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10 Verfilmungen, die die Aussage der Vorlage komplett auf den Kopf stellen
Von Christian Fußy, Christoph Petersen — 28.07.2017 um 16:15
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Wenn Hollywood mal wieder was ganz anderes mit einem Projekt vorhat als vom usprünglichen Schöpfer des Romans, des Comics oder der TV-Serie intendiert...

Columbia Pictures

„Ein Mann sieht rot“ (1974)

Vorlage: „Der Vigilant oder Ein Mann sieht rot“ (im Original „Death Wish“) von Brian Garfield (Roman, 1972)

Was war mal die Aussage: Selbstjustiz ist kontraproduktiv, primitiv und barbarisch. Der Roman von Brian Garfield verurteilt die Aktionen von Racheengel Paul Benjamin aufs Schärfste und zeichnet ein Bild von einem paranoiden, gestörten Mann, der sich nach einem traumatisierenden Angriff auf seine Familie nur noch von seinen niedersten Instinkten leiten lässt.

Was wurde dann draus gemacht: Die filmische „Death Wish“-Reihe dagegen ist berüchtigt für die Glorifizierung und Romantisierung von gewaltsamer Rache. Das Publikum soll gefälligst jubeln, wenn Charles Bronson die Straßen New Yorks mit dem Revolver auf eigene Faust von kriminellem Abschaum befreit.

Was finden wir besser: Natürlich den Roman. Aber auch wenn der Film abgestumpften Populismus predigt, ist er zumindest handwerklich sauber gemacht und mit der nötigen Distanz betrachtet auch sehr fesselnd.

 

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Kommentare
  • WhiteWalker
    Was auch noch erwähnenswert ist, sind die unterschiedlichen Enden von "Inferno". Während in Dan Browns Roman das Virus freigesetzt wird und die gesamte Weltbevölkerung infiziert wird, gibt es im Film dann auch wieder ein "Friede-Freude-Eierkuchen"-Ende, was ich persönlich sehr schade finde, da so die Logik flöten geht.
  • Deliah C. Darhk
    Die Kondom-Industrie erlebt eine Renaissance sondergleichen und die Mini-Pille verliert an Bedeutung.Die Überbevölkerung wird zeitweise eingedämmt. Die Umweltverschmutzung reduziert sich. Nicht erneuerbare Natur-Resourcen werden geschont.Soziale Probleme verschärfen sich, vor Allem mangelnde Altersabsicherung und gesellschaftliche Überalterung. Dazu kommt mittelfristig ein Arbeitskräftemangel. Daraus resultieren eine längere Lebensarbeitszeit und höhere Löhne in den Industriestaaten.Vermutlich wird die Eltern- und Kinderförderung erheblich ausgebaut.Kinderlosigkeit könnte hingegen zu einer neuen gesellschaftlichen Unterklassigkeit führen, und Babyhandel boomen; möglicher Weise sogar legalisiert werden.Nach zwei, vielleicht drei Generationen stehen wir wieder am selben Punkt wie vor dem Inferno.
  • WhiteWalker
    Ich finde, dass der "Bösewicht" dadurch ein wenig der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Im Buch verweist er schließlich darauf, dass er wollte, dass sein Plan aufgeht und deshalb das Virus einige Tage vorher schon freigesetzt hat, damit das nicht noch verhindert werden kann. Im Film wirkt er einfach nur wie der klassische Böse, der seinen Plan erklären muss, bevor er überhaupt umgesetzt wurde.
  • greek freak
    Zu Kick-Ass:Der Comic von Millar ist um Längen besser weil er einfach eine bitterböse & ultra-bissige Satire auf Superhelden,Vigilantentum,(un)-Soziale Medien und generell aller Klischees,die wir in Actionfilmen sehen,ist.Der Film dagegen, ist nur die weichgespülte und auf lustig getrimmte Version.So ist z.B. "Big Daddy" kein heldenhafter Cop,der nach dem Mord an seiner Frau,einen Kreuzzug gegen das Verbrechen als maskierter Rächer startet,sondern ein bekloppter Comicfan,der seine Tochter entführt und zur Killermaschine gedrillt hat.Und Kick-Ass himself,ist im Comic,am Ende immer noch ein totaler Loser,dem seine angebetete High-School Schönheit einen Laufpass gibt,nachdem sie erfahren hat,das er sie belogen hat.Im Film dagegen,"bekommt er sein Mädel" und ist der Held.Ausserdem haut Millar noch einige bitterböse Spitzen gegen Hollywood,Fankultur und die moderne Gesellschaft raus.Wenn schon,dann war das Sequel deutlich besser als der 2te Comic,der leider nur eine uninspirierte Gewalt-Orgie war.Den dritten und letzten Kick-Ass Comic kann man sich übrigens komplett sparen.
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