Adams Acht
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beco
beco

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3,5
Veröffentlicht am 30. September 2026
Kein normaler Sportfilm über Sieg und Niederlage, sondern eher ein Zeitdokument der Nachkriegszeit. Der ehemalige Boxtrainer an der NAPOLA baut nach dem Krieg eine Ruderakademie in Ratzeburg auf, die den sog. Deutschlandachter zu Erfolgen führt. Die Persönlichkeit von Karl Adam wird in ihrer Zwiespältigkeit gezeigt, aber auch seine Ruderer im Zwiespalt zwischen Siegenwollen und Unbehagen ob des Preises.
überraschend sehenswert
Rob T.
Rob T.

7 Follower 430 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 20. September 2026
Das wissen viele vermutlich gar nicht: 1958 war Ratzeburg in Schleswig-Holstein eine Hochburg des Rudersports. Und irgendwie ist das auch ganz zufällig passiert.
Hannu Salonen erzählt diese Geschichte in seinem Film "Adams Acht". Das hätte ganz spannend und aufregend sein können. Wenn sich die Drehbuchschreiber Domenik Pockberger und Stephan Falk besser auf diese Story konzentriert hätten. Stattdessen haben sie den Film überfrachtet mit mehreren großen Nebengeschichten. Und teilweise schlimmen Dialogen.

Karl Adam (Oliver Masucci) ist in den 50ern Lehrer in Ratzeburg. Als er auf eine Gruppe junger Männer trifft, sich sich offenkundig langweilen, will er sie irgendwie beschäftigen. Er gründet mit ihnen eine Ruder-Gruppe. Und die Jungs schlagen sich gar nicht so schlecht. Sie beschließen, an der deutschen Meisterschaft teilzunehmen - und Olympia 1960 in Rom könnte auch ein Ziel sein. Die Ruder-Funktionäre (Axel Milberg, Heino Ferch) sind jedoch skeptisch.
Zur Gruppe gehört auch Hans Lenk (Felix Kammerer), der eine Freundin in der DDR hat, die direkt hinter Ratzeburg beginnt - aber er muss sich entscheiden, ob er dort bleiben will oder rudert. Sein Ruder-Kollege Manfred (Leonard Kunz) hat sich unterdessen in eine Frau verliebt, die ihn auch liebt, ihn aber verheimlicht. Und Trainer Karl muss sich mit seiner Vergangenheit in der NS-Zeit auseinandesetzen.

Es hätte ein richtig guter Film werden können. Aber leider verliert er sich in seinen Nebenschauplätzen, weil es versäumt wurde, Prioritäten richtig zu setzen und sich das Drehbuch am Ende daran verhoben hat.
Alleine die DDR-Story ist spannend genug, sie mal separat zu erzählen. Die Geschichte der Geschehnisse an der innerdeutschen Grenze in den 50ern wird bislang nie richtig erzählt, die Abriegelung erfolgte dort früher als 1961. In diesem Film wirkt diese Story aber seltsam oberflächlich.
Wie überhaupt vieles in diesem Film sehr oberflächlich wirkt. Weil sich alles auf zwei Mitglieder der Ruderer konzentriert, weiß man am Ende nicht mal mehr die Namen der anderen, sie bleiben völlig blass. Teilweise werden Dinge aufgeworfen, die dann gar nicht richtig zu Ende gebracht werden.
Hinzu kommen oft sehr gestelzte Dialoge, die auch von den meist guten Schauspielern nicht gerettet werden konnten. Da werden mitunter schlimme Phrasen gedroschen.
Auffallend ist auch die schlechte Arbeit mit den Komparsen, die manchmal erschreckend schlecht agieren.
All das lässt einen dann immer wieder den Kopf schütteln. Und das, obwohl die eigentliche Story durchaus fesselnd ist.
David Willson
David Willson

1 Follower 144 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 30. September 2026
Wenn eine komplett unbekannte Truppe Rüdern aus dem Osten die deutsche Meisterschaft erobern wollt, müssen einige Hindernisse weggeräumt werden und etwas Unterstützung erbracht werden. Basiert auf die wahre Geschichte der Olympiade 1960 in Italien, die Geschichte ist faszinierend und die Dreh Winkeln wirklich spektakulär um die Energie des Sports zu verkörpern.
White Tiger
White Tiger

1 Follower 69 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 22. September 2026
Ja, vielleicht hat die Geschichte etwas zu viel Nebenstränge, aber dennoch bittet er sehr interessante Einblicke in die Nachkriegszeit, in der das Nazitum noch längst nicht aus den Köpfen von vielen Alten und auch Jungen verschwunden ist.
Karl Adam gibt den jungen Menschen ohne Perspektive eine sportliche Chance und fungiert als wunderbarer Mentor, der selbst noch mit den Folgen des Krieges und eigener Schuld zu kämpfen hat.
Ich fand diese Erzählung so interessant, dass ich nach dem Film noch recherchiert habe, weil ich noch mehr über diese Zeit und diese wahre Geschichte wissen wollte.
Christi
Christi

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5,0
Veröffentlicht am 19. September 2026
Ich hatte ein Interview zu dem Film gesehen und mir den Trailer angeschaut, ansonsten aber noch keine großen Vorstellungen oder Erwartungen dazu gehabt. Und ich muss wirklich sagen, dass der Film mich total geflasht hat . Die Aufnahmen vom Ruder Sport, die Bilder im Wasser, Kameraführung und Regie und vor allem die wahnsinnig gute Besetzung. Ich war ab der ersten Minute komplett in der Handlung und hab gar nicht so richtig mitbekommen, dass der Film über 2 Stunden gedauert hat.
Ich habe richtig dolle mitgefiebert, weil ich die Geschichte um „Adams Acht“ vorher auch noch nicht kannte und von daher nicht wusste, wie es ausgeht. In diesem Film hat man wirklich gesehen, dass der deutsche Film doch ganz schön was kann. Gleichzeitig macht der Film ein wichtiges politisches Thema auf, ohne dabei mit erhobenen Zeigefinger oder zu direkt und „auf dies Nase“ zu bin wirklich ganz berührt aus diesem Film rausgegangen und würde ihn auf jeden Fall empfehlen und mir auch noch mal anschauen.
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