Sommer 1975 in der DDR: Der kleine Karl (Andreas Bich), den alle nur Karlemann nennen, liebt es, in der Wildnis seiner Heimat im tiefsten Brandenburg zu spielen. Wenn er sich nicht wie ein Überlebenskünstler durch das Dickicht schlägt, ist er mit seinem Allwetterboot auf dem dort verlaufenden Kanal unterwegs. An dessen Ufer hat er auch seinen geheimen Unterschlupf – eine kleine, von ihm selbst aus gefundenen Materialien errichtete Hütte. Eines Tages trifft er bei seinen Erkundungen in der Natur auf zwei NVA-Soldaten (Hans-Peter Reinecke und Holm Gärtner), die sich offenbar verlaufen haben. Schnell weist er den Männern den Weg zurück in die Zivilisation – einerseits aus Hilfsbereitschaft, andererseits, um sich wieder ganz in seine Fantasiewelt flüchten zu können. Was der Junge nicht ahnt: Die Uniformierten waren nicht zufällig dort. Denn just an der Stelle, an der Karlemanns Hütte steht, will die Armee eine Brücke über das Wasser errichten, um mit ihren Fahrzeugen zu einem geplanten Manöver überzusetzen…