Ich kann mich der Kritik von beco nur anschliessen.
Die beiden Haptdarsteller spielen ihre Rolle hervorragend; das muss man deutlich herausheben, aber letztlich ist die ganze Geschichte einfach schlecht inszeniert und auch nicht glaubwürdig rüber gebracht.
Da ist diese Ehe, die schon, bevor der Unfall passierte, tot ist und in der beide Ehepartner sich absolut gar nichts mehr zu sagen und sich einfach auseinander gelebt haben. Das war glaubwürdig inszeniert, so etwas gibt es durchaus, keine Frage. Aber auch da fehlte ein bisschen Feuer in den Dialogen, auch da kann es mal witztige Szenen geben, zumindest für die Zuschauer und nicht ausschliesslich trostlose, langatmige, endlos düstere Dialoge.
Dann passiert der Unfall-und das verschärft die eh schon tote Beziehung, aus der kein Ausweg erkennbar ist. Ein einzigesmal sehe ich die beiden Eheleute für einen Moment glücklich: als sie zusammen tanzen gehen. Das wäre der Punkt gewesen, anzusetzen und eine neue Richtung im Zusammeweleben der beiden erkennen zu lassen. Aber es passiert nicht. Auch die Nachricht, dass sie Grosseltern werden, hätte einen Umschwung bringen zu können, der nicht erkennbar war.
Oder die Information, dass Rita an dem Unfall nicht schuldig war, hätte auch ein Ansatz sein können, etwas zu verändern; stattdessen setzt sich der alltägliche, monotone Trott fort: langatmig, langweilig, trostlos.
Die letzten Worte von Hans, die er sagte, als er Ritas Tod feststellte, dass er sie liebe, kauft man ihm einfach nicht ab. Davon hat man den ganzen Film über nichts gespürt.
Es war ein Film, in dem man nicht einzigesmal schmunzeln konnte und sich hundertmal fragt, warum die beiden sich das antun, ihr Leben zusammen zu verbringen.
Das einzige, was der Film zu mir rüber gebracht hat, ist die Erkenntnis, wie eng Tod und Leben oft beieinander sind. Da erfährt man, Grossmutter zu werden genau in dem Moment in dem man einen Mensch überfahren hat, wenn auch unschuldigerweise. Da passiert wirklich das Leben und der Filmtitel hat seinen Namen zurecht.