Was Marielle weiß
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Rob T.
Rob T.

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1,0
Veröffentlicht am 27. April 2025
Blöd gelaufen und schrecklich unangenehm: Marielle (Laeni Geiseler) kann sehen und hören, was ihre Eltern tun und sagen – auch wenn sie selbst nicht dabei ist.
Das ist so, seit sie bei einem Streit eine Ohrfeige bekommen hat.
Mutter Julia (Julia Jentsch) und Vater Tobias (Felix Kramer) glauben ihrer Tochter erst nicht. Aber sie hat nun mal gehört, was er im Kreis seiner Kollegen erzählt hat und wie er darüber zu Hause gelogen hat. Und wie ihre Mutter mit einem Kollegen ziemlich heiß geflirtet hat.
Julia und Tobias versuchen nun, im Alltag so zu handeln, wie sie glauben, dass ihrer Tochter das gefallen würde.

Eigentlich ist die Idee sehr spannend, und sie hat das Potenzial daraus einen richtig guten Film zu machen.
Gerade mit der Erwartungshaltung ist „Was Marielle weiß“ aber überraschend heftig misslungen. Was die Story angeht und was die Umsetzung angeht.
Das liegt nicht nur, aber auch an den durchweg unsympathischen Menschen in diesem Film. Die Tochter ist gruselig kalt, der Vater ist menschlich im Büro ein Wichtigtuer, die Mutter hat überhaupt Schwierigkeiten Beziehungen aufzubauen.
Als Julia und Tobias versuchen, mit dem Wissen umzugehen, immer von ihrer Tochter „beobachtet“ zu werden, machen sie alles nur noch schlimmer. Julia bringt ihren Flirtkollegen in eine unangenehme Situation, und auch Tobias schiebt die Schuld für sein menschliches Versagen auf andere.
Überhaupt scheint keiner in der Familie eine echte Beziehung zueinander zu haben. Nur Vater und Tochter haben kurz ihren Moment, in dem der Vater aber in Wirklichkeit seine Tochter auch nur ausnutzt.
Inhaltlich ist vollkommen unklar, was uns der Film jetzt eigentlich genau erzählen will, welche Konsequenz man ziehen könnte. Wie es der Tochter dabei geht, scheint weitgehend egal zu sein.
Hinzu kommt, dass das alles sehr langatmig inszeniert ist. Lange Einstellungen, überflüssige Schwenks, hölzerne Dialoge wie aus der Satzbau-Schublade – an einigen Stellen meint man fast den Drehbuchautor sprechen zu hören, wie er seine eigenen geschriebenen, geschliffenen Sätze feiert, die die Darstellenden hier aufsagen müssen.
Die „Episodentrenner“, in denen die Tochter bedeutungsschwanger in die Kamera (oder anderswohin) schaut, wirken bald lächerlich.
Ansonsten wird auf Musik weitgehend verzichtet. Alles wirkt etwas dröge, und überall schreit es uns entgegen: Wir hatten doch kein Geld.
Story unausgereift, Umsetzung lahm – das ist alles ziemlich dürftig.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 15. April 2025
Die Geschichte klingt zar im ersten Moment abgehoben, sit aber eigentlich sehr geerdet. Eine Tochter kann auf unerklärtem Wege mit anschauen, was ihre Eltern tun, sagen und machen. Dabei geht es nicht um übersinnliche Themen, sondern mehr darum, wie wir uns im Alltag verkaufen. Der Vater, der ihm Geschäftsmeeting unterliegt, dann aber der Familie erzählt, daß er sich durchgesetzt hat oder die Mutter, welche eine Affäre eingeht und dies natürlich verschleiert. Daraus entstehen zwar durchaus humorige und witzige Augenblicke, aber eigentlich ist es ein reines Familiendrama. Das sieht leider nach Fernsehfilm aus, zumal der Film eigentlich nur in der Wohnung und in ein paar Büros spielt. Trotzdm liefern die Darsteller und die Idee einen sehr sehenswerten und interessanten Film.

Fazit: Kleine, aber entlarvende Mischung aus Drama und ein wenig Komödie
Breite Masse im Hintergrund
Breite Masse im Hintergrund

12 Follower 88 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 21. März 2025
Ja, da haben wir doch wieder einen. So einen Film, der von der Berlinale Presse in den Himmel gelobt wurde, man deshalb voller Vorfreude in den Saal geht und danach denkt..."Hmm, liegt das jetzt an mir oder warum habe ich kein Ticket für den Hype-Train im Gepäck".

Die junge Marielle wird von ihrer Mitschülerin im Zuge eines Streits geohrfeigt, woraufhin sie telepathische Fähigkeiten entwickelt. Fortan kann sie alles hören und sehen, was ihre Eltern sagen, tun und sogar denken, zu jederzeit egal von welchem Ort. Das die fremdflirtende Mama und der doch nicht so durchsetzungsfähige Papa das ganz und gar nicht gut finden, kann wohl jeder nachvollziehen, erst recht wenn man eigene Kinder hat. Auf der Suche nach der Lösung für das "Problem" entstehen zahlreiche skurrile Situationen, bei denen einem das Lachen mit fortschreitender Handlung im Halse stecken bleibt.

Ja, "Was Marielle weiß" ist nicht schlecht, die Prämisse sogar ziemlich gut, aber ist der Film mehr als das, was man beim deutschen Film erwartet? Nein! Ein paar Szenen sind ganz lustig, das erste Meeting zum Buchcover sehr lebensnah und auch sonst hat der Film einen soliden roten Faden mit einem guten Finale. Dennoch bleibt eine gewisse Form der Unzufriedenheit zurück, denn ich persönlich habe sehr viel mehr erwartet.

Tragisch und sehr gut gespielt fand ich die Figur der Marielle, die mit Eltern klar kommen muss, die man keinem Kind wünschen möchte.
Jacob v. Borstel
Jacob v. Borstel

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3,0
Veröffentlicht am 13. Februar 2026
Der Beschreibung kann ich hier nichts weiter hinzufügen, daher gehe ich auf den Film ein und versuche nicht zu spoilern.
Der Film wirft einen direkt in die Backpfeife hinein und zeigt danach, wie die vermeintlich perfekte, moderne, deutsche Familie tatsächlich aufgebaut ist. Als echte Gesellschaftskritik zu dünn aber mit Potenzial für mehr.
Größter Kritikpunkt ist der Titel, der hätte sein sollen: Marielle weiß Bescheid
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