Das gewisse Etwas
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Jacob Ropers
Jacob Ropers

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5,0
Veröffentlicht am 16. September 2026
Ein sehr herzergreifender Film, der mit viel Ehrlichkeit und Humor das Thema Inklusion zugänglich macht und wie wichtig die soziale Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigungen ist und was Menschen mit und ohne Beeinträchtigung bewegt.
Die Schauspieler haben mit einer Begeisterung gespielt, aber inklusiver wäre es wenn sie einfach in passende Rollen besetzt werden ohne große Ankündigung. Es ist ein Film der zeigt das eine Gemeinschaft nur zusammen stark sein kann und zeigt auch wie wichtig es ist, dass wir miteinander respektvoll umgehen.
Es ist ein guter Laune Film und er berührt sehr.
100% empfehle ich den Film zu schauen.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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3,0
Veröffentlicht am 14. September 2026
MIT DEM HERZEN AUF DER ZUNGE
von Michael Grünwald /

Über Untertitelfaulheit

Welchen Sinn hat es eigentlich, Filme, die es schon gibt, nochmal nachzuerzählen, und zwar nahezu bild- und szenengenau? Studios in den USA tun das in der Erwartung, dass knackige Stoffe, die in Europa reüssierten, in ihrem Land vielleicht genauso Erfolg haben, und zwar in originalem US-Englisch, denn Untertitel will dort niemand lesen. Das mag ein guter Grund sein, und glücklicherweise auch die Watchlist europäischer Filmnerds reduzieren, die das Original bereits kennen.

In Deutschland gibt es das auch – da werden gerne französische Originale nachproduziert, wie zum Beispiel Der Vorname. Und jetzt auch Das gewisse Etwas. Ist das deutschsprachige Publikum demnach genauso untertitelfaul wie das US-amerikanische?

Von Drehbuchtexten und anderer Literatur

In Oper und Theater ist es seit Jahrhunderten gang und gäbe, immer die gleichen Libretti und Drama-Vorlagen auf der Bühne nachzuinterpretieren. Da käme wohl niemand auf die Idee, sich darüber zu beschweren, dass zum Beispiel Hamlet doch schon mal inszeniert wurde.

Der Unterschied liegt daran, dass in der Live-Performance wie Oper und Theater die literarische oder kompositorische Vorlage weitaus deutlicher für sich alleine steht als das Drehbuch eines Films. Eine Bühneninszenierung ist wie die andere Meinung eines Künstlers zu einem Werk, das Drehbuch ist Teil eines dicht verzahnten Gesamtkunstwerks und wird daher selten als eigenständiges Werk betrachtet. Somit fällt das Remake eines Films deutlicher auf. Und bei Was ist schon normal? bleibt die Frage tatsächlich wie ein Elefant im Raum stehen. Warum nur nochmal den gleichen Film?

Der ganz spezielle Gute-Laune-Film

Ich kannte das Original nicht, packe also die Gelegenheit beim Schopf und lasse mich von Mala Emde und Fack Ju Göthe-Star Max von der Groeben in Sachen Inklusion eines Besseren belehren. Verantwortlich für dieses Remake zeichnet Marc Rothemund, erfahren in sentimental-ironischen Beziehungskomödien, allerdings auch in schweren Stoffen, nachzuvollziehen am Beispiel Sophie Scholl – Die letzten Tage.

Rothemund will aber diesmal den substanzvollen Gute-Laune-Film für den Spätsommer ans Publikum bringen und sammelt eine illustre Schar an Leuten um sich, die garantiert nicht einfach in Szene zu setzen sind. Es sind Menschen mit Beeinträchtigung – vorzugsweise mit Down-Syndrom. Ein anderer ist spastisch gelähmt, andere womöglich autistisch?

Die Qualität kindlichen Schauspiels

Unterm Strich zeichnet sich dieses Ensemble aber dadurch aus, dass es nicht vorgibt, beeinträchtigt zu sein, sondern es tatsächlich ist. Einer unter ihnen, Frangiskous Kakoulakis, ist tatsächlich schon länger im Schauspielgeschäft unterwegs. Man merkt ihm an, wie gut er seine Rolle beherrscht. Das Erstaunliche daran aber ist: all die anderen ebenfalls. Da sie in ihrem Gemüt fast schon so wie Kinder sind, und Kinder, wie wir wissen, schauspielerisch Unglaubliches leisten, eben weil sie es vorbehaltlos empfinden und nichts von ihrer Rolle in ein Regelkorsett stecken, gelingt auch den Erwachsenen, die in ihrer alljährlichen Sommerwoche in den österreichischen Alpen dem Kommunen-Alltag einen bunten Anstrich verleihen, beeindruckend lebensnahe Performances, die letzten Endes dem ganzen professionellen Ensemble den Rang ablaufen.

Ungewohnt offenherzig

Obwohl aufgeschlossen für Inklusion und soziale Agenden, fällt es in Das gewisse Etwas anfangs gar nicht leicht, mit den beeinträchtigten Schauspielerinnen und Schauspielern warm zu werden. Sie geben sich exaltiert, ehrlich, selbstbewusst schräg. Es geht uns wie den beiden Bankräubern Alex und Karlo, die nicht glauben können, wo sie da hineingeraten sind. Bis sich diese Menschen letztlich öffnen, bis man ihr Verhalten kennt, ihren Charakter schätzen lernt. Innerhalb kurzer Zeit sind einem selbst diese emotional stark involvierten Menschen, die ihr Herz auf der Zunge tragen, auch an selbiges gewachsen.

Ein Plot, der unterfordert

Angesichts dessen wird der komödiantische Aufbau – das narrative Gerüst um Lug, Trug und romantische Gefühle – zum trivialen, simpel gestrickten Extra, das allzu viel behauptet und auch selbst nicht daran glaubt, was es da erzählt. Zwischen Mala Emde und Max von der Groeben sprühen keine Funken, Florian Lukas als dessen Vater? Wohl kaum.

Gelungen ist Rothemunds Film in jenen Szenen, in denen das beeinträchtigte Ensemble zur Norm wird und die „Normalen“ um Inklusion buhlen. Wenn sich der Spieß also umdreht, wenn sich die „Behinderten“ ihrer eigenen Behinderung so bewusst werden wie nie zuvor und mit diesem gewissen Etwas auch umgehen, als wäre es ein Skill, den alle anderen bedauerlicherweise nicht haben.

Dieses Rollenspiel hat Witz und Charme – schade nur, dass sich Rothemund vom französischen Original nicht abheben und etwas Eigenes schaffen wollte, mit einer vielleicht weniger unterfordernden Rahmenhandlung.



Mehr Reviews und Analysen gibt's auf !
L D
L D

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5,0
Veröffentlicht am 11. September 2026
Wir waren sehr gut unterhalten. Der Film war wirklich toll. Von Anfang bis Ende.
Witzig und eine tolle schauspielerische Leistung der Schauspieler.
Wir können ihn nur empfehlen.
Rob T.
Rob T.

7 Follower 419 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 10. September 2026
Der Banküberfall beim Juwelier verlief für Alex (Max von der Groeben) und seinem Vater Karlo (Florian Lukas) zufriedenstellend, aber nun sind sie auf der Flucht. Sie retten sich in einen Reisebus.
Dabei handelt es sich um eine Gruppe von jungen Leuten mit körperlichen und geistigen Einschränkungen. Sie fahren mit ihren Betreuerinnen, darunter Polly (Mala Emde) in den Urlaub. Durch eine Verwechslung glauben sie, dass Alex ein neuer Patient und Mitreisender ist und Karlo sein Betreuer, der unbedingt mit muss.
Alex und Karlo müssen sich nun irgendwie in die Gruppe einfügen, was mehr oder weniger gelingt...

Die Reisegruppe hat "Das gewisse Etwas", jeder und jede dort hat spezielle Eigenheiten, und die gilt es unter einen Hut zu bringen. Auch Alex und Karlo müssen lernen, damit umzugehen, wobei Alex schnell merkt, dass er gut mit diesen Menschen zusammenleben kann.
Es ist mitunter rührend und oft auch lustig zu sehen, was die Gruppe so anstellt. Die Jungs und Mädels sind direkt, sie sind unverschämt, aber auch herzensgut.
Besonders innovativ ist der Film dabei aber nicht, denn er bedient am Ende alle Hebel, die erwartbar sind. Diebe schleichen sich ein, sind überfordert, sehen dann aber, was das für tolle Menschen sind. Alle werden Freunde, aber dann... Cliffhanger, Schreckmoment.
Das ist übrigens die Stelle, wo man als Zuschauer den Eindruck bekommt, dass gute 15 Minuten rausgeschnitten wurden. Dass die Gruppe für Alex kämpft, kommt wahnsinnig unvermittelt, und eigentlich möchte man erst mal sehen, was dazwischen geschah. Das ist ein echtes Manko.
Dennoch ist der Film kurzweilig, er macht auch Spaß, und die Schwächen des Drehbuch lassen sich geflissentlich übersehen.
White Tiger
White Tiger

1 Follower 67 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 9. September 2026
Eine absolut liebenswerte und humorvolle Geschichte, Höchst unterhaltsam und wirklich alle Darsteller (ob gehandicapt oder nicht) sind einfach großartig!. Wer einen beschwingten Kinoabend (durchaus mit Tiefgang) sehen will, ist hier goldrichtig.
No So
No So

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5,0
Veröffentlicht am 9. September 2026
Ein wahnsinnig guter Film!  Wir sind aus dem Lachen gar nicht mehr rausgekommen.
Und am Schluss konnten wir uns eine Träne dann doch nicht verkneifen. 凉❤️
David Willson
David Willson

1 Follower 139 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 7. September 2026
Ein nette 'Feel good' Film aus verschiedenen Gründen. Erstens, das Erkenntnis, dass man von Menschen mit Beeinträchtigungen was lernen kann. Zweitens, alle Straftaten sollten richtig bestraft werden.
Die ganze Truppe der Schauspielern mit oder ohne Behinderung schenken den Film was, und es bleibt leicht und ohne Vorurteile.
Melanie Hoffmann
Melanie Hoffmann

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5,0
Veröffentlicht am 6. September 2026
Klasse Film. Alle haben non stop gelacht. Kann ich nur weiterempfehlen. Viel Witz und viel Herz und tolle Schauspieler!
Karsten N.
Karsten N.

1 Follower 72 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 3. September 2026
"Das gewisse Etwas" ist einer der herzlichsten und schönsten Filme, die über die ganz besonderen Menschen gedreht wurde, die auf eine Weise gesegnet sind, die viele mit diesem kleinen Extra-Etwas nicht verstehen, die aber völlig in die Geschichte eintauchen und die Entfaltung der Ereignisse mit lustigem herumtollen durch ein Sommercamp dem Publikum in einer Art und Weise faszinieren. Der Film ist lustig und unglaublich liebenswert, umarmt und feiert die Unterschiede zwischen jedem Einzelnen, während er billige Witze und Schockwerte vermeidet. Es ist ein sehenswerter und manchmal ziemlich bewegender Film, mit seinem Herzen am richtigen Fleck.
Lemmiblog
Lemmiblog

3 Follower 480 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 3. September 2026
Leider absolut nicht meins.
Während das französische Original vor Charme und Ideenreichtum brilliert ist das hier einfach nur traurig und zu keinem Zeitpunkt gelungen.
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