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nowherenow
4 Kritiken
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3,0
Veröffentlicht am 8. Oktober 2025
Ich habe den Film auch schon gesehen und hatte wie der Filmstarts Rezensent gemischte Gefühle. Die Bilder sind wirklich sehr schön, auch wenn man das Gefühl hat eine surrealen Paralellwelt zu sehen, ein imaginiertes Brasilien der 70er Jahre, stylisch und farbgesättigt. Die Handlung ergibt leider nicht viel Sinn, man versteht nicht wirklich was das Ganze soll. Erst am Ende löst sich auf, dass der Protagonist von einem korrupten Geheimndiensttypen verfolgt wurde, aber nicht wegen seiner politischen Gesinnung, sondern weil dieser Geheimdienstler eine Erfindung an sich reissen wollte. So richtig Spannung kommt da nicht auf, auch wenn ich nicht sagen würde dass der FIlm langweillig ist. Was mich extrem stört war diese ganze Posse mit dem abgerissenen Bein, das hat in dem Film gar nichts verloren, eine völlig sinnlose und auch extrem unpassende eitle Spielerei, wirklich ganz ganz schlechte Kunst. Völlig daneben, es hebelt den ganzen Film aus, bricht den Zuschauervertrag, und wozu? Wenn man sich für Brasilien interessiert kann man sich den Film ansehen, ansonsten wüsste ich nicht warum man 2,5 Stunden seines Lebens und eine Kinokarte dafür investieren sollte.
Habe den Film in einer sneak Vorstellung vor Kinostart gesehen und möchte meine Meinung dazu loswerden.
Selten habe ich einen Film angeschaut und mir so oft gedacht, dass er meine Zeit verschwendet. Es sind viel zu viele Scenen die man nicht gebraucht hätte, zu viele Charaktere die nicht in der Story relevant waren. Es existiert kein roter Faden, Spannung wird an den falschen Stellen aufgebaut (wenn sie mal vorkommt), Die wichtigsten Scenen zum Ende hin werden auch gar nicht richtig gezeigt und sind somit auch eine Enttäuschung.
Das einzige was gut gemacht war, um nicht nur negativ zu sein, waren die Szenerie, Schauspieler und die Kameraführung. Der Look und das feeling der 70ger war gut umgesetzt.
Leider hilft das nicht wenn die Geschichte schlecht zusammen geschnitten ist und keine Spannung bietet.
Marcelo (Wagner Moura) fährt in den Karnevalstagen 1977 nach Recife und bekommt dort eine Unterkunft bei Bekannten. Das Gefühl der Sicherheit schwindet bald.
Die Filme von Kleber Menonça Filho landen quasi nicht in den deutschen Kinos. Ich habe „Aquarius“ (2016), „Bacurau“ (2019) sowie „Retratos Fantasmas“ (2023) auf dem Münchner Filmfest gesehen und die eigenwillige Handschrift dieses brasilianischen Regisseurs lieben gelernt.
„The Secret Agent“ hat es nun doch zu einem regulären Kinostart in Deutschland geschafft. Die Spieldauer von 161 Minuten wirkt zunächst abschreckend, aber das ist völlig unbegründet, denn ein unterschwelliges Kribbeln um die Existenz des Marcelo hält das Publikum auf Spannung. Geschickt lässt der Regisseur, der auch das Drehbuch verfasst hat, die Hintergründe um Marcelos Lebenslauf nur allmählich auf die Leinwand durchsickern.
Mit einer seltsam erfrischenden Prise Humor startet der sonnengeflutete, gut farbgesättigte Film. Das passende, sogar natürlich wirkende Komische bleibt dem Film lange erhalten, bis sich die Angst um Marcelo durch ein hervorragend gesetztes Timing zunehmend die Platzvorteile erarbeitet. Skurrile Begebenheiten begleiten und beleben die Handlung. Der Style der späten 1970er, Typen, die menscheln, die man mag oder vor denen man Angst haben muss, beherrschen die Szenerie, darunter auch Udo Kier ("Bacurau"), der einen Kriegsveteran verkörpert. Wie in einem Agenten-Thriller ist zunächst nicht klar, wer wem mehr dienlich ist. Menonça Filho hängt nicht ständig an der Hauptfigur. Durch die Entscheidung, dem Publikum stets ein bisschen Wissensvorsprung zu lassen, stimmt die Atmosphäre von Beginn an bis über den blutigen Showdown zum Abspann.
„The Secret Agent” füllt einen sehr guten Kinoabend.
Ein Film, der das Brasilien der späten 70er Jahre widerspiegelt, eine Zeit in der Menschen verschwinden, auf offener Straße erschossen werden, Korruption und Gewalt herrscht. Diese Dinge sieht man, bleiben aber eher im Hintergrund und es wird die ganz persönliche Geschichte von Marcello bzw. Armando Alves (Wagner Moura) gezeigt. Dabei bleibt die Bedrohung ständig latent, bricht sich erst aber nur zum Ende in einer Verfolgungsszene wirklich Bahn. Der Film bleibt in der Beobachterrolle, wobei einige skurrile Ideen, wie das "haarige Bein“, dann noch weitere Rätsel aufgeben. Ein ungewöhnlicher, vielschichtiger Film, sehenswert
In 1977, ein ehemaliger Technikforscher kehrt zurück an Recife um seinen kleinen Sohn lebend bei dem Opa zu besuchen. Die Stadt ist aber durchdringt von Korruption und er kommt unter dem Mordauftrag eines ehemaligen beruflichen Bekannten. Der Film zeigt die raue Realität einer Stadt wo Geld und andere moralische Normen herrschen. Die Darstellung ist glaubwürdig und die Stimmung der Hintergrund Musik und dem Art des Drehs passen gut zum Thema.
1 Stern für den Hauptdarsteller und 1 Stern für die aufwändige Ausstattung, der Rest ist zusammenhangloses Geplapper, das kaum Sinn ergibt. Ich war neugierig, weil der Film als Oskar-Anwärter gehandelt wird, was jedoch kaum eintreten wird; Vergeudete Lebenszeit, absolut keine Empfehlung!