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    FSK-18-Heimkino-Tipp: Endlich mal wieder richtig spaßiger Splatter!
    Von Daniel Fabian — 26.10.2020 um 19:00
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    Splatter, die genauso blutig wie spaßig sind, gibt’s gefühlt immer seltener. Mit „Yummy“ landete jetzt aber mal endlich wieder eine herrlich kreative Schlachtplatte in den deutschen Heimkinos – die aber nur in der richtigen Version Laune macht.

    Busch Media Group

    +++ Meinung +++

    Als Fan von so richtig matschigen, herrlich abstrusen und zum Brüllen komischen Splatter-Filmen haben mich in den vergangenen Jahren die meisten potentiellen Spaßgranaten dann doch ziemlich kalt gelassen – Ausnahmen wie „Dead Snow 2: Red Vs. Dead“ bestätigen die Regel.

    Mit dementsprechend niedrigen Erwartungen bin ich deswegen auch an „Yummy“ rangegangen. Aber gut, die Geschichte von Alison (Maaike Neuville), die für eine Brustverkleinerung in ein schäbiges Krankenhaus irgendwo in Osteuropa fährt und ausgerechnet ihren Möchtegern-Mediziner-Freund Michael (Bart Hollanders) mitnimmt, der nur leider so gar kein Blut sehen kann, hat mich dann doch irgendwie neugierig gemacht.

    Also habe ich den belgischen Horrorspaß einfach mal bei Amazon Prime Video ausgeliehen – zum Glück. Denn „Yummy“ ist endlich mal wieder ein wunderbar verrückter, szenenweise aber auch durchaus atmosphärischer Splatter-Spaß!

    ›› Yummy bei Amazon Prime Video*

     

    "Yummy": Gedärme, Monster und ein Finale mit Überraschungseffekt

    Regisseur Lars Damoiseaux gelingt das, woran so viele seiner Kolleg*innen scheitern: Er bringt in „Yummy“ genauso viel Horror wie Comedy, genauso viele Lacher wie Schocker unter.

    Gorehounds, für die gar nicht genug Blut spritzen kann, dürfen sich nicht nur über eine handgemacht-matschige, sondern vor allem auch eine wahnsinnig kreative Schlachtplatte freuen.

    Da werden Gliedmaßen abgetrennt, schleimige Frosch-Monster auf die Patienten der Schönheitsklinik losgelassen – und auch gerne mal Geschlechtsteile auf wunderbar verrückte (und schmerzhafte) Weise in Szene gesetzt, dass man am liebsten weggucken würde, wenn das alles nicht ein Riesenspaß wäre. (Spätestens bei einer sich anbahnenden Sexszene mitsamt Penis-Prothese war's für mich vorbei – im positivsten aller Sinne!)

    Und dann ist da noch das große Finale, das dem Ganzen nicht nur mit völlig irren Ideen die Krone aufsetzt, sondern auch noch die ein oder andere faustdicke Überraschung bereithält. Allzu sehr will ich gar nicht ins Detail gehen, weil ich schlicht niemandem den Spaß rauben will. Einen Tipp hätte ich allerdings noch, wenn ihr „Yummy“ wirklich genießen wollt…

    Unbedingt im Originalton schauen!

    Wer seine Filme ausnahmslos in der deutschen Version guckt, sollte sich eine Anschaffung von „Yummy“ zweimal überlegen. Die hiesige Sychronfassung ist nämlich derart miserabel geraten, dass einem die Lust ganz schnell wieder vergeht. Einen Vorgeschmack darauf gibt's im obigen Trailer.

    Ihr müsst übrigens nicht zwangsläufig Niederländisch bzw. Flämisch sprechen können, um „Yummy“ im O-Ton zu genießen. Erstens gibt's natürlich Untertitel, und zweitens wird – einmal in der Klinik angekommen – ohnehin vorwiegend Englisch gesprochen.

    Den Film gibt es übrigens auch als Limited Collector’s Edition im Mediabook (Blu-ray). Aber ob nun DVD, Blu-ray oder Stream – das Wichtigste ist ohnehin: „Yummy“ ist in sämtlichen Editionen komplett ungeschnitten (und völlig zurecht mit einer FSK-18-Freigabe bedacht).

    ›› Yummy im Mediabook bei Amazon*

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Yummy"

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