Mit „Ebenezer: Eine Weihnachtsgeschichte“ übernimmt Johnny Depp erstmals seit „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ (2018) wieder eine Rolle in einer großen Hollywood-Produktion mit umfassender Kinoauswertung. Nach der Veröffentlichung der Anschuldigungen von Ex-Partnerin Amber Heard im Dezember 2018 wirkte Depp zwar weiter an kleineren US-Filmen mit begrenzterer Kinoauswertung oder an internationalen Produktionen wie zuletzt „Jeanne du Barry“ (2023), die großen Hollywood-Blockbuster blieben aber in dieser Zeit aus.
„Ebenezer - Eine Weihnachtsgeschichte“ basiert wie viele Filme zuvor auf der 1843 veröffentlichten Erzählung „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens („Oliver Twist“). Insbesondere wenn man neben Kinofilmen auch Fernsehfilme oder auch einzelne Episoden von Fernsehserien wie z.B. „Family Guy“ hinzuzählt, ist kaum noch zu sagen, wie oft die Geschichte um Griesgram Ebenezer Scrooge schon adaptiert wurde. Zu den zahlreichen Vorgängern gehört neben der ersten Verfilmung, dem nur noch teilweise erhaltenen Stummfilm „Scrooge, or Marley’s Ghost“ (1901) u.a. auch „Die Geister, die ich rief …“ (1988) mit Bill Murray, „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“ (2009) und das zuletzt erschienene Musical „Spirited“ (2022).
Mit „Ebenezer: Eine Weihnachtsgeschichte“ inszeniert Regisseur Ti West erstmals eine große Hollywood Studio-Produktion. Zuvor wurde der Regisseur vor allem durch Horrorfilme wie seine „X“-Trilogie mit Mia Goth bestehend aus „X“ (2022), „Pearl“ (2022) und „MaXXXine“ (2024) bekannt, weshalb seine Version von Charles Dickens’ Weihnachtsklassiker auch stärker die düsteren Elemente der Geistergeschichte betont. So ließ sich bereits im Trailer, in dem zu sehen ist, wie Ebenezer Scrooge (Johnny Depp) von seinem Bett verschluckt wird, auch eine deutliche Anspielung an den Horrorklassiker „Nightmare - Mörderische Träume“ erkennen, in dem der damals ebenfalls von Johnny Depp gespielten Figur Glen das gleiche Schicksal ereilt.