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BibiG3
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4,0
Veröffentlicht am 21. März 2026
Da ich das Buch nicht kenne bin ich ohne Vorwissen in den Film gegangen. Jacob Elordi spielt sehr gut, ein Shooting Star. Es fängt sanft an und zerstört einen am Ende völlig. Natürlich ist es eine andre Zeit wie heute, man kann sich nicht so einfach aus einer Ehe lösen. Die Dienerin ist so böse. Am Ende ist mein Herz gebrochen wie bei Dracula a Love Tale und Titanic. ❤️啕 Das Moor und die Atmosphäre kommen gut an.
In weiten Strecken auf die Nerven gehende, teilweise sogar langweilige Dramatik, Barbie auferstanden als zickige Cathy, außer Edgar sind durchweg alle handelnden Personen unsympathisch, die Kostüme und die Szenenarangements völlig abgedreht, insgesamt musste ich daher bei diesem Drama öfter auflachen als weinen. Das hat dieses Stück Weltliteratur einfach nicht verdient. Wäre nicht dieser starke Soundtrack, hätte ich nur 2 Sterne vergeben. Frei nach Bertolt Brecht: „Wir sitzen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Der Abspann läuft und alle Fragen offen".
Heathcliff (Jacob Elordi) wächst auf dem Gut „Wuthering Heights“ in der Familie Earnshaw als Ziehkind auf. Er entwickelt eine tiefe Freundschaft zur ungefähr geichaltrigen Cathy Earnshaw (Margot Robbie), die später den reichen Edgar Linton (Shazad Latif) heiratet. Heathcliff verlässt gedemütigt das Haus, kehrt aber einige Jahre später mit der Absicht zurück, den Earnshaws und Lintons großen Schaden zuzufügen.
Emerald Fennell hat „Promising Young Woman“ (2020) sowie „Saltburn“ (2021) nach eigenen Ideen wie Drehbüchern verwirklicht und damit Aufsehen erregt. Nun greift sie zur Weltliteratur, übernimmt zwar den Titel des 1847 von Emily Brontë veröffentlichten Romans, jedoch nur den vorderen Teil der Geschichte für ihren aktuellen Film. Fennell unternimmt das einzig Richtige: Sie quetscht nicht das gesamte schriftstellerische Werk ihrer Landsfrau auf die Leinwand, denn ihr Fokus ist die seelische Verbindung zwischen den Protagonisten, deren baldige Hassliebe hervorragend nachvollziehbar herausgearbeitet ist. Das Publikum wird mit intensiven emotionalen Wendungen überströmt. Cathy und Heathcliff wissen in ihrer desorganisierten Bindung bald nicht mehr, woran sie sind. Geschickt setzt Fennell die Momente des Nichtgesagten neben unbändigen Provokationen ein, gespickt durch unterschlagene Post. Hier tritt eine dritte Person auf, die entscheidenden Einfluss nimmt. Eines steht fest: An Langeweile ist in den 136 Minuten Spielzeit nicht zu denken.
Die gewählte Optik wirkt durch viele ausladend theatralische, kontrastreich visualisierte Szenenbilder opulent. Regen wie Sturm in beeindruckend felsiger Landschaft geben sich ein Rendezvous mit Filmtitel und der bewegten Handlung. Dazu kommen die starken Nahaufnahmen der schmachtenden oder … OMG, die Robbie gibt der Mimik ihrer Cathy so viel Bosheit. Einiges ist verstörend, nicht zu explizit, bleibt also im FSK12-Rahmen. Beim Soundtrack greift Fennell mehr zur künstlerischen Freiheit, weil da eher modern Technisches aus den Boxen dröhnt, was jede Leidenschaft dennoch kräftig unterstützt. Das klingt schon längst nicht mehr nach einem typischen Kostümfilm.
Emerald Fennell gelingt eine wuchtige, auf den Punkt genau getaktete Teilinszenierung von Brontë’s „Wuthering Heights“, die durch das betonte Spiel von Verschmelzung, zivilisiertem Selbst und Demut zu einem bewegten Kinoerlebnis wird.
Hier bin ich mal wieder der totale Banause, da ich das Buch nicht kenne und nichts über die Handlung wusste. Letztlich sah ich einen verwirrenden Film, der mit seiner eigenartigen Musik eine restlos verstörende Stimmung aufbaut. Zu diesen Klängen sieht man Margot Robbie und Jacob Elordi, die sich im Kern lieben und doch permanent versuchen, einander körperliches und seelisches Leid zuzufügen. Also kein Film fürs romantische Date, sondern ein forderndes Drama
Emily Brontës Klassiker „Wuthering Heights“ (im Deutschen als „Sturmhöhe“ bekannt) wurde bereits unzählige Male verfilmt. Umso spannender, dass ich den Stoff bisher noch nicht kannte und ihn nun mit der umstrittenen Verfilmung von Regisseurin Emerald Fennell erleben durfte. Die neue filmische Adaption von 2026 sorgte für viel Aufruhr, da Fennell eine ordentliche Portion Sex mit in die Geschichte brachte und quasi nur die Hälfte des Buches verfilmte. Und historisch akkurat ist hier sowieso nichts, denn die neue Adaption ist sowohl inhaltlich als auch optisch sehr frei interpretiert. Mich persönlich stört das überhaupt nicht, solange das Endergebnis unterhaltsam ist. Mit „Wuthering Heights“ ist das Fennell aber leider nicht gelungen…
Die junge Catherine Earnshaw ist begeistert als ihr Vater eines Tages den jungen Heathcliff aus Liverpool mitbringt. Er den Jungen von der Straße aufgegriffen und bietet ihm nun ein Zuhause. Catherine und Heathcliff entwickeln über die Jahre hinweg weit mehr als nur eine Freundschaft, doch die Gefühle füreinander kommen nie wirklich zur Geltung, da Catherine als junge Frau heiratet und plötzlich in Geld und Schmuck badet. Doch einige Jahre nach der Hochzeit kehrt Heathcliff zurück und hat sich verwandelt: Aus dem armen, kleinen Jungen wurde ein gutaussehender Gentleman. Doch die Gefühle der beiden sind nach wie vor vorhanden und scheinen beide zu verschlingen…
„Wuthering Heights“ bietet auf den ersten Blick viele starke Aspekte: Da wäre ein eindrucksvoller Cast, der seine Sache auch sehr gut macht und eindrucksvolle Bilder (Kamera: Linus Sandgren). Besonders die Sets und Kostüme beeindrucken, da der Film ganz direkt den historischen Charakter der Geschichte bricht: Die Kostüme sind bunt, eindrucksvoll und sehr modern gehalten, ebenso wie die Innenausstattung mancher Räume. Das passt auch zum Casting von Margot Robbie und Jacob Elordi, die optisch eher wie Models aussehen, die man in historisch anmutende Kostüme gesteckt hat. Zudem hat auch die Musik (Anthony Willis und Charlie XCX) immer wieder moderne Beats und Popvibes, ebenso Songs, die ab und zu erklingen.
Doch das Endergebnis ist längst nicht so spannend, wie es vermuten lässt. Aus einer wohl sehr prägenden Geschichte des 19. Jahrhunderts mit vielschichtigen Figuren und sozialkritischen Themen, die besonders für die Zeit sehr fortgeschritten waren, wird eine fast schon plumpe Dark Romance-Story auf „Bridgerton“-Niveau. Der Versuch ein solches Werk „aufzusexen“ klingt zunächst spannend, doch der Versuch ist leider kläglich und zeigt wie wenig diese beiden Aspekte zueinander passen. Dem Film vor allem die Balance: Auf der einen Seite ist die Affäre zwischen Catherine und Heatcliff absoluter 0815-Kitsch, den man aus unzähligen anderen Storys kennt, harmlos und nervig. Auf der anderen Seite sollen viele Szenen so unnötig provokant wirken, dass sie mich eher zum Lachen gebracht haben. Auch hier zeigt sich, wie sehr der Film aus zwei Gegensätzen besteht. Einerseits eine schöne Metapher für die beiden Hauptfiguren, andererseits macht dieser Konflikt den Film auch sehr anstrengend.
Ein weiteres Problem ist, dass keine der Figuren wirklich charmant rüberkommt. Gerade Heathcliff und Catherine führen eine derart toxische Beziehung, die mich dermaßen genervt hat, dass es mir schnell egal war, was mit den beiden passiert. Mal will sie ihn, mal wieder nicht, jedoch immer ohne dass man das ganze Drama irgendwie nachvollziehen kann. Vor allem habe ich mich gefragt, wieso die beiden nicht einfach heiraten, denn er ist ja später selbst wohlhabend. Wieso also wird das heimliche Liebesspiel so künstlich fortgesetzt?
Künstlich ist leider ein gutes Stichwort, denn ich habe dem Film kaum etwas geglaubt. Auch wenn Margot Robbie und Jacob Elordi ihre Sache gut machen, so konnte ich weder die Figuren, noch die teils forcierten Ereignisse ernst nehmen. Dazu gesellt sich dieser absurde Dark Romance-Faktor, der sehr toxische Beziehungen erschreckend romantisch und „sexy“ darstellt. Dabei ist hier nichts wirklich sexy und das liegt nicht daran, dass der Film auf Nacktheit verzichtet…
Fazit: „Wuthering Heights“ ist leider eine große Enttäuschung. Die eigentlich interessante Geschichte wird zu einer einfallslosen Dark Romance-Fetisch-Fantasie ohne viel Substanz. Der Cast ist gut und vor allem die Optik überzeugt, aber am Ende des Tages haben mich der Film und seine Figuren vor allem genervt!
Zwischen Cathy (Charlotte Mellington) und Heathcliff (Owen Cooper) besteht eine besondere Bindung. Heathcliff ist ein Waisenjunge, und er wird von Mr. Earnshaw (Martin Clunes) in die Familie aufgenommen. Heathcliff kann sich mit der neuen Umgebung nicht anfreunden - nur zu Cathy hat er Vertrauen. Es besteht eine Zuneigung, und er schwört sich, sie immer zu lieben. Auch Jahre später, die beiden sind erwachsen, besteht eine große Zuneigung zwischen ihnen. Aber dennoch beschließt Cathy (Margot Robbie), den wohlhabenden Edgar Linton (Shazad Latif) zu heiraten. Für Heathcliff (Jacob Elordi) ist das ein Schock. Er flieht und taucht unter, jahrelang. Cathy ist von Edgar schwanger, als Heathcliff zurückkommt. Sofort ist auch die alte Anziehung zurück, eine Art Liebe. Cathy zweifelt, was sie nun tun soll. Heatthcliff liebt sie noch immer, aber als er merkt, dass er sie nicht bekommen kann, sinnt er auf Rache und zeigt sich eiskalt.
Emily Brontë brachte 1847 den Roman "Wuthering Heights – Sturmhöhe" heraus. In dieser Zeit ist auch der gleichnamige Film von Emerald Fennell angesiedelt. Wir erleben eine Beziehung, die sich immer wieder andeutet, aber keine Zukunft haben kann, aus verschiedenen Gründen. Es ist ein merkwürdiges Katz-und Maus-Spiel. Merkwürdig deshalb, weil die Beweggründe der einzelnen Personen nicht immer ganz klar ist. Heathcliff liebt einerseits, hasst andererseits, beides scheinbar übertrieben. Wie der Film überhaupt auf eine seltsame Weise übertrieben ist. Manchmal wirkt er regelrecht albern und schrammt nur sehr knapp am Trash vorbei. Manche Personen im Film handeln klischeemäßig, fast comicartig. Als Zuschauer weiß man nicht genau, ob das gewollt überdreht sein soll oder ob es einfach nur schlecht ist. Viele Emotionen in diesem Drama wirken aufgesetzt und holzschnittartig und entfalten sich dadurch nur sparsam. Als Zuschauer bleibt man am Ende etwas ratlos zurück.
Catherine und Heathcliff kennen sich seit Kindertagen, sind unzertrennlich und je älter sie wurden desto mehr haben sie füreinander übrig. Doch darf diese Liebe nicht wachsen, denn Edgar tritt in Catherines Leben, geschniegelt und wohlhabend. Catherine ist gefangen zwischen Geldbeutel und Liebe machen.
Wuthering Heights – Sturmhöhe geht ca. 135 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Buchverfilmung, die ich nur lose kenne und ich muss sagen, das hier ist Quark. Schauspielerisch ist das gut umgesetzt, aber das hilft halt auch nichts, wenn wirklich jede Figur wirkt, als hätte sie sich vorgenommen, dem Zuschauer aktiv den letzten Nerv zu rasieren. Heathcliff kennt nur Extreme, entweder er ist verbittert wie kalter Kaffee, verliebt wie ein Teenager mit Hormonstau oder voller Zorn. Es gibt eine Szene, wo er wirklich hätte der Scene-Stealer werden können… aber nein, er entscheidet sich lieber für Drama. Catherine wiederum will die Annehmlichkeiten des Lebens genießen, was ja fair ist. Gleichzeitig nutzt sie den lieben Edgar aber nur aus, während sie lieber mit Heathcliff durch die Botanik knattert. Das ist eher emotionales Schwarzfahren, als Romantik. Die Story selbst ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Entweder wird geheult, Snu Snu betrieben oder Leute laufen mit bedeutungsschwerem Blick umher. Was mir gefallen hat war Musik und Optik. Umgebung, Atmosphäre, alles hübsch, ist die Lüneburger Heide aber auch, trotdem brauch ich dafür keinen zweieinhalb Stunden Liebeskoller. Das Finale bietet maximal dramatischen Herzschmerz, der absolut unlogisch ist… aber hey, passt perfekt zu Figuren. Unterm Strich bleibt ein Werk, das gut klingt und gut aussieht, aber inhaltlich treibt es einen von einem Gestöhne und Geheule zum nächsten. Hier gibt’s weder was fürs Herz noch echte Romantik, ja nicht mal eine spannende Geschichte.
4,5/10 Punkten. Vorallem kann mir keiner sagen, dass man ohne Fragezeichen rausgeht. Hier bleiben ja mehr Fragen unbeantwortet als bei Günther Jauch.
Wenn ein verwitwerter alleinerziehender wohlhabende Vater von einer Tochter Catherine einen Waisen Junger Heathcliffe zu sich nimmt, wird der Junger schlechter als einen Straßenhund behandelt. Er und seine 'Schwester' sind aber so gut für einander und verlieben sich ohne diese Liebe wirklich namentlich zu nennen. Catherine erkennt als junge Frau die Gelegenheit 'reich' in der neuen Nachbarnfamilie zu heiraten, und irgendwie lässt ihr 'Ziehbruder / treue Liebhaber in Stich. Heathcliffe haut super enttäuscht ab, und Catherine heiratet und lebt pompös aber tot unglücklich. Diese unausgelebte Liebe verliert in der Zwischenzeit an seine Leidenschaft und Feuer nicht und wenn Heathcliffe 5 Jahre später auftaucht beginnen die beiden die erotische Leidenschaft heimlich, gefährlich und eigentlich aussichtslos nachzuholen. Die Inszenierung ist beeindruckend auf verschiedenen Ebenen. Die historische Kulisse und Kostüme sind wünderschön. Die Leidenschaft der Darstellung ist intensiv und fesselnd. Der Dreh und die Musik des Films unterstützen alles sehr stark. Eigentlich eine Geschichte von Liebe verloren und auf verbotenen Art und Weise nachgeholt und zu scheitern verurteilt. Kino Unterhaltung auf höchster Niveau.
Wieder einer dieser Filme, die auf Überlänge aufgebläht werden müssen. Eine halbe Stunde weniger und es wäre immer noch angestrengend genug gewesen. Ich kenne das Buch auch nur vom Hörensagen, aber diese filmische Umsetzung hat mich nur wenig gepackt. Hanebüchene, unlogische Story die wechselt zwischen grandioser Liebe und grenzenlosem Hass - beides einfach total nervig. Und wie sich Catherine ständig in pompösen, weit dekolltierten Kleidern der rauhen Witterung aussetzt, einfach lä klar, man muss ja tolle Bilder produzierten - mir war das entschieden zu wenig.
"Wuthering Heights" versucht alles auf einmal zu sein, klassisch, modern, originalgetreu und innovativ, aber es geht nicht tief in irgendeinen Aspekt ein. Trotz einiger Momente von körperlicher Schönheit ist der Film doch geschmacklos und seltsam ernüchternd. Emerald Fennell kümmert sich nicht wirklich um den stilistischen Handlung der Quelle, sondern bietet wirklich nur eine Cathy/Heathcliffe Show. Aus Emily Brontes Romanvorlage entsteht leider nur ein absolut glanzloses Durcheinander.