer und visueller Ebene.
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    Kommentare
    • Jimmy V.
      Teilweise habe ich mir das auch gedacht. Zumindest muss man einfach sagen, dass, wie diese Liste ja beweist, seit der Hochzeit der Western es neben den launigen, romantisierenden Western es parallel dazu auch immer schon kritischere Vertreter gab. "The Searchers" zeigt das ja, oder "High Noon" - die Beide auch ein paar Jahre auf'm Buckel haben.
    • HuZee
      Brokeback Mountain könnte man im Entferntesten als Anti-Western (der Begriff ist zweifellos problematisch) dazuzählen, aber Cowboys & Aliens (ausnahmsweise mal nicht vs. ;-) wäre meiner Meinung nach nicht gerade ein nennenswerter Anti-Western. Insofern sind gerade die genannten Beispiele hervorragende und zum Teil sogar ausgefallene Beispiele für Anti-Western. Abgesehen vom fehlenden The Proposition natürlich!
    • mcRebe
      Anti-Western? Ich hätte jetzt mit sehr ausgefallenen oder parodierende Western-Film-Vertretern gerechnet aber das sind alle bis auf "No Country For Old Men" ganz normale Western wie man die Sparte auch definiert.Sowas wie Brokeback Mountain oder Cowboys vs. Aliens sind mMn "Anti-Western".
    • Jimmy V.
      Gute Liste. ABer ist das nun wirklich eine Rangfolge? Da würde ich "The Wild Bunch" dann auf Platz 1 setzen. Mir fällt ansonsten noch ein: "Seraphim Falls" - nicht so gut, aber sehenswert.Yuma sehe ich nicht als Anti-Western.Ach, und zu Liberty Valance hat mein ehemaliger Professor sogar ein soziologisches Buch zu geschrieben... "Wie aus Wildnis Gesellschaft wurde".Jesse James muss natürlich auch hier hinein, aber filmstarts.de mag den Film ja leider nicht.
    • Venom
      Aktuell könnte man noch The Homesman mit aufführen, der hat auch sehr viele Elemente wo mit dem klassischen Western gebrochen wird.
    • Ashitaka
      3:10 to Yuma, Jesse James, Brokeback Mountain, The Proposition.. kann hier alle Ergänzungen gut nachvollziehen. ABER THE SALVATION ?!? Das einzig gute daran sind die ersten 20 Minuten. Habe selten einen so schlecht inszenierten Showdown gesehen wie hier und das CGI war unter aller Kanone, vor allem des Feuers.
    • Marcel H.
      Gutes Special, weiter so. Ich würde definitiv High Noon dazu nehmen. In keinem anderem Western gibt es mehr Feiglinge als hier. Ebenso Die Ermordung des Jessi James... gehört hier hin.
    • Double Tap
      Kompliment an Filmstarts für die Specials in letzter Zeit. Oftmals interessante Themen, Film-Anregungen und auch ein bisschen Hintergrund-Info, die über jedermanns Allgemeinwissen hinausgehen. Man könnte sogar tatsächlich behaupten, dass bei Euch in der Redaktion leserorientiert gearbeitet wird. Ich weiß zwar nicht mehr so genau, wie ich in Zeiten des Online-"Journalismus" damit umgehen soll, glaube jedoch daran, dass das etwas Gutes ist. Way to go!
    • HuZee
      Wer lesen kann, ist wie immer klar im Vorteil...
    • sky_erosion
      Ich stimme dir mit The Proposition voll und ganz zu, in meinen Augen ein Meisterwerk. Das sah Filmstarts aber nicht so und vergab nur 3/5 Sternen. Deswegen würden sie den hier nicht integrieren.
    • HuZee
      The Proposition mit Guy Pearce ist auch ein wahnsinnig guter Anti-Western, der nicht unerwähnt bleiben sollte. Ansonsten gefielen mir zuletzt auch Gold mit Nina Hoss und Seraphim Falls mit Pierce Brosnan und Liam Neeson sehr gut.
    • niman7
      Wunderbares Genre und Top Special. Mir persönlich fehlt noch: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
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