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Tiegars
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4,0
Veröffentlicht am 17. September 2026
Der Film Giant (2025) erzählt die Geschichte des britisch-jemenitischen Boxers Prince Naseem „Naz“ Hamed und seines irischen Trainers Brendan Ingle. Das Biopic beleuchtet den Aufstieg des Boxers in den 1990er Jahren und konzentriert sich stark auf die menschlichen und kulturellen Konflikte hinter den Kulissen.
Kritik und Handlung
Der Film zeigt schonungslos, wie extremer Ruhm, sportlicher Erfolg und ein übersteigertes Selbstbewusstsein in Arroganz und Selbstgefälligkeit umschlagen können.
Provokantes Auftreten: Die Hauptfigur Naz Hamed (Amir El-Masry) wird nicht als klassischer Sympathieträger dargestellt, sondern fällt durch distanzloses, kompromissloses und oft überhebliches Verhalten auf. Seine religiöse und kulturelle Selbstinszenierung nutzt er im Film immer wieder als Schild, um Kritik abzuwehren und sich über sein Umfeld zu stellen.
Undankbarkeit gegenüber dem Mentor: Ein zentraler und besonders negativer Aspekt der Handlung ist die tiefgreifende Undankbarkeit von Naz. Brendan Ingle (Pierce Brosnan) hat ihn seit Kindesbeinen an geformt, betreut und ihm das gesamte handwerkliche Fundament des Boxens beigebracht. Anstatt diese jahrelange Arbeit und Hingabe zu schätzen, begegnet Naz seinem Trainer mit zunehmender Respektlosigkeit. Er ignoriert die Werte wie Disziplin und Demut, die ihm seit seiner Jugend vermittelt wurden.
Der Bruch mit dem Trainer: Der Konflikt spitzt sich genau dort zu, wo Naz sein eigenes Ego über die gemeinsame Geschichte stellt. Die Arroganz führt dazu, dass er vergisst, wem er seinen Erfolg überhaupt zu verdanken hat.
Spiegelung von Verhaltensmustern: Der Film spart nicht an der Darstellung, wie dominantes, rücksichtsloses und undankbares Auftreten – wie man es auch aus Alltagssituationen kennt – Türen schließt und Vertrauen zerstört. Die gezeigte Überheblichkeit führt letztlich zum unschönen Verfall einer jahrelangen Vertrauensbeziehung.
Fazit
Giant überzeugt durch die starken schauspielerischen Leistungen von Pierce Brosnan und Amir El-Masry. Gleichzeitig ist das Drama eine harte Kritik an Arroganz, Undankbarkeit und dem Verlust jeglicher Bodenhaftung. Der Film zeigt deutlich die negativen Folgen, wenn Selbstbewusstsein in Respektlosigkeit gegenüber den Menschen kippt, die den eigenen Weg von Anfang an geebnet haben.