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Brodie1979 ..
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4,0
Veröffentlicht am 14. Dezember 2025
Wenn man gemein wäre, könnte man sagen dass hier wirklich Nichts passiert. Und das stimmt auch: wir sehen eine Frau in fünf Phasen ihres Lebens, in denen sie bemüht ist, ein furchtbares Erlebnis zu verarbeiten. Dabei wird keine Show betrieben, keine emotionale Spitze künstlich erzeugt, sondern lebensnahe und realistisch gezeigt, wie sie mit Unterstützung und etwas Humor heilt. Das alleine reicht schon, um 104 bewegende und ergreifende Minuten zu erzeugen, die gleichermaßen betroffen machen wie Wohlgefühl liefern. Und die Sandwichszene ragt gewaltig hinaus.
Fazit: Ohne falsche Emotionalität gelieferte Beobachtung eines Heilungsprozesses!
Sorry, Baby sticht aus der Masse an Filmen heraus. Warum? Weil er ehrlich ist. Keine Effekthascherei, keine Überdramatisierung, kein schockieren oder abschrecken. Einfach nur der persönliche Heilungsprozess einer Frau, die versucht ihr Trauma zu verarbeiten. Nicht mehr und nicht weniger. Aufgrund von Agnes Charakter entstehen mitunter sogar humoristische Momente, die die Geschichte etwas auflockern. Für manche mag das eventuell zu wenig sein, mir hat es sehr gefallen. Eine Empfehlung für alle, die mit Avatar, Anaconda und Medicus dieses Jahr nichts anfangen können.
Der Film werft mehr Fragen als Antworten auf. Erstens, das schreckliche Klischee, dass angehende Doktorandinnen gerne mit dem Professor schlafen um die Noten zu verbessern. Zweitens, wenn eine Doktorandin 'blind' zum Professor nach Hause geht, ohne was verdächtige zu riechen. Wenn das Missbrauch sich ergibt, merkt die Frau nichts, bis es zu spät ist, sozusagen. Drittens, die Frau äußert sich direkt danach nur etwas gewagt bei ihrer Freundin, und sie unternehmen nichts bis morgen. Es könnte sich als Schock Reaktion betrachtet werden, nur der Opfer äußert sich allgemein auf schräger Art und Weise. Die alle Hauptrollen sind gut aufgeführt, einerseits ernsthaft, andererseits humorvoll, aber die fehlende Glaubwürdigkeit der Geschichte lässt alles nur wackeln.