Prophecy Of The Devil
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Lemmiblog
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2,0
Veröffentlicht am 4. Oktober 2026
JESUS DER SCHLANGENBÄNDIGER

Ein Zimmermann ist ziemlich streng mit seinem Sohn. Der hat Albträume, lebt anders als andere Jugendliche und bereits seine Geburt war alles andere als gewöhnlich. Als der Junge erkennt, dass er Kranke und Besessene heilen kann, gefällt das einem Wesen überhaupt nicht.

Prophecy of the Devil geht ca. 90 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Horrorfilm mit Nic Cage in der Hauptrolle und nehmen den guten alten Jesus zur Brust, bevor er seine eigene Religion gegründet und Wasser in Wein verwandelt hat.
Mal davon abgesehen, dass man bei Dunkelheit so viel erkennt wie ein einäugiger Pirat durch sein fehlendes Auge, gibt es ein paar gute Ideen. Die Effekte sehen ordentlich aus und das Ganze als Horror aufzuziehen, besitzt durchaus seinen Charme. Auch wenn Jesus im Grunde zum Schlangenbändiger wird und Wunden mithilfe der Macht heilt.
Dass nachts jemand Frauen vernascht und anschließend eine dicke Schlange aus ihnen herauskommt, wirkt zwar leicht irritierend, aber okay, hab den Film weder gedreht noch geschrieben. Nic Cage als Papa Zimmermann, der den ganzen Humbug seiner Frau verständlicherweise nicht schluckt, ist solide. Ein Mann, der an Traditionen festhält und alles Neue erst einmal scheiße findet.
Im Finale macht Jesus dann Auge, klatscht sich mit Satan und läuft anschließend gen Westen. Kann man so machen.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das nicht wirklich dolle ist. Es gibt ein paar nette Ideen und die Horrorversion der Geschichte hat durchaus Potenzial, insgesamt ist das aber ziemlicher Quatsch. Wenig Horror, wenig Story und die Darsteller reißen keine Bäume aus.

4,5/10 Punkten. Der Film basiert tatsächlich auf dem apokryphen Kindheitsevangelium nach Thomas aus dem zweiten Jahrhundert, in dem ein junger Jesus bereits Wunder vollbringt und dabei deutlich weniger handzahm daherkommt als in der bekannten Bibel. Im Grunde also Jesus: Origins.
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