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    Helen Mirren beschwert sich über Hollywoods Sexismus – der Männer wie Frauen betreffe
    Von Tim-Philipp Hödl — 28.09.2015 um 17:10
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    Jüngst bezog eine ganze Reihe von Schauspielerinnen gegen den Sexismus in Hollywood Stellung. Helen Mirren äußert sich ebenfalls kritisch – auch mit Blick auf die Anforderungen an männliche Darsteller.

    SquareOne Entertainment
    Am 24. September 2015 berichteten wir von Liv Tylers Kritik am Sexismus in Hollywood, womit die Schauspielerin ähnliche Töne wie etwa ihre Kolleginnen Maisie Williams und Amanda Seyfried anschlug. Helen Mirren („Die Queen“) sprach nun an, dass Männer in der Traumfabrik unter ähnlichen Zwängen leiden.

    Im Gespräch mit dem Guardian gab Helen Mirren zu bedenken, dass auf den Schultern von jungen, männlichen Schauspielern ein enormer Druck lastet, einem optischen Ideal zu entsprechen: „Es ist einfach unglaublich. Heutzutage müssen sie diese lächerlichen Körper haben, die einfach vollkommen realitätsfremd sind. Es ist sehr schwer, einen Darsteller zu finden, der einen wirklichkeitsnahen Körper hat. Sie müssen tagtäglich drei bis vier Stunden im Fitness-Studio verbringen“ – ein Zustand, den Mirren als langweilig und scheußlich bezeichnete.

    Helen Mirren verurteilte früher auch bereits das realitätsferne und herabwürdigende Frauenbild, mit dem viele Darstellerinnen konfrontiert werden.




    Im Guardian-Gespräch legte sie nach und erklärte, in der Filmindustrie herrsche ein tiefgehender Sexismus, den sie salopp als „würdest du mit ihr ins Bett?“-Attitüde umschrieb. Zwar räumte sie ein, dass sie selbst ein Vergnügen daran habe, hübsche Menschen auf der großen Leinwand zu sehen. Dennoch gebe es bei den Zuschauern auch den Wunsch danach, Leute zu sehen, in denen man sich wiedererkenne. Allerdings könnte es noch etwas dauern, bis diesbezüglich ein Umdenken auf breiter Front einsetzt. Laut Mirren handelt es sich um kein Problem, das sich auf Hollywood beschränkt, sondern ein gesamtgesellschaftliches: „Erst wenn sich die Rolle der Frau im echten Leben verändert, wird die Filmindustrie einen Wandel vollziehen.“

    In den hiesigen Kinos war Helen Mirren jüngst in „Die Frau in Gold“ von Simon Curtis zu sehen. Das Drama startete hierzulande am 4. Juni 2015. Zur weiteren Besetzung zählen u. a. Ryan Reynolds sowie Daniel Brühl.




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    Kommentare
    • Deliah Christine
      Was kommt als nächstes? Hospitalärzte, die beklagen von Kranken umgeben zu sein?Wer sich für einen Beruf entscheidet, sollte auch mit seinen Anforderungen klar kommen. Aber bitte nicht rumheulen, weil man sich auch mal anstrengen muss um in einem Beruf arbeiten zu dürfen, der von den meisten Menschen als priviligiert angesehen wird. Immerhin gibt es auch in den USA die freie Berufswahl und jede/r Schauspieler/in darf sich gerne mal als Buchhalter, Verkäufer oder sonst was sein Geld verdienen.PS@ Hollywood-Mimen:Den meisten Menschen auf der Welt geht es sehr viel schlechter als euch. Aber sie ertragen es leiser.
    • niman7
      Also ich bin nicht dick. Ich wiege sogar zu wenig und will zunehmen :D So viel dazu :D Mir persönlich gefällt diese extrem perfekte Welt nur nicht. Wenn ich zum Beispiel eine Zeitschrift für Mode aufschlage, sind überall nur markelose Menschen. Astreine Haut, Sixpack, volles Haar, ect. Einfach überall. So als würde man mir sagen "So hast du gefälligst auszusehen" und wenn ich mich in der Realität umschaue, sieht einfach kaum jemand so aus. Weder Frau, noch Mann. Was ich damit sagen will, ist: Mir fehlt einfach diese natürliche in der Werbebranche und Filmbranche. Es gibt mollige Menschen, Männer mit Geheimratzecken, Männer die nicht 1,80m groß sind, ect. Übergewicht kann man ändern, aber man muss nicht gleich wie ein Chris Hemsworth aussehen. Da ist einfach kein Einklang, keine gewogene Mitte. Das sind falsche Bilder von einer falschen Welt.
    • lukimalle
      30 - 50 km? Bin ja in der Diskussion voll auf deiner Seite, aber das scheint mir sehr viel zu sein. Ich glaube kaum, dass Steinzeitmenschen 30 km am Tag für die Jagd oder was auch immer gelaufen sind. Oder meintest du bis zu 30 - 50 km maximal?
    • lukimalle
      Ich wollte damit niemanden beleidigen, falls du das so aufgefasst hast, tut es mir Leid. So war es nicht gemeint!Ich fühle mich aber verpflichtet, ähnlich einem Vegetarier, der auf die Quälereien in der Massentierhaltung aufmerksam macht, wo auch immer es geht, Leute auf die Gefahren der Adipositas aufmerksam zu machen. Und wenn Frau Mirren noch ankreidet, dass zu viele sportliche Leute zu sehen sind, finde ich das nicht gut.Habe neulich einen Artikel gelesen über einen 300kg-Kerl, der sich als Troll just for fun in einem Bodybuilding-Forum angemeldet hat. Die Jungs haben ihn motiviert und ihm gesagt, dass es nie zu spät ist und der Mann hat 200kg abgenommen. So etwas finde ich super. Und durch die Einstellung "sei zufrieden, egal wie du aussiehst" werden solche Erfolgsgeschichten behindert.Etwas ganz anderes ist es natürlich mit sagen wir Hautfarbe. Wenn Frau Mirren gesagt hätte "wir haben zu wenige Schwarze in Hollywoods Hauptrollen", hätte ich das schon viel eher unterschrieben (auch wenn ich hier zugegebenerweise wieder mit Angebot und Nachfrage gekommen wäre). Aber Übergewicht ist in min. 95% der Fälle einfach eigenverschuldet. Deshalb geht es mir gegen den Strich, wenn solche Leute, die dann eben nicht trainieren, während manch anderer sich jeden Morgen eine halbe Stunde eher aus dem Bett quält, um joggen zu gehen, sich dann noch negativ über diese "Fitnessfanatiker" äußern und dann sagen, ja da steckt auch weniger harte Arbeit und Disziplin dahinter und mehr Genetik. Ich wurde halt dick geboren, da kann ich nichts für und du halt schlank. Das ist einfach nur respektlos.So viel zur Erklärung. Wie gesagt, wollte dich und keinen hier beleidigen, sondern eher alle motivieren. Ich hoffe, ich konnte das Missverständnis aus der Welt schaffen :)
    • lukimalle
      Naja, als Hetze bezeichne ich es eher, wenn man grund- und erklärungslos eine bestimmte Gruppe mit negativen Eigenschaften belegt, um damit ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Ein Beispiel dafür wäre also das Wort "Fitnessfanatiker".Außerdem habe ich an keiner Stelle gesagt, dass Dicke weniger wert sind. Was ich aber in 100 Jahren noch sagen werde, ist, dass Dicke Leute im Fernsehen genau so schlechte Vorbilder sind wie Raucher, Trinker, Junkies etc., weil es genau so ungesund ist. Sollte man jetzt Rauchen und Trinken in Kinofilmen verbieten? Natürlich nicht!Der Detektiv in einem Film Noir sollte sich gefälligst beiden Süchten permanent hingeben. Aber es würde niemand auf die Idee kommen, Filme über Alkoholiker zu machen, damit diese in Hollywood mehr akzeptiert werden.Es ist nach wie vor evolutionär natürlich, dass der Mensch sich bewegt. Wenn einer also meint auf Sport zu verzichten, ist das seine Sache, aber bestimmt ist es weder evolutionär so vorgesehen, noch gesundheitlich zu empfehlen, noch der "Normalzustand".Was evolutionär "normal" wäre, wäre dann der Fitnessfanatiker, den du vermutlich als jemanden definierst, der (oh Schreck!) mehrmals in der Woche Sport macht.Und ja, ein solcher bin ich auch.
    • niman7
      Ich denke da ist einfach die Technik dran schuld. Wir können uns alles online bestellen und stundenlang zuhause beschäftigen. Früher hatte nicht jeder einen Fernseher, Konsolen, ect. Man musste einfach rausgehen. Das Leben ist eben extrem bequem geworden.
    • BobRoss
      Ich habe als Sanitäter oftmals Patienten in die Diabetesabteilung des örtlichen Krankenhauses gefahren. Die meisten davon waren adipös. Ich konnte auf dem Arztscheinen die Diagnose lesen und die Meisten (geschätzt ca. 90%) hatten keine Schilddrüsenfehlfunktion oder die andere Klassiker die als Gründe herangezogen werden.Laut Statistik haben die meisten Übergewichtigen ein gestörtes Essverhalten, das meist schon im Kindesalter geprägt wird (ca. 80% der übergewichtigen Kinder bleiben es ein Leben lang). Ich habe kein Problem damit, wenn jemand übergewichtig ist aber, man muss es nicht als attraktiv empfinden und propagieren. "Fatshaming" ist oftmals nicht mehr, wie ein gut gemeinter Rat, um nicht mit 45 an einem Herzinfarkt zu sterben.
    • BobRoss
      Ich verstehe die Debatte über Sexismus nicht ganz. Filme sind nunmal Showbuisness. Unrealistische Geschichten mit unrealistischen Figuren und Special Effekts. Nicht umsonst ist Hollywood die "Traumfarbrik". Wer sich Blockbuster ansieht wird es hauptsächlich mit realitätsfernen Darstellungen zu tun bekommen. Kleinere Produktionen (besonders Dramen) zeigen aber sehr oft Menschen wie sie einem jeden Tag über den Weg laufen.Die Logik mancher Stars ist auch recht eigen. Liv Tyler nimmt eine große Rolle als Elbin an und wundert sich, dass sie als Elbin keine 100 Kilo auf die Wage bringen darf. Margot Robbie spielt Harley Quinn, einer der am meisten sexualisierten Bösewichte von DC und wird dann nicht müde zu erklären, wie emanzipiert ihre Heldin doch ist.In einer Welt, in der ein Steve Buscemi und eine Rosie O'Donell Millionen verdienen kommt es einfach drauf an, welche Rollen man sich aussucht. Das körperliche Erscheinungsbild gehört genau so zum beruflichen Qualifikationsprofil eines Schauspielers wie das Doktorat zu einem Arzt. Wem das nicht gefällt, der hat vielleicht den falschen Job. Zuschauer, denen der "Schönheitswahn" nicht gefällt können mit dem Boykott entsprechender Filme die gewünschte Änderung erzielen. Denn eines ist klar, Hollywood produziert schlicht und einfach nur was sich gut verkauft.
    • niman7
      Helen sagt doch nur, dass die Filmbranche ein falsches Bild abgibt und unnatürliche Menschen zeigt. Ich stimme ihr da zu.
    • niman7
      Das war echt nicht schön was du da geschrieben hast :(
    • FAm Dusk Till Dawn
      Wo kann ich das unterschreiben?
    • FAm Dusk Till Dawn
      Ernsthaft ...?
    • siggibaby
      Gott verdammt, haben es die Stars von Hollywood schwer. Als ob junge Menschen im normalen Berufsleben nicht unter Erfolgsdruck stehen und kein Sexismus-Problem haben. So sehr sind sie mit Kind, Familie, Berufsbildung und Berufsleben beschäftigt, es unter einem Hut zu bringen, dass sie nicht mal Zeit für eine Stunde Fitnesstraining in der Woche haben. Fett, hässlich und grau werden und die Luxus-Klagen der Stars hören müssen, die Millionen kriegen, damit sie fit und gut aussehen. Wobei das Studio den persönlichen Fitnesstrainer und den Abo im Studio bezahlt und man im Vier Sterne Restaurant speist, einen Haushälterin, Gärtner und ein Kinderneni in der Luxusvilla mit Pool hat. Das Luxus-Problem hätten normale Menschen sehr gerne.
    • lukimalle
      Ist doch gut, wenn man trainierte Leute im Kino sieht, so hat man wenigstens positive Vorbilder. Das ist ein weiterer Grund, warum man Ghostbusters 3 nicht gucken sollte. Von dicken Frauen wie Melissa McCarthy wird einfach ein ungesunder Lebensstil vorgelebt und es sollte sich besser nicht in den Köpfen der aufwachsenden Jugend festsetzen, dass es ja nicht so schlimm ist, dick zu sein.Hauptsache das Rauchen wird verteufelt, aber Herz- und Hirninfarkt sind ja nicht so schlimm.Unter dem Strich ein guter Trend also, von dem die jungen Zuschauer, die animiert werden, an sich zu arbeiten und sich gesund zu halten, letztlich nur profitieren.
    • Cinergie
      Das Problem heisst "ewige Jugend"! Schlussendlich ist es nicht mehr nur auf das weibliche Geschlecht bezogenes Problem (obwohl da sicher verstärkt) sondern der generelle Drang, jung, perfekt, fit und faltenlos auszusehen! Da hilft man gerne nach mit Botox und chirurgischen Eingriffen! Ja, ich liebe Filme, ich liebe auch Hollywood aber diese "Schönen und reichen", die in ihrer eigenen virtuellen Welt gefangen sind, kotzen mich teilweise auch an!Und wie Du richtig schreibst: Die Medien fördern den ganzen Unsinn auch noch, weil viele Normalsterbliche nach dieser völlig derangierten Welt geifern - je höher der Beauty-Faktor in den Medien desto höher die Einschaltquoten!Die Medaille und ihre Kehrseite halt!
    • FAm Dusk Till Dawn
      „Erst wenn sich die Rolle der Frau im echten Leben verändert, wird die Filmindustrie einen Wandel vollziehen.“Das wird nix. Die Medien bestimmen ja schon lange wie das echte Leben zu verlaufen hat.Teufelskreis
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