Auch wenn „Clayface“ der erste große Kinomoment der gleichnamigen Comicfigur ist, geht diese doch weit in der Comic-Geschichte zurück: Die erste Version von Clayface, der mörderische Schauspieler Basil Karlo, erschien bereits in einem der ersten Batman-Hefte Detective Comics #40 im Jahr 1940. Erst später aber im Jahr 1961 wurde mit dem zweiten Clayface Matt Hagen, der auch die Grundlage für den Film ist, ein Batman-Widersacher eingeführt, der als tonartiger Gestaltwandler dem dunklen Ritter das Leben schwer macht.
Horror-Spezialist Mike Flanagan („Spuk in Hill House“) zählte schon früh zur treibenden Kraft hinter dem „Clayface“-Film. Mehrmals pitchte Flanagan die Idee eines DC-Horrorfilms bei den Verantwortlichen und fand nach der Neuausrichtung des DC-Kinouniversums endlich Gehör. Leider war es Flanagan dann aber wegen Terminüberschneidungen mit dem „The Exorcist“-Reboot und der „Carrie“-Serie nicht mehr möglich selbst Regie zu führen. Seine Mitwirkung beschränkte sich auf das Skript, das er gemeinsam mit Hossein Amini („Drive“) verfasste. Nachdem die Produzenten zunächst vor allem Interesse an J.A. Bayona („Das Waisenhaus“) bekundeten, wurde letztlich „Speak No Evil“-Regisseur James Watkins als Ersatz engagiert.
Bei „Clayface“ handelt es sich um den ersten Horrorfilm auf Basis der Comics des Marvel-Konkurrenten DC Comics. Dabei war neben Superhelden spätestens seit den 1970er Jahren Horror ein populäres Comicgenre, das Konkurrent Marvel bereits mit der „Blade“-Reihe (1998-2004) und „Werewolf by Night“ (2022) auch in diversen Verfilmungen aufgriff. Der erste DC-Horrorfilm ist dabei laut den Verantwortlichen vor allem inspiriert durch Body-Horror-Filme wie „Die Fliege“ (1986) und „The Substance“ (2024), aber auch durch die „Clayface“-Darstellung in der einflussreichen Zeichentrickserie „Batman“ (1992-1995).